Einträge von: Januar 2012
Halbe Krähe für Kurzentschlossene
Unterwegs an der Front | Autor: Sleazis | 30.01.2012 | 0 Kommentare
Auszeiten und Pausen vernimmt niemand gerne von geliebten Bands. So war auch die wiederholte Winterschlaf-Ankündigung der Black Crowes 2011 keine wohlgelittene Botschaft – zumal es die Classic Rocker auf ihrem letzten Europa-Abstecher mit Abschiedscharakter mal wieder nicht nach Deutschland verschlug.
Dafür entschädigt Rich Robinson, seines Zeichens Gründungsmitglied und die Gitarrenbruderhälfte von Sänger Chris Robinson, wohl in wenigen Stunden heute im Berliner Postbahnhof. Dort wird der Gitarrist und hierfür auch Hauptsänger sein tolles kommendes zweites Soloalbum THROUGH A CROOKED SUN live präsentieren, auf dem unter anderen Allman Brothers- und Gov’t Mule-Saiten-Legende Warren Haynes mit mehr als nur seinem guten Namen gastiert.
Während sich kurzentschlossene Konzertgänger aus dem Berliner Raum also besser gleich auf die Socken machen sollten, geben wir allen Daheimbleibern wenigstens virtuell noch einen mit auf den Weg:
Denn wenn Rich heute auch nur halb so gut ist wie hier, macht heute schon eine halbe Krähe einen erdigen Blues-Winter(abend).

70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Volle Fahrt voraus – zurück nach Miami!
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 27.01.2012 | 4 Kommentare
Guten Tach, METAL HAMMER-Land!
Hier spricht wieder euer treuer Bootreporter, furchtlos unterwegs für euch trotz Sonne, Frühsport und ungewohnt viel frischer Luft auf der “Majesty Of The Seas” zwischen den Cayman Islands und Miami. Das Logbuch zeigt an: Mittwoch, 25. Januar 2012, früher Abend. Nach dem Landgang sind alle heiß auf Metal, was Overkill mit dem ersten Poolbühnen-Slot des Tages ausnutzen. Und wie: Mir scheint, dass die Herren früher 10% langsamer gespielt haben. Fett. Dazu passt die Stimmung: Zurück von der Insel, lecker gegessen, kleines Pilsken am langen Arm, und langsam geht die Sonne unter (was sie hier meist schon kurz vor 18 Uhr tut). Dabei ist es schön warm, der Wind pfeift, und ringsherum erstreckt sich die dunkelblaue See. Das hat echt was! Tankard dürften sich entsprechend geärgert haben, denn ursprünglich waren sie für diese Position vorgesehen, sind jetzt aber für vier Uhr morgens (!) eingeteilt. Lassen wir uns überraschen, wieviele Thrasher dann noch mit beiden Beinen auf den Planken stehen…
70000 tons · Kreuzfahrt · metal70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Landgang!
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 26.01.2012 | 1 Kommentar
Ahoi nach METAL HAMMER-Land! Leichtmatrose Leimsen meldet sich erneut von Bord der “Majesty Of The Seas” mit einem Lied, zwo, drei, vier:
“Eine Kreuzfahrt, die ist lustig, eine Kreuzfahrt, die ist schön!
Man kann viele Bands und Pilse und sogar ne Insel sehen.”
Tadaa! Und es stimmt ja auch: Für den dritten Tag steht ein Landgang an, was natürlich Abwechslung ins Meeresmosher-Leben bringt.
70000 tons · Burger · dark funeral · Kreuzfahrt · landgang · metal · rochen · Sonne · Strand70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Der Tag auf See
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 26.01.2012 | 3 Kommentare
Jetzt geht’s richtig los mit der Kreuzfahrt: Den ganzen Tag wird sich die “Majesty Of The Seas” auf See befinden, auf dem Weg zu den Cayman Islands. Schon morgens früh fängt deshalb das Bandprogramm an, den Anfang machen Whiplash um 10 Uhr auf der Pool-Bühne. Selbst wenn etliche Verrückte bereits (oder noch) am Start sind, darf man sich fragen, ob das nicht ein bisschen früh ist. Schließlich wird hier niemand durch Sonne, die auf das Zelt ballert, geweckt, sondern jeder kann im eigenen Bettchen schlafen und auch noch gut frühstücken. Aber jeder wie er will…
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Ideenlosigkeit zu Geldscheinen
Metal im Alltag | Autor: Jakob | 25.01.2012 | 4 Kommentare
Es ist eine immer populärer werdende Unsitte von alteingesessenen Bands, ihre Auftritte mit der Aufführung kompletter Alben zu bestreiten. Statt auf frische Ideen zu setzen wird wiedergekäut, nachgemacht und aufgewärmt. Und das stinkt mir ganz gewaltig. »
Dave Grohl · Graspop · Judas Priest · Lemmy · motörhead · Pink Floyd · Queensryche · Reunion · Rock am Ring · slayer70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Musik! Musik! Musik!
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 25.01.2012 | 1 Kommentar
Nicht allzu lange nachdem die “Majesty Of The Seas” auf offener See angekommen ist, geht bereits die Sonne unter. Jetzt wird’s gemütlich. Die ersten Bands haben schon unter Deck gespielt, zwei Orte gibt es dort: Das “Casino Royale” dürfte auf normalen Fahrten als Theater oder ähnliches genutzt werden und sieht ziemlich schick aus. Rote Sessel auf ansteigendem Boden, dazu eine Galerie im Deck darüber mit hervorragender Sicht. Natürlich ist der Platz vor dem Fotograben von Stühlen befreit worden, denn ein Moshpit inmitten von Mobilar bekommen üblicherweise keinem der Beteiligten, insbesondere dem Mobilar nicht.
70000 tons · Cannibal Corpse · Kreuzfahrt · metal · Nightwish · Samael70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 24.01.2012 | 2 Kommentare
Tag 1: Die “Majesty Of The Seas” läuft aus…
Montag Morgen, Miami Beach, die Frisur sitzt kein Stück. Knalleheiß ist es, aber so gehört sich das hier auch. Schwarze Metal-Shirts sind da eigentlich unpraktisch, aber das stört die Horden, die sich vor Hotels und Hostels in Taxen zwängen, natürlich kein Stück. Um 14 Uhr soll es an Bord der “Majesty Of The Seas” gehen, doch schon früher stehen wir Schlange am Terminal, das ein bisschen an einen Flughafen erinnert – mit Warteschlangen und ganz ähnlichen Kontrollen wie in der Luftfahrt. Wie schon im vergangenen Jahr reihen sich die meisten Bands ein, Nightwish und Kamelot etwa, denn eine wirkliche Trennung zwischen Musikern und Fans exisitiert nicht, selbst wenn es diesmal einen Schnell-CheckIn für Bands & Crews gibt. Tobias Hansen wird jedoch nicht durchgewunken. Ärgerlich! Jeder bekommt seinen SeaPass, eine Plastikkarte, die gleichermaßen zur Identifizierung wie zur Bezahlung an Bord dient, dann geht es einen kurzen Gang entlang, und da liegt sie auch schon: Das (vermutlich) 70.000 Tons schwere Schiff. Das Ding ist echt verdammt riesig. Eine Gangway noch…
…und ich bin drin! Ha! Es sieht (natürlich) aus wie im vergangenen Jahr, Teppichböden, goldene Geländer, Personal im schicken Hemdchen… und aus der PA dringt undefinierbares Death/Thrash-Geboller. Die ersten Biere werden verköstigt – sei es aus purer Freude oder um den Kulturschock zu verdauen. Im Gewusel läuft Jeff Waters von Annihilator vorbei, der auch nicht so ganz sicher zu sein scheint, in was er sich hier hineinmanövriert hat.
kreuzfahrt cruise 70000 tons of metal70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Mehr Abend davor…
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 24.01.2012 | 2 Kommentare
Miami Beach wird schwärzer. Nein, das Wetter passt sich nicht dem deutschen Winter an, aber die Anzahl der Metal-Shirts steigt signifikant, denn morgen geht’s los. Irgendwo am weißen Sandstrand gibt’s auch ne Party, hört man.
Virgin Steele trudeln ein, Dark FunForAll ebenso, zusammen begibt man sich auf die Suche nach einem Abendessen. Doch so eine große Reise- bzw. Rumlatschtruppe ist nicht zusammenzuhalten. Die Düsterheimer wollen auf die Uferstraße (Ocean Drive), die Melodic Metaller laufen mit bis zum Art Deco-Viertel mit Galerien (auch Sonntagabends natürlich geöffnet) und etlichen Restaurants.
Nach dem verrecken Bands entdecken
Redaktions-Tagebuch | Autor: Tobias | 23.01.2012 | 0 Kommentare
Es geht hier nicht um den eigenen Exitus und die Nach-Tod-Entdeckung von Bands, sondern um aufgelöste Bands, an denen man erst und plötzlich Gefallen findet, als es schon zu spät ist. Nicht wegen der Auflösung, so böse wollen wir nicht sein, sondern einfach nur NACH der Band-Auflösung. So böse ist nämlich das Schicksal manchmal.

Dir en Grey - Dum Spiro Spero
Mir ist das gerade kürzlich passiert – ich fuhr auf dem Rad durch Berlin und hörte Musik. Shuffle. Plötzlich dringen Dir en Grey aus den Kopfhörern und es folgten diverse Schock-Momente. Nicht schön, hätte mich fast gegen einen poshen Mercedes fahren lassen, der wild hupend auswich und verdächtig nah an den recht hohen Bordstein kam. Was war passiert? Hier die Auswertung der Blackbox „Erinnerung“:
- Igitt, Dir en Grey.
- Wie zum Teufel kommen Dir en Grey auf den Player?
- Warum gefällt mir das eigentlich?
Ich versuche es jetzt nachträglich mit Schönrederei – das Album DUM SPIRO SPERO ist einfach besser, als der alte Mist. Deswegen war es vollkommen normal und richtig, bei Auftritten der Band schnell wegzugehen, bei Songs schnell wegzuskippen.
Und doch: Dieses eine letzte Album ist fett. Und die Band aufgelöst. Problem kennen wohl die meisten Musik-Fans.
Die Moral der kleinen Geschichte ist aber: dank Post-Geschehniss-Rationalisierung ist es gut, dass Dir en Grey aufgelöst sind. Jetzt kann ich gar nicht mehr in die Verlegenheit kommen, einen weiteren ihrer Auftritte furchtbar zu finden und kann mich damit begnügen, einfach dieses eine Album zu mögen. Glück gehabt.
[Update in eigener Verwunderung:] Warum auch immer ich dachte, Dir en Grey hätten sich aufgelöst. Irgendwie war ich mir sicher, aber da war wohl der Wunsch Vater des Gedanken. Bei so vielen grauenvollen Auftritten darf sich das schonmal wünschen. Wobei das Album…
Album · Dir en Grey · Dum Spiro Spero · Entdeckung · J-Rock · Tod70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Der Tag davor…
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 23.01.2012 | 3 Kommentare
Ahoi zusammen!
Am Montag (23. Jan.) sticht die 70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt erneut in See, zum zweiten Mal, und der METAL HAMMER ist dabei. Im vergangenen Jahr wunderten sich nicht wenige: 40 Bands und 2000 Headbanger auf einem Luxusdampfer wie im Traumschiff? Was soll das denn werden? Ein Heidenspaß wurde es. Sommer, Sonne, Krachmusik, dazu schicke Unterbringung und dazu die besondere Atmosphäre auf einem Schiff: Erstens bewegt sich das sogar dann schon, wenn der geneigte (haha) Besucher noch keinen eigenen Seegang vorweist, zweitens gab es aus praktischen Gründen keinen Backstage-Bereich: Piff Byford von Saxon und Hans Kürsch von Blind Guardian gingen genauso morgens zum Frühstück und abends zum Karaoke-Massaker wie die Fans auch, ohne dass irgendeiner eine große Sache daraus gemacht hätte. Das Beste: Die “Majesty Of The Seas” sah nachher sogar auch noch so aus wie vorher…
70.000 Tonnen · 70.000 tons · cruise · Karibik · Kreuzfahrt · Metal CruiseArbeiten im Bestattungsinstitut: wenn Leichen zu Produkten werden
Redaktions-Tagebuch | Autor: Aurelia Kanetzky | 22.01.2012 | 0 Kommentare
Ein Leben nach dem Tod? Ja, das gibt es; obwohl es eben die eine Frage, mit den vielen hunderten, gar tausenden Antworten ist. Es ist die Frage, die zig Religionen und Sekten entstehen ließ; die eine Frage, bei deren Antwort wir uns nie gewiss sein können. Dennoch ist es mir ein Bedürfnis, das wahre Leben nach dem Tod zu beleuchten, von dem ich weiß, dass es so stattfindet. Ganz un-philosophisch und absolut unverblümt, denn ja, ich weiß es besser. Und ja: ich habe Angst vor’m schwarzen Mann.
Gerade einmal 13 Jahre war ich alt, als ich meine Ferienarbeit im Bestattungsinstitut begann. Zwei Wochen in den Sommerferien sollte ich für 5DM die Stunde im traurigsten, düstersten Haus meiner Kleinstadt zur Hand gehen. Ich ahnte nichts Schlimmes, hatte ich doch zuvor schon einen Menschen friedlich, natürlich sterben gesehen. Was ich damals jedoch nicht gesehen hatte, war 1) dass er von uns ‘gegangen‘ war und 2) was daraufhin folgte: das Leben des Toten nach dem Tod – quasi.
In einem Bestattungsinstitut nennt man ihn zwar ‘den Toten’ oder ‘den Verstorbenen’, in einer Kleinstadt ist aber auch mal von ‘Müller, Meier, Schmidt’ die Rede und logisch spricht man auch von ‘der Leiche’. Doch was in einem Bestattungsinstitut tatsächlich schonungslos gemeint wird, ist: das Produkt. ‘Der Tote’ fällt als Begriff nur im Leichenwagen, ‘Müller, Meier, Schmidt’ im Kontakt zu den Angehörigen, ‘Leiche’ heißen wir in der Kühlbox, doch ‘das Produkt’ sind wir in allem anderen – bis zur Bestattung, denn dort nennen sie uns nur ‘Sarg’ oder ‘Urne’: das verpackte, fertige Produkt in der Endabnahme. Doch davor heißt es „Hilf ma anziehn!“, „Fass ma mit an!“ oder „Den müssen wa heute aba uch noch fertich kriegn!“ – ‘Fertig kriegen’ bedeutet hier: waschen, kühlen, anziehen, ausstaffieren und schließlich ab in den Sarg – im Falle der klassischen Beerdigung. »
Arbeit · Beerdigung · Bestattung · Job · TodWir tanzen in den Wahnsinn
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Sebastian | 19.01.2012 | 0 Kommentare
Unsere METAL HAMMER-Redaktionsräume haben aufgrund ihrer loftigen Bauweise den Rufnamen Tanzpalast erhalten. Alter Hut, wisst ihr längst. Dass das Gebäude, in dem die Redaktion liegt, dank Tanzschule, Yoga-Studio, Künstlerwerkstatt und Kuschelabenden längst den Spitznamen “Das Haus, das Verrückte macht” trägt, vielleicht auch. Trotzdem geht es immer noch eine Nummer wahnsinniger.
Da verlässt man nach getaner Metall-Arbeit am Abend ganz unschuldig die Redaktion und tritt ins Treppenhaus. Und auf was trifft man da? Wer jetzt rief “Auf einen Kerl, der sich auf dem Boden herumkugelt”, hat recht.
Nicht etwas, dass der Herr hingefallen wäre. Er schlägt im Zwischenstock Purzelbäume, während zwei seiner Kumpels Plakate für eine eher unmetallische Tanz-Veranstaltung im dritten Stock aufhängen. Nichts wie weg! Aber wie, wenn man an dem Kugelkerl vorbei muss?
Mit Bauch einziehen und ganz viel Vorsicht ging´s dann doch – bis zu dem Moment, wo der Herr am Boden mit dem Herumrollen aufhört, guckt und spricht: “Hey, willst du nicht mit uns Tanzen kommen?”
Alarm! Zumal: Ich kann doch immer so schlecht Nein sagen.
Glücklicherweise hatte ich schon ein paar Treppenstufen Vorsprung, krakelte nur noch “Danke, aber Bewegung bekommt mir nicht so” und war weg. Hätte auch blöd enden können. Wobei ich mich jetzt natürlich frage, was ich verpasst habe. Nächstes Mal kugle ich dann doch mit.
Bis dahin gibt´s nur den ‘Tanz der Teufel’.
Redaktion · Tanzen · Unsinn · WahnsinnHeute schon gewulfft?
Metal im Alltag | Autor: Wecki | 18.01.2012 | 0 Kommentare
Da regt sich ganz Deutschland über ein paar popelige verbale Ausfälle unseres Bundespräsidenten auf, dabei hätten wir ganz andere Kaliber zu bieten. So hätte sich Christian Wulffs mailbox-Ansage nämlich metallisch angehört! »
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