Einträge von: April 2011
QUO VADIS CD?
Metal im Alltag | Autor: Iron Anz | 27.04.2011 | 7 Kommentare
Wer kennt es nicht: Man kommt gestresst nach Hause, ist genervt und schon wieder steht nichts zu Essen aufm Tisch. Damn it. Aber ein Blick auf das heimische CD-Regal mit eingebauter „Anti-Merkel-Mundwinkel“-Prophylaxe richtet einen wieder auf. Meine Schätze, meine Special-Editionen – meine Metal-Welt. Von AC/DC über Bolt Thrower und Bon Jovi zu Metallica, Maiden und Pantera bis hin zu Vomitory, Volbeat und Zyklon – alles da. Hach, herrlich.
Ein Anblick dessen Nicht-Existenz man sich gar nicht vorstellen kann. Aber müssen das die zukünftigen Generationen bald?
T-Shirt oder Tankfüllung
Metal im Alltag, Unterwegs an der Front | Autor: Diana | 26.04.2011 | 3 Kommentare
So, heute muss ich mich mal aufregen. Mal ganz ehrlich: Habe ich irgendwie den Startschuss verpasst, seit wann Metal-Bands mit ihren Shirts als Klientel die Besserverdienenden anpeilen? Vor allem bei den bekannteren Bands nimmt es überhand, den Fans für ein Tour-Shirt mindestens 35, zuweilen sogar 45 Euro aus der Tasche zu ziehen.
Hat das noch irgendeine Relation? Ich finde nicht. Schließlich kostet so ein T-Shirt in der Herstellung gerade mal ein paar Euro. Natürlich geht es nicht nur darum, die eigene Blöße bedecken zu können, da könnte man sich ja auch einen Drei-Euro-Lappen bei Kik holen, sondern man will sich damit auch als Freund geschmackvoller Musik outen. Deshalb ist selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, dass die Bands an ihrem Merchandise verdienen, schließlich will man seine Lieblingstruppen ja auch unterstützen, damit sie weiter Musik machen können, statt mit Kistenstapeln im Getränkemarkt die Miete ranschaffen zu müssen.
Mac Gyver lässt grüßen!
Redaktions-Tagebuch, Unterwegs an der Front | Autor: G-Force | 26.04.2011 | 0 Kommentare
Nach einem von Sinneseindrücken überladenem und turbulentem Wochenende zwischen Frites Special, hausgemachtem Obstsalat und riesen Schoko-Eiern auf dem belgischen Groezrock garniert mit etwas Comeback Kid, Snapcase, Civ, Descendents und praller Sonne, bayerisch biergärtlicher Entspannung im lauschigen Abendrot mit Obatzd’n und einer dunklen Radlermaß, sowie der Zerstörung von Barad-dûr in Begleitung eines 250-Mann Orchesters, fallen diese Zeilen heute etwas knäpplich aus, da die eigenen Synapsen noch nicht wieder so ganz eindeutig funktionieren.
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Altes aus New York
Unterwegs an der Front | Autor: Sleazis | 23.04.2011 | 1 Kommentar
New York, New York. Das gewisse Etwas dieser Stadt wusste schon Frank Sinatra zu preisen, die New York Dolls namentlich schätzen und Kiss und die Ramones hätten sich wahrscheinlich auch nicht in Hoboken, New Jersey so zusammengefunden. Vom eingebrannten 91er Besuchs-Bild, zu dem die arschcoolen Kollegen The Throbs nachfolgenden Sleaze-Soundtrack-Beitrag eindrucksvoll hinterlassen haben, ist zwanzig Jahre später allerdings nicht mehr so viel zu finden. Zur Erinnerungseinstimmung und weil es so schön war – hier noch mal:
Zurück zur Gegenwart.Verdammt sauber und sicher ist es hier geworden. Keine herumlungernden Eckensteher mehr mit gefälschten Golduhren oder Bowie-Messern (für die Safari-Unerfahrenen: das hat nichts mit dem Großmeister des Glam gemeint, sondern ist mehr so ein Taschenschwert für den Großstadtdschungel) Bauchladen-Angebot, und außer Gullydeckeln und Gebäuden wie dem Grand Central Terminal raucht auch fast nichts und niemand mehr hier.

Egal, man muss sich ja auch als Gast nicht in allem anpassen. Während Manhattan also mehr oder minder zu einer flächendeckenden H&M-Kolonie samt um die Ecke lauerndem Starbucks-Konglomerat verkommen ist, findet man im mittlerweile begehbaren Teil von Brooklyn wahre Schätze.
Hinter so unscheinbaren Ecken des Brücken-Vororts wie auf obigem Bild verstecken sich nämlich Plattenläden, die es in sich haben. Wo sonst findet man wohl so ein Schätzchen wie das Debüt 1970er Debüt der –natürlich New Yorker – Supergroup Cactus (Rhythmusektion aus Tim Bogert am Bass und Vinnys älterer Bruder Carmine Appice am Schlagzeug; Jim McCarty an der Gitarre und Rusty Day an Mikro und Mundorgel) in akzeptablen Erstpressungs-Zustand für eine Handvoll Dollar?
Gleiches gilt für die ebenfalls exzellente zweite Scheibe IT TAKES ONE TO KNOW ONE (1977) der zu Unrecht viel zu unbekannten, als jemals als unterbewertet zu geltenden Detective mit dem großartigen Michael Des Barres (Silverhead) am Gesang? No cheap ’till Brooklyn, baby.
Morgen, respektive heute geht es dann wohl an die Live-Front, auch wenn das in New York nicht immer einfach ist, da alle großen Shows schon seit Jahren ausverkauft zu sein scheinen. Dafür stehen am Samstag allerdings gleichzeitig zwei Sachen zeitgleich auf dem Programm. Während Trouble Schlagzeuger Jeff Olson morgen mit seinem neuen Projekt Retro Grave seinen Debüt-Auftritt gibt, spielen die nicht minder abgefahrenen New Yorker Diamondsnake (mit Urge Overkills Nash Kato an der Gastgitarre) zur gleichen Zeit auf. Schwere Entscheidung. Aber die nimmt man, im damaligen wie heutigem New York, gleichsam gelassen.
Dank an Starbucks für den Kaffee und die Wifi-Verbindung, ich bin raus. Rauchen.
Sind Nevermore nevermore?
Metal im Alltag | Autor: Jakob | 21.04.2011 | 1 Kommentar
Mit großem Bedauern habe ich eben auf der Webseite von Nevermore die Nachricht gelesen, dass Gitarrist Jeff Loomis und Schlagzeuger Van Williams bei Nevermore aussteigen. Ist damit eine der wichtigsten und interessantesten Kapellen unseres Planeten am Ende? »
Jeff Loomis · Nevermore · SanctuaryMETAL HAMMER guckt (5): Doctor Who
Redaktions-Tagebuch | Autor: Sebastian | 20.04.2011 | 3 Kommentare
Ich bin ein traumatisiertes Kind. Mit weniger als sechs Jahren hing ich vor der Glotze. Dort, soweit erinnere ich mich, wurde die Erde von Killerrobotern angegriffen. Seltsame Blecheimer, die Laser schossen, und – was mich 20 Jahre lang verfolgen sollte – in denen ein glibbriges, gehirnartiges Lebewesen saß, dass sich in diesem Panzer versteckt hielt. Cool, aber auch irgendwie verstörend für ein Kind in dem Alter. Warum ich das damals gucken durfte weiß ich so wenig wie den Namen der Sendung.
Unbeschreiblich, wie groß meine Freude war, als ich exakt diese an Salzstreuer erinnernden Laser-Panzer-Roboter mit ihrer durch Mark und Bein gehenden Blechstimme vor wenigen Jahren wiederentdeckte. Die alles vernichtenden Daleks aus ‘Doctor Who’ rutschten sofort in meine Top 5 der coolsten Killerroboter aller Zeiten! Aber wie kam diese uralte TV-Serie wieder zurück ins Fernsehen?
Die Antwort ist so einfach wie umständlich zu erklären: Die britische Science Fiction-Serie ‘Doctor Who’ wurde 2005 neu aufgelegt (und fand für kurze Zeit den Weg ins ProSieben-Nachmittagsprogramm). Als Neuauflage einerseits, andererseits als direkte Fortsetzung der Serie, die von 1963 bis 1989 im britischen TV (und kurze Zeit in Deutschland auf RTL plus [sic!]) lief. Man kann also behaupten, dass es die Serie seit beinahe 50 Jahren gibt!
Trotzdem hat sie von Anfang an den selben Protagonisten: Den Doktor, einen Zeitreisenden, der der Spezies der „Time Lords“ angehört. Diese haben die Fähigkeit, sich zu regenieren wenn sie tödlich verletzt werden – so ist der Doktor zwar auch heute noch der aus der aller ersten Folge ‘An Unearthly Child’, nach einer Reihe von Regenerationen dann aber doch schon der Elfte, mit neuem Gesicht und neuem Charakter.
Klingt verrückt und ist es auch. Dass eine abgedrehte Serie wie ‘Doctor Who’ in Großbritannien Einschaltquoten bis zu 50% einfährt, bleibt für den deutschen ‘Barbara Salesch’-Gucker wohl auf Ewig ein Rätsel. Wer sich allerdings mit der Serie beschäftigt, wird sich ihrem Zauber nicht entziehen können.
Die ganze ‘Doctor Who’-Welt ist eine Mischung den nerdigsten Trekkie-Visionen mit der Ironie von ‘Zurück in die Zukunft’ und der Epik eines ‘Herr der Ringe’. Allein die Zeitmaschine des Doktors kann es locker mit dem De Lorean aufnehmen: Die TARDIS („Time And Relative Dimensions In Space“) ist ein kleine blaue Notruf-Telefonzelle, wie sie in England zum Straßenbild gehört. Und: Sie ist innen größer als außen. Nämlich ungefähr so groß wie das Haus von Lars Ulrich. Auch die abgefahrenen (nicht immer bösen!) Aliens, die mal aus einer Kinderphantasie unter Zuckerschock entstammt scheinen, manchmal so unheimlich sind, dass sie auch bei gestandenen Serienjunkies für Gänsehaut sorgen, machen einen großen Teil des Spaßes aus.
Über den Doktor, die nach fünfzig Jahren mehr als epochale Hintergrundgeschichte, seinen Einfluss auf die (nicht nur britische) Popkultur, die vielen großartigen beteiligten Schauspieler (nicht nur in der Rolle der elf Doktoren und seiner zumeist weiblichen Begleiter – in den Nebenrollen waren schon Kylie Minouge und James Bond-Darsteller Timothy Dalton zu sehen) und die Spin-Off-Serien wie ‘Torchwood’ könnte man Bücher verfassen. Das würde hier aber den Rahmen sprengen, weshalb nur darauf verwiesen werden soll, dass die sechste Staffel (der neuen Serie) zu Ostern in Großbritannien startet.
Ich freu mich wie ein kleines Kind! Wenn auch traumatisiert.
PS: Trauriger weise ist heute Elisabeth Sladen verstorben, die als Sarah Jane Smith zu den bekanntesten und beliebtesten Begleiterinnen des Doktors wurde. Tragisch, bei einer so langlebigen Serie wie ‘Doctor Who’ aber so unvermeidlich wie die Todesfälle in der Metal-Szene.
Aliens · BBC · Daleks · Doctor Who · Kult · METAL HAMMER guckt · Serie · Tardis · TVWeckis Blogbuster: Gandhi, der Rassist
Metal im Alltag | Autor: Wecki | 19.04.2011 | 1 Kommentar
Das Volk will keine Helden, es will Götter. Leider auch die Metalfans, deren Ehrerbietung teilweise fürchterlich religiöse Tendenzen annimmt. »
Fußball · Heavy Metal · Kirche · Musik · Musiker · ReligionRoadburn Festival – Teil 4
Unterwegs an der Front | Autor: Jakob | 18.04.2011 | 0 Kommentare
§3 Abs.1 vom METAL HAMMER-Grundgesetz besagt: nach dem Festival ist vor dem Festival. Das wissen auch die Organisatoren vom Roadburn, und haben deshalb nach dem offiziellen Ende noch einen Tag drangehängt – den Afterburner.
Ein voller Festivaltag auf zwei Bühnen, mit weiteren spannenden musikalischen Entdeckungen. »
Black Mountain · Dead Meadow · METAL HAMMER · Roadburn · Sludge · Sourvein · Stoner · Sungrazer · SurfRoadburn Festival – Teil 3
Unterwegs an der Front | Autor: Jakob | 17.04.2011 | 0 Kommentare
Es gibt beim Roadburn keine Headliner im klassischen Sinn. Klar, es gibt bekannte und unbekanntere Bands auf großen und kleinen Bühnen. Aber da die Konzerte drinnen stattfinden, haben alle die gleichen technischen Bedingungen. Tageslicht oder schlechtes Wetter: unwichtig. Die ersten Bands starten gegen vier, die letzten sind nach eins von der Bühne runter. Tag drei beginnt dann auch stilecht mit einem amtlichen Hammer.
Dem ‘Hammer Of Doom’. »
Buzzov-en · Candlemass · Doom · Epicus Doomicus Metallicus · Evoken · Melvins · Neurosis · Roadburn · Shrinebuilder · Sludge · Solitude Aeturnus · Swans · Teh Gates Of Slumber · Ufomammut · WeedeaterRoadburn Festival – Teil 2
Unterwegs an der Front | Autor: Jakob | 16.04.2011 | 1 Kommentar
Das Roadburn ist ja kein normales Festival, wo alle möglichen Kraut-und-Rüben-Kapellen auftreten. Beim Roadburn gibt es jedes Jahr einen Kurator, der die Mischung zusammenstellt. In diesem Jahr haben die New Yorker Finsterdröhner Sunno))) die ihrer Ansicht nach spannendsten Musiker eingeladen…
…der Freitag ist also nichts für schwache Nerven. »
Aluk Todolo · Candlemass · Caspar Brötzmann Massaker · Corrosion Of Conformity · Dark Tranquillity · Doom · Drone · Earth · Gates oF Slumber · Hooded Menace · In Solitude · Mayhem · Place Of Skulls · Roadburn · Scorn · Shrinebuilder · Sunno))) · Thrash · Voivod · WinterSchwarzmagisches Osterkarnickel
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Flo | 16.04.2011 | 2 Kommentare
Pünktlich zur Karwoche hoppelt das schwarzmagische Osterkarnickel mit feinen Netzfundstücken der sonderlich dunkelseitigen Art herbei. Angefangen mit dem wahrscheinlich wahnsinnigsten Trompetenauftritt der Welt. Eine Hommage, fast schon ein Kniefall vor George Lukas, dargeboten von einer hochtalentierten und sehr vielseitigen jungen Dame in aufregendem Kostüm. Der Auftritt vereint virtuoses Trompetenspiel gepaart mit schauspielerischer Glanzleistung, was in der Gesamtkomposition Wellen der Euphorie aus den Zuschauern herauszuzelt. Aber seht selbst: »
ManowarRoadburn Festival Tilburg – Teil 1
Unterwegs an der Front | Autor: Jakob | 15.04.2011 | 1 Kommentar
Das Roadburn Festival ist ein Fest für Freunde fetter Amps, fettiger Haare und fetter Fritten. Seit 16 Jahren sammeln sich im nierderländischen Tilburg die besten Bands aus Doom, Sludge, Noise, Drone, purem Heavy Metal und Industrial. Kurz: keine Massenveranstaltung, sondern was für Feinschmecker. Wie jedes Jahr mittendrin – der METAL HAMMER.
Am gestrigen Donnerstag ging es schon böse zur Sache, und das war erst der Anfang….. »
Alcést · Black Metal · Blood Ceremony · Candlemass · Count Raven · Doom · Drone · Evoken · Festival · Ghost · In Solitude · Pentagram · Roadburn · Shrinebuilder · Sunn o))) · Swans · Ufomammut · WinterfyllethNomen Non Grata – Von Fauxpässen und No-gos
Metal im Alltag | Autor: Iron Anz | 14.04.2011 | 2 Kommentare
Unser Blog kommt gut an bei euch, den besten Lesern der Welt. Das freut uns. Natürlich hagelt es auch ab und an mal Kritik, aber so muss das ja auch. Ein reger Austausch über die Sache, die wir am meisten lieben: Metal. Nichtsdestotrotz kam in letzter Zeit öfter mal auf, dass in unseren Blogs immer nur gemotzt und gemosert wird. Damit soll ab heute Schluss sein. Iron Anz geht neue Wege…
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Metal im Alltag | Autor: Diana | 13.04.2011 | 4 Kommentare
So, es ist mal wieder an der Zeit für ein bisschen neues Futter für die Serienjunkies unter euch. Die Hauptfigur von ‘Dead Like Me’ ist George (Ellen Muth), ein typisch amerikanischer Null-Bock-Teenie. Seit sie das College geschmissen hat, lungert sie zu Hause herum und versorgt ihre Familie mit zynischen Kommentaren und mieser Laune. Dementsprechend motiviert tritt sie auch zu dem langweiligen Job in einer Zeitarbeitsfirma an, den ihre Mutter für sie arrangiert hat. Allzu lange muss sie sich nicht langweilen, denn bereits in der ersten Mittagspause wird sie erschlagen – unwürdigerweise von einer aus einer Raumstation ausgemusterten, dank dem Blitzflug durch die Atmosphäre brennenden Klobrille.
Dead Like Me · DVD · HumorSie ist geil, sie ist allgegenwärtig, sie beherrscht mich.
Downloads und Streams, Metal im Alltag | Autor: G-Force | 13.04.2011 | 3 Kommentare
Sie ist selbstverständlich, sie spielt alles mit ohne Fragen zu stellen, sie ist immer an unserer Seite, sie ist essentiell und dennoch total unbedeutsam, gerade weil sie immer da ist. Sie macht den Unterschied, sie hilft uns dabei sich zu orientieren, sie gibt uns Rückhalt und sie bleibt uns treu. Mit ihr gehen wir durch dick und dünn, mit ihr durchleben wir die Tiefen und Höhen unseres Lebens.
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