Die Einträge der Rubrik: 'Redaktions-Tagebuch'
Kaffee kochen beim METAL HAMMER – Teil 3
Redaktions-Tagebuch | Autor: David | 02.06.2011 | 1 Kommentar
Glück auf!
Das Rock’n'Ink ist ja nun schon Geschichte und ich lernte das Punk noch lange nicht tot ist… er lebt nur versteckt unter bunter Haut und wird von gezupften Kontrabässen begleitet. Eine verfremdliche Umgebung für Menschen, die eher auf Musik stehen, wo GRÄCHZEN und SCHREIEN noch groß geschrieben wird. Übrigens, bei METAL HAMMER in Gefahr zeigen wir “hautnah”, warum solche Festivals unter und durch die Haut gehen. Aber nächste Woche geht es weiter: Das Vainstream steht an!
Doch zurück zu unserer Redaktion. Heute mit dabei: Basti Fantasti und Schnabel (…und Jakob…). Was die bei uns eigentlich wollen, seht ihr hier: »
Kaffee kochen beim METAL HAMMER – Teil 2: Wer zum Teufel…?
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: David | 23.05.2011 | 1 Kommentar
Hallo und Glück auf!
Der Prakti war nun auf dem ersten „Festival“, dass der METAL HAMMER präsentierte. Das Rock’n’Ink ist aber wie ich feststellen musste, wahrlich nicht wirklich für Metaller geeignet. Warum? Dazu später mal mehr.
Um den heutigen Blog etwas interessanter zu gestalten, gibt es heute das erste Video über die Leute unserer Redaktion mit dem Titel: „Wer bin ich und was mache ich hier eigentlich?“
Crank It Up · Jakob · Praktikant · RedaktionKaffee kochen beim METAL HAMMER – Teil 1
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: David | 07.05.2011 | 3 Kommentare
Hallo und Glück auf!
Ich bin der David und seit März Praktikant in der metallischen Informationsbeschaffungs- und Ausgabezentrale in Berlin.
Für diejenigen unter euch, die hier auch mal ein halbes Jahr arbeiten möchten (ja, hier arbeitet man tatsächlich, gesoffen wird weniger als gedacht), die sollten nun die Lauscher aufsperren… bzw. Brille putzen… oder so ähnlich… denn ich erzähle euch »
Diskussionen mit Broten
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Sebastian | 03.05.2011 | 2 Kommentare
Brot ist ein Grundnahrungsmittel. Und wer wird schon gern gegessen? Dass das Leben als Brot scheiße ist, weiß kaum einer besser als der gute Bernd.
Also, nehmt es euch zu Herzen: Macht euch nicht zum Brot! Schon gar nicht bei Musik-Diskussionen. Wichtigster Grundsatz hierzu: Meinungen sind wie Arschlöcher. Haarig, stinkend und weit verbreitet.
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Mac Gyver lässt grüßen!
Redaktions-Tagebuch, Unterwegs an der Front | Autor: G-Force | 26.04.2011 | 0 Kommentare
Nach einem von Sinneseindrücken überladenem und turbulentem Wochenende zwischen Frites Special, hausgemachtem Obstsalat und riesen Schoko-Eiern auf dem belgischen Groezrock garniert mit etwas Comeback Kid, Snapcase, Civ, Descendents und praller Sonne, bayerisch biergärtlicher Entspannung im lauschigen Abendrot mit Obatzd’n und einer dunklen Radlermaß, sowie der Zerstörung von Barad-dûr in Begleitung eines 250-Mann Orchesters, fallen diese Zeilen heute etwas knäpplich aus, da die eigenen Synapsen noch nicht wieder so ganz eindeutig funktionieren.
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METAL HAMMER guckt (5): Doctor Who
Redaktions-Tagebuch | Autor: Sebastian | 20.04.2011 | 3 Kommentare
Ich bin ein traumatisiertes Kind. Mit weniger als sechs Jahren hing ich vor der Glotze. Dort, soweit erinnere ich mich, wurde die Erde von Killerrobotern angegriffen. Seltsame Blecheimer, die Laser schossen, und – was mich 20 Jahre lang verfolgen sollte – in denen ein glibbriges, gehirnartiges Lebewesen saß, dass sich in diesem Panzer versteckt hielt. Cool, aber auch irgendwie verstörend für ein Kind in dem Alter. Warum ich das damals gucken durfte weiß ich so wenig wie den Namen der Sendung.
Unbeschreiblich, wie groß meine Freude war, als ich exakt diese an Salzstreuer erinnernden Laser-Panzer-Roboter mit ihrer durch Mark und Bein gehenden Blechstimme vor wenigen Jahren wiederentdeckte. Die alles vernichtenden Daleks aus ‘Doctor Who’ rutschten sofort in meine Top 5 der coolsten Killerroboter aller Zeiten! Aber wie kam diese uralte TV-Serie wieder zurück ins Fernsehen?
Die Antwort ist so einfach wie umständlich zu erklären: Die britische Science Fiction-Serie ‘Doctor Who’ wurde 2005 neu aufgelegt (und fand für kurze Zeit den Weg ins ProSieben-Nachmittagsprogramm). Als Neuauflage einerseits, andererseits als direkte Fortsetzung der Serie, die von 1963 bis 1989 im britischen TV (und kurze Zeit in Deutschland auf RTL plus [sic!]) lief. Man kann also behaupten, dass es die Serie seit beinahe 50 Jahren gibt!
Trotzdem hat sie von Anfang an den selben Protagonisten: Den Doktor, einen Zeitreisenden, der der Spezies der „Time Lords“ angehört. Diese haben die Fähigkeit, sich zu regenieren wenn sie tödlich verletzt werden – so ist der Doktor zwar auch heute noch der aus der aller ersten Folge ‘An Unearthly Child’, nach einer Reihe von Regenerationen dann aber doch schon der Elfte, mit neuem Gesicht und neuem Charakter.
Klingt verrückt und ist es auch. Dass eine abgedrehte Serie wie ‘Doctor Who’ in Großbritannien Einschaltquoten bis zu 50% einfährt, bleibt für den deutschen ‘Barbara Salesch’-Gucker wohl auf Ewig ein Rätsel. Wer sich allerdings mit der Serie beschäftigt, wird sich ihrem Zauber nicht entziehen können.
Die ganze ‘Doctor Who’-Welt ist eine Mischung den nerdigsten Trekkie-Visionen mit der Ironie von ‘Zurück in die Zukunft’ und der Epik eines ‘Herr der Ringe’. Allein die Zeitmaschine des Doktors kann es locker mit dem De Lorean aufnehmen: Die TARDIS („Time And Relative Dimensions In Space“) ist ein kleine blaue Notruf-Telefonzelle, wie sie in England zum Straßenbild gehört. Und: Sie ist innen größer als außen. Nämlich ungefähr so groß wie das Haus von Lars Ulrich. Auch die abgefahrenen (nicht immer bösen!) Aliens, die mal aus einer Kinderphantasie unter Zuckerschock entstammt scheinen, manchmal so unheimlich sind, dass sie auch bei gestandenen Serienjunkies für Gänsehaut sorgen, machen einen großen Teil des Spaßes aus.
Über den Doktor, die nach fünfzig Jahren mehr als epochale Hintergrundgeschichte, seinen Einfluss auf die (nicht nur britische) Popkultur, die vielen großartigen beteiligten Schauspieler (nicht nur in der Rolle der elf Doktoren und seiner zumeist weiblichen Begleiter – in den Nebenrollen waren schon Kylie Minouge und James Bond-Darsteller Timothy Dalton zu sehen) und die Spin-Off-Serien wie ‘Torchwood’ könnte man Bücher verfassen. Das würde hier aber den Rahmen sprengen, weshalb nur darauf verwiesen werden soll, dass die sechste Staffel (der neuen Serie) zu Ostern in Großbritannien startet.
Ich freu mich wie ein kleines Kind! Wenn auch traumatisiert.
PS: Trauriger weise ist heute Elisabeth Sladen verstorben, die als Sarah Jane Smith zu den bekanntesten und beliebtesten Begleiterinnen des Doktors wurde. Tragisch, bei einer so langlebigen Serie wie ‘Doctor Who’ aber so unvermeidlich wie die Todesfälle in der Metal-Szene.
Aliens · BBC · Daleks · Doctor Who · Kult · METAL HAMMER guckt · Serie · Tardis · TVSchwarzmagisches Osterkarnickel
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Flo | 16.04.2011 | 2 Kommentare
Pünktlich zur Karwoche hoppelt das schwarzmagische Osterkarnickel mit feinen Netzfundstücken der sonderlich dunkelseitigen Art herbei. Angefangen mit dem wahrscheinlich wahnsinnigsten Trompetenauftritt der Welt. Eine Hommage, fast schon ein Kniefall vor George Lukas, dargeboten von einer hochtalentierten und sehr vielseitigen jungen Dame in aufregendem Kostüm. Der Auftritt vereint virtuoses Trompetenspiel gepaart mit schauspielerischer Glanzleistung, was in der Gesamtkomposition Wellen der Euphorie aus den Zuschauern herauszuzelt. Aber seht selbst: »
ManowarBasti regt sich auch mal auf
Redaktions-Tagebuch | Autor: Sebastian | 07.04.2011 | 5 Kommentare
Heute begebe ich mich mal auf Leimsens Pfade. Irgendwann muss ja auch mal Schluss sein mit Kaspereien – jetzt wird sich aufgeregt! Über Besserwisser, Zahlen-Legastheniker, alles toll findende Fans und Im-Internet-Anonym-Herumpöbler.
Eigentlich bin ich das alles selbst. Deshalb rege ich mich um so mehr über derlei Menschen auf. Aktuell anhand zweier Alben-Kritiken aus meinen verkrüppelten Tippfingern, die seit geraumer Zeit auch online stehen.
Da wäre zum einen das Turisas-Album STAND UP AND FIGHT, zum anderen METAMORPHOSIS von Mercenary. Beide sind weit davon entfernt, totale Scheiße zu sein. Beide konnten aber auch nicht alle Erwartungen erfüllen und überzeugen trotz guter Ansätze nicht völlig. Für Fans des Genres oder der Band sind sie trotzdem hörenswert und werden ihre Zielgruppe finden. Vier von sieben Punkten sind dafür vollkommen gerechtfertigt. »
Kommentar · Kritik · Mercenary · Punkte · Review · Rezenszion · Turisas · Volo-TagebuchMetal, Toast und brennendes Fleisch
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: Sebastian | 25.03.2011 | 4 Kommentare
Wir haben einen neuen Toaster!
So weit, so langweilig. Dass es ein Wacken-Toaster ist, der das Schädel-Logo auf das Brot brennt, macht es schon wieder ein bisschen cool.
Richtig super wird das Teil aber erst durch die Bedienungsanleitung. Ja, das gibt’s auch für Toaster. Und ja, ich hab sie gelesen. Wer weiß, welche versteckten Funktionen das Teil so hat? Wie sich herausstellte: Keine. Die Anleitung kann da schon mehr.
Sie bescheinigt nämlich: Wir haben hier nicht irgend einen Toaster, sondern einen echten Metal-Toaster. Denn wie heißt es so schön:
„Führen Sie keine (…) Gegenstände aus Metal in den Toaster ein.“ Okay. Nur: Wohin denn dann damit? Wir konnten uns gerade noch so beherrschen.
Auch ein anderer Punkt gab uns Rätsel auf: „Halten Sie den Toaster außerhalb der Reichweite von Kindern.“ Haben wir gemacht. Der Ausflug zum Kindergarten um’s Eck war zwar spaßig, weil die Kinder so drollig auf und ab gesprungen sind während wir den Toaster über ihre Köpfe gehalten haben. Irgendwann taten uns aber doch die Arme weh. Und einen tieferen Sinn konnten wir auch nicht erkennen.
Dagegen haben wir keinen Grund gefunden, die Idee unseres Grafikers nicht in die Tat umzusetzen und uns ein schickes Branding mit dem Wacken-Logo zu verpassen. Freiwillige vor! Ich kann leider gerade nicht – ich philosophiere noch über die Bedeutung eines anderen Satzes aus der Anleitung. Ist es nur ein Warnhinweis oder schon sozialkritik, wenn es heißt “Brot kann brennen.“ Und: Stimmt das eigentlich?
Branding · Kinder · Küche · metal · Redaktion · Toast · Unsinn · Volo-Tagebuch · WackenTödliche Szene-Krankheit: Konzerte ohne Hingabe und Leidenschaft
Redaktions-Tagebuch, Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 17.03.2011 | 6 Kommentare
Zweifelsfrei: Kyuss sind die vielleicht tollste Band der Welt. Gewesen? Der Berlin-Auftritt am 16.03.2011 jedenfalls leidet an einer Krankheit, die seit Jahren ihr Unwesen in unserer Szene treibt: Keimfreiheit. Antiseptik. Überbordende Sauberkeit.
Was der Fan sich wünscht ist klar: Kyuss stöpseln ein, die ‘Green Machine‘ dröhnt den staubtrockenen Wüstenhighway runter, Tumbleweed weht über die Straße, während Geier über die kakteengespickte Landschaft kreisen, auf der Suche nach noch nicht gänzlich abgenagten Knochen.
Berlin, 16.03.2011. Kyuss Lives! stöpseln ein, im wärmsten Dröhnsound grooven sie vor ausverkaufter Halle los, der Mob dreht durch, springt, wirft alles unnötige von sich – vor allem Becher. Jeder Becher auf der Bühne wird sofort entfernt, jeder Tropfen Bier sofort aufgewischt. Kann man verstehen, ist ja rutschig.
Leider ist auch das Licht so sauber, wie die Bühne. »
Desert Blues · Dreck · John Garcia · Kyuss · Kyuss Lives! · Meinung · Nick Oliverie · rock · Sound · WüsteMETAL HAMMER guckt (3): Die MAXIMUM METAL SHOW im April 2011
Redaktions-Tagebuch, Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 12.03.2011 | 3 Kommentare
Nur noch ein paar Tage bis zur neuen METAL HAMMER-Ausgabe! Am Mittwoch erscheint unsere nagelneue April-Nummer!! Sie wird fett!!! Und kommt mit DVD!!!! Allerdings läuft die MAXIMUM METAL SHOW diesmal etwas anders ab, als ihr gewohnt seid.
Unser Show-Mann Stumpen von der ehemaligen und wieder vereinten etwas anderen Boygroup Knorkator hat sich »
amon amarth · Ausrufezeichen · Berlin · Die Apokalyptischen Reiter · DVD · Iron Anz · Jakob · Knorkator · Legion Of The Damned · Maximum Metal Show · METAL HAMMER · METAL HAMMER guckt · Moderation · Stumpen · Within TemptationEs zischt, es ploppt, es schäumt, es schmeckt!
Metal im Alltag, Redaktions-Tagebuch | Autor: G-Force | 04.03.2011 | 1 Kommentar
Es ist Freitag Abend und nach intensiven und langstündigen Extraschichten ist es nicht mehr aufzuhalten: das kommende Heft liegt in der Druckerpresse und wir sind alle jetzt schon stolz wie Oskar auf unsere neue Titelgeschichte. Aber darum soll es gerade gar nicht gehen. Nein, es geht um etwas noch viel besseres. Es geht um nichts Geringeres als die wahre Offenbarung.
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METAL HAMMER guckt (1): Fringe
Redaktions-Tagebuch | Autor: Sebastian | 27.02.2011 | 1 Kommentar
Wenn mal kein Krach in der Anlage läuft, der METAL HAMMER durchgeblättert ist und die Facebook-Freunde allesamt nerven, bleibt oft nur eins, um sich den Abend zu Hause zu vertreiben: Glotze an! Damit ihr vor Schund verschont bleibt, sollen hier unter dem Motto „METAL HAMMER guckt…“ nach und nach spannende TV-, DVD-, VHS-, Videodisc- und Radpishare-Tipps gesammelt werden.
Los geht es mit der US-Mystery-Serie ‘Fringe’.

Fringe
Wer bei „Mystery“ direkt an ‘Akte X’ denkt hat a) gute TV-Erziehung genossen und b) nicht ganz unrecht. Mittlerweile läuft ‘Fringe’ in der dritten Staffel (übrigens sowohl in den USA als auch hierzulande auf ProSieben), wurde zu Sendestart aber noch oft mit Chris Carters Verschwörungs-Saga verglichen. Das trifft insofern zu, als dass auch in ‘Fringe’ ein Team im Auftrag des FBI mysteriöse Vorkommnisse untersucht. Und endet sympathischer weise hier auch schon.

Olivia Dunham aus Fringe
Was Albert Einstein mit METAL HAMMER-Schreibtischen zu schaffen hat
Redaktions-Tagebuch | Autor: Flo | 23.02.2011 | 0 Kommentare
Einigermaßen schockiert war ich heute, als mir ein Zitat vom guten Herrn Einstein unter meine müden Augen gekrochen ist: “Wenn ein unordentlicher Schreibtisch auf einen unordentlichen Geist hinweist, worauf deutet dann ein leerer Schreibtisch hin?”
Oha. Das saß. Jetzt hat so ein neues Büro die unangenehme Eigenschaft, erstmal sehr aufgeräumt, weil leer, auszusehen. Mit ein bisschen Mühe und gutem Willen habe ich innerhalb von ca. 10 Minuten aber gerade noch mal die Kurve gekriegt. Ein paar ausgeleerte Bleistiftspitzer, Kaffeetassen, Unmengen an Papier und Tabakkrümel tun es da schon. Und dann hat mich der schlaue Herr Einstein gleich noch auf eine Idee gebracht. Zitat: “Wozu Socken? Sie schaffen nur Löcher!” Na dann, auf gehts! Wenn es nur nicht so kalt wäre!
Albert Einstein · Neues Büro · Schreibtisch · UnordnungLuxusprobleme, Teil 1
Redaktions-Tagebuch | Autor: Diana | 20.02.2011 | 0 Kommentare
Selbständig zu arbeiten hat ja so einige Vorteile: Als passionierter Nachtmensch ist man nicht gezwungen, sich zu unchristlichen Zeiten in ein Büro zu schleppen und Motivation zu heucheln, während man am liebsten allen mit den Fingernägeln ins Gesicht springen würde, die mit einer anderen Frage als “Soll ich dir ‘nen Kaffee mitbringen?” an einen herantreten. Stattdessen kann man äußerst entspannt in den späten Vormittagsstunden den Gang von Kaffeemaschine zu Computer bewältigen. Und wenn das Konzert der letzten Nacht und der durch den darauf folgenden Tinnitus gestörte Schlaf die Haarpracht in Wischmop-ähnliche Verhältnisse versetzt haben, muss man sich allein daheim im Arbeitszimmer auch keine doofen Sprüche anhören. Außer man hat einen zu beißendem Zynismus neigenden Freund, aber das ist wieder ein anderes Thema…
Natürlich finde ich es oft schade, aufgrund von einigen hundert Kilometern Entfernung keine Redaktionssitzungen mitzuerleben, Herrn Leims Belehrungen über die Relevanz von Blues für die Rockmusik zu verpassen (aber zum Glück gibt es ja E-Mail…) oder es mir nur erzählen lassen zu können, dass Basti genau daneben stand, als die Kaffeemaschine endgültig implodiert ist. Andererseits finden die männlichen Kollegen es vermutlich zuweilen ganz befreiend, dass keine Lektorin daneben sitzt und die Augenbrauen hochschnellen lässt, wenn sich jemand mal eben im Schritt kratzen will (unterstelle ich jetzt einfach mal…).
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