BLOG FOR BLOOD Folge 7: Death Feast-Nachlese: Vomitous + Kraanium
Frischfleisch - Blog for Blood | Autor: Iron Anz | 18.06.2010 | 3 Kommentare
Liebe Blog-Freunde, User und Frischfleischfetischisten,
in der August-Ausgabe (VÖ: 14.7.2010) des METAL HAMMER findet ihr wieder einen mehrseitigen Bericht über das beste Death Metal-Festival Deutschlands – das Death Feast Open Air. Neben „24/7-Kreislaufen“, guter Stimmung, feinem Underground-Merch, spielen natürlich auch fette Bands auf einer Bühne mit fast durchgehend starkem Sound. Natürlich waren am Samstagabend bei Suffocation zu guter Letzt die meisten Leute am Start, aber gerade die unbekannten Kapellen sind es doch, die die Würze in die Gore-Suppe bringen…
Speziell bei einer Underground-Veranstaltung, die vornehmlich Brutal Death beherbergt, gehört es doch dazu, dass man neue Bands entdeckt. Ich für meinen Teil habe es bei solchen Festivals immer euphorisch aufgenommen, wenn man geile Bands kennen lernt, die eben nicht auf dem Wacken Open Air oder dem Summer Breeze spielen. Natürlich hatte das diesjährige Death Feast weit mehr als nur ein Paar Bands an Neuentdeckungen zu bieten, aber diese zwei haben es uns besonders angetan…

Vomitous Logo
Dass im Genre von Gore und Grütze des Öfteren das englische Wort für „Kotze“ Verwendung findet – Vomit –, dürfte allgemein bekannt sein. Ebenfalls dem Erbrochenen huldigt das schwedisch-amerikanische Sextett Vomitous. Am Donnerstag bereits als dritte Band am Slams verteilen, überzeugt der Haufen nicht nur mit zwei extrem fähigen Sängern (Lou Martinez und Matti Lijeberg), was das gutturale Sportabzeichen anbelangt. Neben herzhafter Brutalität, drückt das Vernichtungskommando immer wieder dickste Slams dem Hörer in die Kauleiste. Auf ihrer MySpace-Seite begrüßt der Haufen seine Besucher mit einem augenzwinkerndem „We has da Slams!“ Groß. In Anbetracht der Tatsache, dass man – an Schweden denkend – nicht sofort solche Musik, sondern eher Göteborg und In Flames im Sinn hat, macht die Entdeckung dieser Band umso erfreulicher. Wenn man sich vor Augen führt, dass es Vomitous bereits seit 2001 gibt, dann muss leider konstatiert werden, dass es die Band auf gerade mal eineinhalb Veröffentlichungen gebracht hat. Durch den positiven Zuspruch (nicht zuletzt durch das Death Feast) werden Vomitous aber bestimmt vor Inspiration in Zukunft nur so strotzen. Einen Auszug aus ihrem bisherigen Schaffen findet ihr in Form von vier formschönen Melodiesträußen auf www.myspace.com/vomitous.

Wer Slams nicht mag, wird geköpft. Recht so.
Auf immerhin drei Demos und zwei Volllängenalben bringen es die Norweger Kraanium. Der Fünfer aus Oslo zählte auf dem diesjährigen Death Feast Open Air definitiv zu den Gewinnern. So ließ sich auch Dying Fetus-Chef John Gallagher nicht lumpen mit Kraanium-Cap umher zu flanieren. Ebenfalls als dritte Band, aber am Freitag zockte das Quintett einen umjubelten Gig, der bereits von Weitem erahnen ließ, dass im Zelt (aufgrund von Sturmböen musste die Hauptbühne kurzer Hand außer Betrieb genommen werden) nicht nur gehobelt, sonder auch gespähnt wird. Ein Blick auf das Line Up und die dazugehörigen Pseudonyme sind alleine den Gore schon wert:
Grindmaster Flesh (aka Martin Henning, Gesang), Hacksaw Henry (aka Mats, Gitarre, Gesang), Gore-Tex (aka Vidar “Voidar” Ermesjø, Gitarre), Ian-Sane (Bass) sowie Freedy Machine (aka Fredrik, Schlagzeug). Wie bei jeder Band ist auch bei Kraanium die eigene MySpace-Seite das Propaganda-Werkzeug Nummer Eins. Dort gibt es viermal „Baltic Slamming Brutality“ auf die Fresse. So derbe Laune die Musik auch bringt, so muss ebenso erwähnt werden, dass der Sound nicht ganz so fett ballert wie Live auf dem Death Feast. Nichtsdestotrotz gewinnt der Slam-Afficinado einen guten Einblick in die gutturalen Abgründe der Norweger.

Kraanium: „Baltic Slamming Brutality“
Zu guter Letzt sei natürlich nochmals darauf hingewiesen, dass fast alle Songs und ihre Arrangements als Blaupausen des Premium-Slam aus ‘Liege Of Inveracity’ von Suffocation gelten müssen (Man beachte das Riffing ab 2:52 Min. – Göttlich!). Darüber hinaus sind natürlich noch die nach wie vor von allen Brutal Death-Bands verehrten Devourment die Hauptreferenz. Das trifft natürlich nicht nur auf die Protagonisten der heutigen Blog For Blood-Ausgabe zu, sondern für eine Vielzahl der Brutal Death-Bands zu.
Und wie immer gilt: Gelobt sei, was hart ist.
In diesem Sinne,
es gibt noch viel zu entdecken.
Deswegen: Blog For Blood!
Euer IronAnz
- 18.06.2010
von Iron Anz
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Kommentare 3
...feiner Slam hier... ;) Wobei ich wirklich erschrocken war, dass Kraanium live so unglaublich viel fetter als auf Konserve getönt haben. Nichtsdestotrotz wieder ne joote Entdeckung.
Slam Tom Hammer am 19. Juni 2010 15:25
"slams"? was is los? kommt gleich nach dem "breakdown", ja? braucht die szene alle zwei jahre neue buzzwords, ja?
thunderhorst am 19. Juni 2010 23:05
Correction: Vomitous had 2 new singers, Andy Tseung and Anders Johansson Kraanium is not Baltic, but Northern slamming brutality
a no:1 am 4. Juli 2010 21:42