Die Einträge der Rubrik: 'Metal im Alltag'
Mit RISK spielten Megadeth Risiko
Metal im Alltag | Autor: Sleazis | 31.08.2011 | 2 Kommentare
Nachdem Metallicas METALLICA zu seinem 20-Jährigen Jubiläum in diesem Monat ja ausführlich und gebührend in der aktuellen METAL HAMMER-Ausgabe mit starkem Sonderheft und exklusiver Tribute-CD gewürdigt wird, ist es hier an der Zeit, eine andere Veröffentlichung erneut unter die Lupe zu nehmen. Auf den Tag genau vor 12 Jahren kam nämlich Megadeths RISK heraus. Von Fans und Kritik damals verrissen, war Mega-Daves experimentellste und alternativste Platte sicherlich der härteste Bruch mit der thrashigen Härte und damit vielleicht noch spaltender, als alles was Metallica an Mainstream-Liebäugelei bis dato betrieben hatten. Doch ist RISK damit automatisch eine schlechte Platte? Keinesfalls. Zeit für eine (R)evaluierung.

MEGADETH
Risk
12 Songs / 52:35 Min. / 31.08.1999 – Capitol / EMI
Mit einem Albumtitel, der eigentlich schon alles sagt, riskierte Dave Mustaine 1999 zielgruppentechnisch und musikalisch ziemlich viel. Bereits der spannende Opener ‘Insomnia’ mit seinen indisch angehauchten Exotenbonus ist für den Speed/Thrasher ein schwer zu schluckender Brocken. ‘Prince Of Darkness’ ist dann vielleicht noch am Ehesten Backkatalog-Kompatibel, auch wenn die moderne Produktion und das Fehlen von Riff-Fetzern und Soli-Spulen den ein oder anderen irritieren mögen. Überhaupt die Produktion. Dann Huff, seines Zeichens einst Sänger und Gitarrist der Melodic Hard Rock-Gigangten Giant und nunmehr Country/Pop-Ansprechpartner hält mit seinen AOR-Fertigkeiten nicht hinterm Zaun. Hinzu kommt nun noch die songschreiberische Beteiligung von Manager Bud Prager, der auf gleich fünf Stücken als Co-Autor fungierte. ‘Crush ’Em’ ist ein schön melodischer Midtempo-Stampfer mit Stadion-Ambitionen, doch es kommt in dieser Richtung noch besser. ‘Breadline’ ist eine großartige Halbballade mit herrlicher Hookline, Country-Touch und großartiger Gesangsmelodie.
Hier und an anderer Stelle zeigt Mustaine, dass er stimmlich über mehr Ausdrucksvermögen als sonst vorgeführt verfügt, welches auch ruhig mal im Songfokus stehen darf (und gelegentlich Alice Cooper-Charakteristik besitzt, man höre ‘The Doctor’s Calling’). Fein auch das schleichende ‘I’ll Be There’ (ein ‘for you’ möchte man fast mitsingend hinzufügen) mitsamt seinem Megadeth untypischen und in Richtung Bon Jovi und Simple Minds winkendem „ohohoho“-Chor-Teil. Dass ‘Wanderlust’ darauffolgend ein ähnliches Gitarrenmotiv wie besagte Bon Jovi-Nummer beinhaltet, ist fast schon ironische Brechung.
Wie dem auch sei, der flockige Groove von ‘Ecstasy’ begeistert ebenso wie der spartanische (beinahe Boogie)-Rocker ‘Seven’. Mit ‘Time: The Beginning’ und ‘Time: The End’ im finalen Doppel gibt es dann zu guter Letzt noch mal Alternative Megadeth mit mehr Biss, wenn auch nicht zwingend im schnelleren Tempo. Fazit: RISK ist sicherlich nicht der ultimative Klassiker im Megadeth-Kanon, aber definitiv auch nicht so schlecht wie sein (damaliger) Ruf. Riskiert doch ruhig mal ein erneutes und offenes Ohr.
In diesem Sinne
Cheers

Die Urmütter, Teil 2: Auf die Knie!
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Diana | 08.08.2011 | 2 Kommentare
Und weiter geht es mit der ehrwürdigen Riege der Frauen, die bereits im letzten Jahrtausend ihre Duftmarke im harten Musiksektor hinterlassen haben. Wie wir alle wissen und wohl aus Eigenbetrachtung kennen, ist der Metaller ja nicht der aufgeschlossenste Geselle, wenn es um Neuerungen geht: Wenn Lieblingsbier, -band und -frisur einmal gewählt sind, dann bleibt das auch erstmal so. Dementsprechend muss da natürlich schon ein Anreiz her, damit man sich so einen neuen Mist wie Frauen hinter dem Mikro verkaufen lässt.
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Welt am Sonntag
Metal im Alltag | Autor: Schnabel | 31.07.2011 | 1 Kommentar
… aus Katergründen diesmal nur eine kleine feine Darstellung der allgemeinen Langweiligkeit: »
Kater · Kinder · Kirche · Krähe · Musik · Rinnstein · Sonntag · Stadt · StraßeSteht die Onkelz-Reunion doch ins Haus?
Metal im Alltag | Autor: Iron Anz | 27.07.2011 | 14 Kommentare
Das Vakuum scheint doch größer, als wir es uns vorstellen können. Nachdem die Böhsen Onkelz im Jahr 2005 die Segel strichen, spülte das zunächst die unzähligen Onkelz-Coverbands an die moderige Oberfläche. Doch den Nichten und Neffen dürstet nach mehr. Und so verwundert es nicht, dass Bands großen Erfolg haben, die musikalisch wie lyrisch sich dem Vibe der Onkelz bedienen. Frei.Wild, die Broilers oder die Haudegen feiern riesige Charterfolge. Und selbst Axt-Onkel Gonzo bringt nach seinen eher weniger erfolgreichen Ausflügen in die Weltmusik ein deutschsprachiges Album im Stil seiner alten Band heraus. Letztendlich bedeutet das doch nur eines:
Auf immer und ewig · Böhse Onkelz · Böhse Onkelz-Reunion · Broilers · die Stimme aus der Gosse · Frei.Wild · Freiwild · Gonzo · Iron Anz · Matt Roehr · Maximum Blogging · METAL HAMMER · Onkel Tom · Satire · Tom AngelripperDie Urmütter, Teil 1
Downloads und Streams, Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Diana | 26.07.2011 | 3 Kommentare
Ganz ehrlich: Die gefühlt momentan auf jeder Universitätstoilette geführte Diskussion über „Metal und Gender“ geht mir langsam auf die nicht vorhandenen Eier. Dabei will ich den aktuellen Metal-Vorzeigefrauen beileibe nicht ihre Fähigkeiten absprechen, nee, das ist gar nicht das Thema. Vielmehr nervt es mich, dass man zuweilen meinen könnte, dass erst in diesem Jahrtausend ein paar Frauen darauf gekommen sind, dass man harte Musik nicht nur hören, sondern auch machen kann. Nach landläufiger Meinung irrte anno 19xx offenbar maximal Doro vereinsamt und verwirrt durch stählerne „Mad Max“-Landschaften und knödelte lautstark ein „All We Are“ in alle Himmelsrichtungen, in der steten Hoffnung, eine andere weibliche Person werde diesen Lockruf beantworten.
Achtziger · Cycle Sluts · Frauen · L7 · Meanstreak · metalMetal im Alltag | Autor: Sleazis | 24.07.2011 | 0 Kommentare
Bevor die Gelegenheit verstreicht und im Taumel der Zeitverschiebungen historisch nicht mehr so ganz akkurat erscheint, hier schnell noch ein Beitrag in der Reihe unnützes Metal-Geschichtswissen:
Wusstet ihr, dass auf den Tag genau vor 34 Jahren Judas Priest im Tour-Rahmen von SIN AFTER SIN erstmalig die Füße über den großen Teich geschwungen hatten?
Okay, das gehört ja auch zur Allgemeinbildung. Interessanter jedoch die Tatsache, mit wem Priest als Vorgruppe auf ihrer ersten US-Tour die Bühne teilten:
Nämlich mit niemand geringerem als dem Mutterschiff des harten Rock schlechthin, Led Zeppelin. Nicht schlecht, was? Toll, dass es von dem Gig in Oakland sogar ein Zeitdokument gibt. Natürlich wie heute auch, nur vom Headliner, wen interessieren schon Vorbands, nicht wahr? Trotzdem beachtlich, wenn man bedenkt, dass es durchaus schwerer war, Papas 8mm Kamera aus der Hosentasche zu zerren, anstatt wie heute mit dem Handy draufzuhalten. Rein qualitativ hat die Technik dann aber in den letzten drei Dekaden scheinbar keinen wirklichen Sprung nach vorn gemacht:
Egal. Historisch ist es trotzdem.

Szene Mitte, Lippen und non-pc((less-)-ness)
Metal im Alltag | Autor: Schnabel | 18.07.2011 | 1 Kommentar
Womit kann man heutzutage eigentlich noch Aufsehen erregen? Im Grunde ist doch alles durch. Geschmacklose Scheiße gibt’s täglich sowohl im TV, im Radio als auch in der Fußgängerzone zuhauf zu sehen, zu hören und zu erleben. Provokantes von links und rechts, Perversitäten von »
Berlin · Drogen · Heroin · Kids · Sex · UntergrundNo more news…
Metal im Alltag | Autor: Sleazis | 10.07.2011 | 0 Kommentare
Einfach und aus aktueller Medienlage hier heute mal weniger Buchstabenlastig, denn ein Song sagt mehr als tausend Worte.
Und außerdem ist es immer wieder schön zu hören, dass die Wildhearts schon immer recht hatten:
Wer gerne nach-, mitlesen oder -singen möchte, kann das hier gleich auch noch tun:

Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen – außer vielleicht einem
Cheers!
Die schönste Stimme Norwegens: I was made loving you!
Metal im Alltag | Autor: Sebastian | 07.07.2011 | 0 Kommentare
Norwegen ist seit jeher Black Metal-Hochburg. Nicht umsonst müssen deren Diplomaten sich seit neuestem mit diesem Thema auskennen. Aber es geht auch anders!
Eine noch schönere Stimme als Abbath und Shagrath zusammen hat nämlich Maria Mena. Die kennt ihr vielleicht mehr oder weniger freiwillig durch ihren Hit ‘Just Hold Me’ von vor ein paar Jahren.
Rock-affin ist die Dame aber auch. Und versucht sich am Kiss-Klassiker ‘I Was Made For Loving You’. Zuckersüß! <3 Haters gonna hate.
–
Maximum Blogger des Tages: Sebastian [at] metal-hammer.de
David goes brutal
Metal im Alltag, Unterwegs an der Front | Autor: David | 28.06.2011 | 2 Kommentare
Hiermit ist die Hälfte des Festival-Sommers für mich vorbei. Die letzte Woche lag ganz im Zeichen des Death Feasts – das heißt harte Musik… sehr harte Musik (siehe Video am Ende des Blogs). Zwischen Slams, Gores und Grinds habe ich mich bis vor wenigen Wochen noch vollkommen unwohl gefühlt. »
Brutal Death · Death Feast · Praktikant · SchnabelProst statt Amen
Metal im Alltag | Autor: Sebastian | 24.06.2011 | 0 Kommentare
Dass es die richtige Entscheidung war, aus der Kirche auszutreten, war mir spätestens ob der Namen der beteiligten Personen klar: Im Kirchensteueramt noch von Herrn Mönch begrüßt, wenig später schon im Amtsgericht von Frau Leber aus der Kirche verabschiedet. Und schon bleiben 15 Euro im Monat mehr für Bier und andere Hobbys.
Wünsche ein schönes Wochenende!
–
Maximum Blogger des Tages: Sebastian [at] metal-hammer.de
Metal = Stillstand?
Metal im Alltag | Autor: Iron Anz | 21.06.2011 | 7 Kommentare
Unsere Lieblingsmusik beschäftigt uns. Jeden Tag. Manche beruflich, manche als Hobby. Bei manchen gehen Beruf, Hobby und Leidenschaft Hand in Hand. Und manchmal bleibt vor lauter Veröffentlichungsflut und anderen Obligationen kaum Zeit, um inne zu halten und sich fragen, ob alles noch mit rechten Dingen zugeht. Dabei gibt es doch jede Menge Fragen…
Innovation · IronAnz · Metal = konservativ · METAL HAMMER · Quo Vadis Metal? · Sackgasse · Status Quo · Stillstand · triviumDeutsch gut, Mathe schlecht?
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Diana | 17.06.2011 | 0 Kommentare
Wir kennen ja alle das alte Klischee aus der Schulzeit: Wer in Deutsch und den Fremdsprachen auftrumpft, sitzt bei den Naturwissenschaften spätestens dann katatonisch wippend in der Ecke, wenn es darum geht, einen lumpigen Punkt zu kriegen, damit man nicht wegen Chemie durchs Abi rasselt (natürlich ein beliebig gewähltes Beispiel, das mit der Verfasserin dieser Zeilen nichts zu tun hat, hüstel…).
Warum mir das gerade jetzt wieder einfällt? Nun, dieser Tage steht schließlich die neue Rezistrecke an und wird mir hier im Lektorat wieder einige kurze Nächte bescheren. Und so ungern ich auch (meistens jedenfalls) auf dummen Klischees rumreite, das mit dem „Deutsch gut, Mathe schlecht“ stimmt wohl, wenn ich so die Rechenkünste der werten Kollegenschaft in die Beweisführung einbeziehe.
Kerzen für den King
Metal im Alltag | Autor: Sleazis | 14.06.2011 | 0 Kommentare
In unserer Reihe glücklicher Jubilare möchten wir heute dem Geburtstag eines ganz Großen gedenken. Denn nicht nur der Rock’n’Roll, sondern auch der Metal hat seinen einzigen, eigenen King. Die Rede ist natürlich von Kim Bendix Petersen, besser bekannt als King Diamond. Und der King aus Kopenhagen feiert heute seinen 55. Geburtstag.
Mit seiner Band Mercyful Fate war er seit Anfang der frühen Achtziger Inspirationsquelle für unzählige Bands und Metal-Genres von Thrash bis Black Metal.
Seine spätere Solokarriere brachte uns dann solch herausragende Konzeptwerke wie ABIGAIL (1987), “THEM” (1988), CONSPIRACY (1989), auf denen Diamond nicht nur seine erschreckend multiple Vokal-Variabilität unter Beweis stellt(e), sondern sich auch als genialer Geistergeschichten-Erzähler bewies und einem jungen Mikkey Dee Gelegenheit gab, sein Trommel-Talent in die Welt zu tragen.
In den Neunzigern gab es dann rechtliche Streitigkeiten mit Kiss Gene Simmons bezüglich der Make-up-Gestaltung des Kings, die eine außergerichtliche Einigung erfuhren und dazu führten, dass der Mann mit den feistesten Koteletten des Metal seinen Schminkstil dezent überarbeitete. Dass Demon Simmons ursprünglich einst selbst bei Wizzards Roy Wood visagistische Orientierungs-Inspiration fand, blieb dabei indes unausgesprochen.

Nachdem uns im letzten Jahr die Schreckensmeldung erreichte, dass der King einen dreifachen Bypass verpasst bekommt, wollen wir an dieser Stelle hoffen, dass die Nachwehen jener Operation mittlerweile längst verflogen sind und Herr Diamond heute wieder kräftig Kerzen auspusten beziehungsweise singen kann.
Wer jetzt gerne in den Chor der Gratulanten einstimmen möchte, sollte das ruhig vor dem Rechner tun, dabei aber bedenken, dass unter der Grundtonart-Lage des dreifach gestrichenen hohen C hier gar nichts geht. Denn wer so schön wie der King klingen will, der unten einem gewissen James ein Ehrenständchen darbietet, muss sich schon ranhalten:
Wir wünschen alles (königlich) Gute.

Weckis Blogbuster: Vampirmüsli zum Frühstück
Metal im Alltag | Autor: Wecki | 10.06.2011 | 2 Kommentare
Die Aufnahmefähigkeit von Metal hat ganz verschiedene Faktoren: Umfeld, Stimmung – und auch die Uhrzeit. Überrascht habe ich kürzlich meinen Black Biorhythmus entdeckt. »
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