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	<title>Maximum Blogging</title>
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	<description>Der offizielle Blog des Metal Hammer</description>
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		<title>F&#252;r Geld machen wir alles</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 19:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metal im Alltag]]></category>
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		<description><![CDATA[Als ich letztens das Forum durchst&#246;berte, stie&#223; ich auf den unterhaltsamen Thread „Was nervt euch bei Konzerten?“. Da N&#246;rgeln ja in der Natur des Menschen liegt, fielen die Antworten auf diese Frage standesgem&#228;&#223; vielf&#228;ltig aus. Von Kung-Fu-K&#252;nstlern &#252;ber besoffene, langhaarige, gro&#223;e, verschwitzte, stinkende und nackte Rumrempler reicht die Liste. Am Schlimmsten ist es f&#252;r die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich letztens das Forum durchst&#246;berte, stie&#223; ich auf den unterhaltsamen Thread „<a title="Forumsbeitrag zu: Was nervt euch bei Konzerten" href="http://forum.metal-hammer.de/showthread.php?t=41901" target="_blank">Was nervt euch bei Konzerten?</a>“. Da N&#246;rgeln ja in der Natur des Menschen liegt, fielen die Antworten auf diese Frage standesgem&#228;&#223; vielf&#228;ltig aus. Von Kung-Fu-K&#252;nstlern &#252;ber besoffene, langhaarige, gro&#223;e, verschwitzte, stinkende und nackte Rumrempler reicht die Liste. Am Schlimmsten ist es f&#252;r die meisten nat&#252;rlich, wenn alle Attribute auf einen Randalierer zutreffen. Unsch&#246;n sind au&#223;erdem Smart-Phone-Filmer oder zu viele Bands an einem Abend, die auch noch wild zusammengew&#252;rfelt wurden. Sogar fiese Furze finden Erw&#228;hnung! Kurz gesagt: bei Konzerten nerven einfach die anderen Menschen.</p>
<div id="attachment_4891" class="wp-caption alignnone" style="width: 586px"><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/02/Alesana23012012Berlin©MHaack-171.jpg"><img class="size-full wp-image-4891" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/02/Alesana23012012Berlin©MHaack-171.jpg" alt="Alesana in Berlin am 23.01.12 © M. Haack" width="576" height="358" title="Für Geld machen wir alles" /></a><p class="wp-caption-text">Alesana in Berlin am 23.01.12 © M. Haack</p></div>
<p>Leider kam bei der ganzen Jammerei gar nicht zur Sprache, was mich auf Konzerten stutzig macht: <span id="more-4881"></span>Manche Bands bieten ihre N&#228;he zum Kauf an. Klingt komisch, is’ aber so. Zumindest indirekt ging ein Schreiber in der Diskussion auf dieses Thema ein und bem&#228;ngelt so den starken Verkaufswillen der Bands auf der B&#252;hne, der ihn an Dauerwerbesendungen erinnert. Bei kleinen Untergrund-Gruppen ist das sicher lebensnotwendig, bei Metalcore-/Postcore-Combos wie <a title="Offizielle Seite Alesana" href="http://www.alesanaofficial.com/" target="_blank">Alesana</a> und <a title="Offizielle Seite We Came As Romans" href="http://www.wecameasromans.com/" target="_blank">We Came As Romans</a>, auf die er sich damit bezieht, eher &#252;berfl&#252;ssig. Allzumal der Gro&#223;teil ihrer Fans minderj&#228;hrig ist und entweder eh schon im jugendlichen Wahn alles von der Band erstanden und/oder eher begrenzte finanzielle Mittel zur Verf&#252;gung hat.</p>
<p>Womit ich aber immer noch nicht zur Sache kam. Die eben erw&#228;hnten B&#252;hnenbettler lie&#223;en n&#228;mlich im Vorfeld VIP-Tickets f&#252;r ihre Konzerte verkaufen, was auf den ersten Blick noch ganz interessant klingt – grunds&#228;tzlich allerdings absolut peinlich ist. F&#252;r 30 Euro konnten die begierigen Fans so ein Meet &amp; Greet mit Alesana und We Came As Romans ergattern, wo sie mit den Bands zusammen fotografiert wurden. Zus&#228;tzlich erhielten sie ein paar Give-Aways wie signierte Tourposter und ein VIP-Pass zugesteckt. Bizarr und unangenehm zugleich, da nicht einmal die Eintrittskarte in den 30 Euro enthalten ist. Und ohne Ticket auch kein Meet &amp; Greet.</p>
<div id="attachment_4888" class="wp-caption alignnone" style="width: 284px"><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/02/vip-bundle1.jpg"><img class="size-full wp-image-4888" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/02/vip-bundle1.jpg" alt="Alesana VIP-Ticket" width="274" height="294" title="Für Geld machen wir alles" /></a><p class="wp-caption-text">Alesana VIP-Ticket</p></div>
<p>Dasselbe habe ich schon einmal bei Devildriver gesehen, konnte das Angebot aber damals leichter verdauen, indem ich einfach den Kopf sch&#252;ttelte. Als ich Dienstag allerdings bei Mastodon (<a href="http://www.mastodonrocks.com/">http://www.mastodonrocks.com/</a>) war und &#196;hnliches sah, war ich wirklich entt&#228;uscht. Da gab es signierte CD’s und LP’s zu kaufen, die jeweils 10 Euro teurer waren als die nicht unterschriebenen Exemplare.</p>
<p>Ist das alles in Ordnung und von den Liebhabern gew&#252;nscht? F&#252;r mich mutet das schon an Prostit***** an – nein, so schlimm auch wieder nicht. Aber wenn N&#228;he und Zeit der Bandmitglieder verk&#228;uflich sind, wird die Fan-Freundschaft missbraucht. Es nervt eigentlich auch gar nicht wirklich, blo&#223; leider geht Sympathie verloren, welche die Band &#252;ber die Zeit f&#252;r den einzelnen H&#246;rer interessant h&#228;lt.</p>
<p>Mit dieser Sicht will ich aber nicht aus diesem Blog entlassen. Herummeckern, m&#228;keln, quengeln, maulen und motzen kann jeder leicht. Aber warum gerade da, wo es doch eigentlich am Sch&#246;nsten ist? Wenn Konzerte von gern geh&#246;rten Gruppen stattfinden, gibt es bestimmt Wichtigeres, als sich &#252;ber jeden Mist zu &#228;rgern. Die einmalige Gelegenheit sollte genossen werden. So schlimm kann das alles gar nicht sein. Und dem &#220;bel aus dem Weg zu gehen, ist auch gar nicht so schwer.</p>
<p>Vincent Grundke</p>
<div>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</div>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/Q-HWnKvIj_Y?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Halbe Kr&#228;he f&#252;r Kurzentschlossene</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sleazis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs an der Front]]></category>
		<category><![CDATA[Alllman Brothers]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
		<category><![CDATA[Gov't Mule]]></category>
		<category><![CDATA[Rich Robinson]]></category>
		<category><![CDATA[rock]]></category>
		<category><![CDATA[The Black Crowes]]></category>
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		<description><![CDATA[Auszeiten und Pausen vernimmt niemand gerne von geliebten Bands. So war auch die wiederholte Winterschlaf-Ank&#252;ndigung der Black Crowes 2011 keine wohlgelittene Botschaft &#8211; zumal es die Classic Rocker auf ihrem letzten Europa-Abstecher mit Abschiedscharakter mal wieder nicht nach Deutschland verschlug. 
Daf&#252;r entsch&#228;digt Rich Robinson, seines Zeichens Gr&#252;ndungsmitglied und die Gitarrenbruderh&#228;lfte von S&#228;nger Chris Robinson, wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auszeiten und Pausen vernimmt niemand gerne von geliebten Bands. So war auch die wiederholte Winterschlaf-Ank&#252;ndigung der Black Crowes 2011 keine wohlgelittene Botschaft &#8211; zumal es die Classic Rocker auf ihrem letzten Europa-Abstecher mit Abschiedscharakter mal wieder nicht nach Deutschland verschlug. </p>
<p>Daf&#252;r entsch&#228;digt Rich Robinson, seines Zeichens Gr&#252;ndungsmitglied und die Gitarrenbruderh&#228;lfte von S&#228;nger Chris Robinson, wohl in wenigen Stunden heute im Berliner Postbahnhof. Dort wird der Gitarrist und hierf&#252;r auch Haupts&#228;nger sein tolles kommendes zweites Soloalbum THROUGH A CROOKED SUN live pr&#228;sentieren, auf dem unter anderen Allman Brothers- und Gov&#8217;t Mule-Saiten-Legende Warren Haynes mit mehr als nur seinem guten Namen gastiert.  </p>
<p>W&#228;hrend sich kurzentschlossene Konzertg&#228;nger aus dem Berliner Raum also besser gleich auf die Socken machen sollten, geben wir allen Daheimbleibern wenigstens virtuell noch einen mit auf den Weg:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/JyOmGweDhNs?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Denn wenn Rich heute auch nur halb so gut ist wie hier, macht heute schon eine halbe Kr&#228;he einen erdigen Blues-Winter(abend).</p>
<p><img src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2011/06/Thiessies_Blogbild.jpg" alt="der Autor des Beitrags" title="Halbe Krähe für Kurzentschlossene" /></p>
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		<title>70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Volle Fahrt voraus &#8211; zur&#252;ck nach Miami!</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 21:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leimsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs an der Front]]></category>
		<category><![CDATA[70000 tons]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzfahrt]]></category>
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		<description><![CDATA[Guten Tach, METAL HAMMER-Land!
Hier spricht wieder euer treuer Bootreporter, furchtlos unterwegs f&#252;r euch trotz Sonne, Fr&#252;hsport und ungewohnt viel frischer Luft  auf der &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; zwischen den Cayman Islands und Miami. Das Logbuch zeigt an: Mittwoch, 25. Januar 2012, fr&#252;her Abend. Nach dem Landgang sind alle hei&#223; auf Metal, was Overkill mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tach, METAL HAMMER-Land!</p>
<p>Hier spricht wieder euer treuer Bootreporter, furchtlos unterwegs f&#252;r euch trotz Sonne, Fr&#252;hsport und ungewohnt viel frischer Luft  auf der &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; zwischen den Cayman Islands und Miami. Das Logbuch zeigt an: Mittwoch, 25. Januar 2012, fr&#252;her Abend. Nach dem Landgang sind alle hei&#223; auf Metal, was Overkill mit dem ersten Poolb&#252;hnen-Slot des Tages ausnutzen. Und wie: Mir scheint, dass die Herren fr&#252;her 10% langsamer gespielt haben. Fett. Dazu passt die Stimmung: Zur&#252;ck von der Insel, lecker gegessen, kleines Pilsken am langen Arm, und langsam geht die Sonne unter (was sie hier meist schon kurz vor 18 Uhr tut). Dabei ist es sch&#246;n warm, der Wind pfeift, und ringsherum erstreckt sich die dunkelblaue See. Das hat echt was! Tankard d&#252;rften sich entsprechend ge&#228;rgert haben, denn urspr&#252;nglich waren sie f&#252;r diese Position vorgesehen, sind jetzt aber f&#252;r vier Uhr morgens (!) eingeteilt. Lassen wir uns &#252;berraschen, wieviele Thrasher dann noch mit beiden Beinen auf den Planken stehen…</p>
<p><span id="more-4869"></span>Momentan geben alle ordentlich Gas, denn die Cruise ist bald schon wieder vorbei. Man soll die Feste feiern usw. Vermutlich hat In Extremo-Trommler T.D. Specki sogar ein bisschen zuviel Gas gegeben, denn er l&#228;sst sich gerade im Rollstuhl &#252;ber&#8217;s Deck schieben. Umgeknickt, Fu&#223; im Verband. Dumm gelaufen. Um die Show sorgt er sich jedoch nicht: &#8220;Der Schiffsarzt macht das schon, die haben gute Sachen!&#8221; Jau, das ist die richtige Einstellung. Andere Meerespiraten wie Christoph Columbus, St&#246;rtebecker oder Rock&#8217;n'Rolf h&#228;tten auch nie wegen eines verstauchten Fu&#223;es aufgegeben. Und Captain Hook hatte sogar einen appen Fu&#223; und segelte weiter! (Bestes Wort ever, &#252;brigens: der &#8220;appe&#8221; Fu&#223;! Oder die &#8220;zue&#8221; T&#252;r, das &#8220;auffe&#8221; Fenster und der &#8220;dranne&#8221; Arm! Sollten Kinder in der Schule lernen, sehr praktisch.) F&#252;r In Extremo w&#228;re es auch &#228;rgerlich, denn mit dem Getr&#246;te und den deutschen Texten fallen sie hier zwar durchaus aus dem Rahmen, weswegen bei der ersten Show im Chorus Line-Theater auch erstmal einige Reihen frei bleiben, doch der Exotenbonus und die Live-Professionalit&#228;t scheinen anzukommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am meisten Spa&#223; an der Cruise macht &#252;brigens, dass man gem&#252;tlich durchs Schiff cruisen kann, vom Oberdeck zu den zwei Indoor-B&#252;hnen, an der einen oder anderen Bar vorbei &#8211; und gerne auch zum Karaoke. Hier werden Abend f&#252;r Abend tonale Massaker veranstaltet, wie sie sich nicht mal in Anzos Plattensammlung finden. Kirk Windstein von Crowbar r&#246;hrt &#8220;Surrender&#8221; von Cheap Trick, Dave Padden von Annihilator irgendeinen Schmachtfetzen aus den Fifties. Einer von beiden kriegt das sogar ziemlich gut hin, der andere doomt halt so rum, aber wir verraten nicht, &#228;h, wer das ist. Die allermeisten der Performances sind aber nicht zu ertragen, ehrlich gesagt. Wenn ich Kapit&#228;n w&#228;re, w&#252;rde ich das verbieten und mit Kielholung drohen. Selbiger entgehen Windstein und der Suffocation-S&#228;nger nur knapp, als sie sogar zusammen auftreten. Und ich hab nicht mal den Song erkannt…. Daf&#252;r war der Suffo-Mann in seiner Begeisterung fast nicht zu bremsen und stie&#223; spitze Schreie aus. S&#252;&#223; fast, zumindest f&#252;r einen Typen, der gestern noch von Ged&#228;rmen gesungen hat, haha. Ger&#252;chten zu Folge soll die Karaoke-Sause &#252;brigens bis 9 Uhr (!) morgens gedauert haben. Ein Indiz daf&#252;r: Kirk Windstein klingt in Unterhaltungen auf dem Flur nicht nur noch tiefer und ein bisschen nach Kehlkopfkatarrh, er schl&#228;ft am n&#228;chsten Nachmittag auch friedlich auf einem hohen Barhocker sitzend ein. Und zwar ohne runterzufallen. Das k&#246;nnen nur Profis. Und bei Tankard waren morgens um 4 tats&#228;chlich noch richtig viele Leute am Start. Cool.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der n&#228;chste &#8211; und letzte Tag &#8211; beginnt mit einer ernsten Angelegenheit: dem Bauchflatscher-Wettbewerb. Nein, das ist kein Tippfehler. Die Leute stehen johlend um den Pool herum, als die Besten aus 55 Nationen um den Titel k&#228;mpfen, und dabei ihr, hoho, gesamtes Gewicht in die Waagschale werfen. Nach einem harten, aber fair gef&#252;hrten Wettkampf schl&#228;gt Rob aus Kanada mit der einfach eingesprungenen Figur &#8220;Sterbender Pottwal&#8221; den Titelverteidiger aus dem Vorjahr, dessen Darbietung einer &#8220;Fliegenden Moppelfee&#8221; zwar eleganter aussieht, aber weniger einschl&#228;gt.  In der anschlie&#223;enden und abschlie&#223;enden Pressekonferenz zieht der Veranstalter erneut ein positives Res&#252;mee der zweiten Cruise und verspricht gleich ein weitere Ausgabe von 70000 Tons Of Metal im n&#228;chsten Jahr. Zus&#228;tzlich wird es im Dezember noch eine &#228;hnlich aufgebaute Fahrt namens &#8220;Barge To Hell&#8221; geben, die zu den Bahamas f&#252;hren und ausschlie&#223;lich mit Extrem-Metal beschallt werden wird. Satan Of The Seas, gewisserma&#223;en. Der Hoteldirektor des Schiffes gibt zu Protokoll, dass auf den Caymans Vorr&#228;te nachgeladen mussten, komischerweise aber kein Bier wie 2011, sondern… Cola. Muss eine Verwechslung sein. Daf&#252;r gibt sich der Mann zuversichtlich, dass die Cruise Ma&#223;st&#228;be f&#252;r Metal-Festivals setzt. &#220;ber seinen Vorschlag, auch auf handels&#252;blichen Open-Airs Jacuzzis anzubieten, sollte man zumindest mal nachdenken. Vielleicht sogar &#252;ber die Frage, wie weit sich eigentlich der Schall auf und im Wasser &#252;bertr&#228;gt. &#8220;Weit&#8221; lautet die allgemeine Einsch&#228;tzung. Die Sorge dar&#252;ber, mit Unterwasser-Riffs die Orientierung von Walen oder russischen U-Booten gest&#246;rt zu haben, h&#228;lt sich jedoch in Grenzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leider erreicht auch eine traurige Nachricht das Schiff: Riot-Gitarrist Mark Reale konnte wegen langer und ernster Krankheit seine Bandkollegen nicht auf die Cruise begleiten. Nun ist er verstorben. Hammerfall zollen in ihrem Set Tribut und widmen Reale den Song &#8216;Glory To The Brave&#8217;. Auch Jeff Waters zieht bei einer Guitar Clinic in der Boleros-Bar ein paar Riot-Riffs aus dem &#196;rmel. Es ist erstaunlich, wieviele Leute sich eingefunden haben, um dem Mann auf die Finger zu gucken. Die meiste Zeit aber macht er Witze, gerne auf eigene Kosten, noch lieber auf Kosten des amerikanisch-kanadischen Verh&#228;ltnisses. Herrlicher Bl&#246;dsinn und herrlicher Thrash &#8211; und Service am Platz. Cool. Gar nicht lustig ist allerdings der Wind, der heute an Deck herrscht. Stand die B&#252;hne auf der letzten Cruise noch unter freiem Himmel, gibt es jetzt ein Dach &#8211; und das ist bei dieser Witterung ein Problem. Die Aufbauten wackeln ganz ordentlich, also muss der Veranstalter die Venom-Show unterbrechen und alle von Deck ins Innere des Schiffes verscheuchen. Die Techniker klettern daraufhin in die Takelage und holen die Plane ein. Die richtige Reaktion, keine Frage. So k&#246;nnen Edguy ihr zweites Set ungef&#228;hrdet abziehen und die Festivit&#228;ten auf der Poolb&#252;hne beschlie&#223;en. Nat&#252;rlich geht die Party im Schiff weiter &#8211; und erreicht neue H&#246;hen, als ein P&#228;rchen in Jogginganz&#252;gen und mit umgedrehten Baseballcaps die Karaoke-B&#252;hne betritt, um &#8216;Stayin&#8217; Alive&#8217; im Sprechgesang-Style zu zerlegen. 70000 Tons Of Ghetto? Alter, was geht? Au&#223;erdem: Der Typ, &#8220;Easy A&#8221; nennt er sich, kommt mir sehr bekannt vor. Er ist ziemlich blass, tr&#228;gt Kajalstift und spielt die ganze Zeit Luftgitarre. Das ist doch nicht… Doch, ist es. Auweia. HipHop Crew Deathroll, oder was? Haha. Und so nimmt die Nacht ihren Lauf. Dass die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; am n&#228;chsten Morgen schon fr&#252;h in Miami anlegt und die Kreuzfahrer &#8211; eigentlich &#8211; um 9:30 Uhr schon von Bord gegangen sein sollen, interessiert niemanden. Aber was soll&#8217;s: Die Cruise 2012 hat gerockt, wie auch Bobby Blitz von Overkill verk&#252;ndet: &#8220;Was eine geile Idee! Ich w&#252;rde das gerne jedes Jahr machen!&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Damit ist die zweite 70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt beendet, und wir schlie&#223;en dieses absonderliche Logbuch. Vielen Dank f&#252;r&#8217;s Lesen, liebe Landratten daheim im METAL HAMMER-Land. Wir werden euch haufenweise Fotos vom Schiff mitbringen und einen sortierteren Bericht ver&#246;ffentlichen, sobald der Boden nicht mehr schwankt. Das tut er &#252;brigens &#8211; gef&#252;hlt &#8211; auch noch nach dem Landgang. &#8220;Boat legs&#8221; nennt man das, wie wir Metal-Matrosen wissen. Zum Schluss noch ein Tipp f&#252;r alle zuk&#252;nftigen Kreuzfahrer: Wenn ihr in eurer Kabine eine hei&#223;e Dusche nehmt, macht die Badezimmer-T&#252;r zu. Ansonsten geht n&#228;mlich der Feueralarm los &#8211; und nicht wieder aus. Und selbst als mit allen Wassern gewaschener Poser-Pirat will man nicht nur mit einem Handtuch bekleidet von Zimmerm&#228;dchen, dem Hausmeister und sogar einigen Schaulustigen besucht werden. Ich sach&#8217; nur&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Immer ne Handbreit Pils unter dem Kiel und ne Buddel voll Metal w&#252;nscht:</p>
<p>Euer</p>
<p>Leimsen</p>
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		<title>70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Landgang!</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 21:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leimsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs an der Front]]></category>
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		<description><![CDATA[Ahoi nach METAL HAMMER-Land! Leichtmatrose Leimsen meldet sich erneut von Bord der &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; mit einem Lied, zwo, drei, vier:
&#160;
&#8220;Eine Kreuzfahrt, die ist lustig, eine Kreuzfahrt, die ist sch&#246;n!
Man kann viele Bands und Pilse und sogar ne Insel sehen.&#8221;
&#160;
Tadaa! Und es stimmt ja auch: F&#252;r den dritten Tag steht ein Landgang an, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ahoi nach METAL HAMMER-Land! Leichtmatrose Leimsen meldet sich erneut von Bord der &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; mit einem Lied, zwo, drei, vier:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Eine Kreuzfahrt, die ist lustig, eine Kreuzfahrt, die ist sch&#246;n!</p>
<p>Man kann viele Bands und Pilse und sogar ne Insel sehen.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tadaa! Und es stimmt ja auch: F&#252;r den dritten Tag steht ein Landgang an, was nat&#252;rlich Abwechslung ins Meeresmosher-Leben bringt.</p>
<p><span id="more-4866"></span>Im vergangenen Jahr ging es nach Cozumel, Mexico, das sich aber als Insel gewordener Touristennepp entpuppte. Was wiederum einige Bands nicht davon abhielt, eine Strandbar zu annektieren und kurzerhand leerzutrinken. Auch eine Form der Piraterie, wenn man so will, nur mit besserer Musik. 2012 geht auf die Cayman-Inseln, die ungef&#228;hr… also… s&#252;dlich… hm… also, wenn man reinkommt links, und dann nochmal fragen…. hmpf. Ok, ich geb&#8217;s zu, ich habe wegen einer Geografie-Behinderung gar nicht richtig Ahnung, wo die Caymans liegen und kann das hier auch nicht nachforschen. Aber es scheint die Sonne da. Wie nix Gutes. Und hier entl&#228;sst die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; heute 2000 Headbanger zum Landgang. Weil das Schiff aber viel zu gro&#223; ist, um direkt am Pier rechts ran zu fahren, muss diese Menschenmenge mit kleineren Tenderbooten &#252;bersetzen. Morgens um 9 geht es los, die Dinger fahren regelm&#228;&#223;ig hin und her, und wer um halb sechs nicht wieder an Bord ist, muss zur&#252;ckgelassen werden. (Das passiert auf Kreuzfahrten tats&#228;chlich ab und an.) Deshalb entsteht prompt eine Art Rush Hour und damit eine Riesenschlange, die sich &#252;ber zwei bis drei Stockwerke bis zu Deck 1 hinunter schl&#228;ngelt. Warten l&#228;sst sich also nicht vermeiden. Immerhin erntet ein Seefahrer gro&#223;es Gel&#228;chter, als er aus heiterem Himmel br&#252;llt: &#8220;Es gibt gar keine Insel! Oh, mein Gott, wir werden dieses Schiff nie mehr verlassen!&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>An Land dr&#228;ngen sich sofort Typen in Piratenkost&#252;men auf, mit denen man Fotos machen soll, zudem kann man aus dr&#246;lfzehn verschiedenen Touren und Besichtigungsfahrten w&#228;hlen. Der kluge Reisende forscht aber im Vorfeld, und so nehme ich den Tipp gerne auf, einfach f&#252;r vier Dollar mit dem Taxi zur &#8220;Seven Mile Beach&#8221; zu fahren. Dort muss man zwar ein paar Dollar abdr&#252;cken, kann sich aber ohne Umschweife in den tats&#228;chlich bl&#252;tenwei&#223;en Sand fallen lassen. Die Cocktails an der Bar taugen auch was, selbst wenn sie in Pappbechern daherkommen. Das scheint auch DD Verni von Overkill so zu sehen, denn er steht genauso am Tresen. Allerdings kostet ein Mojito schlappe zehn Dollar. Himmel, was ist denn hier los? Nochmal, zum Mitschreiben: Immer vorher nach dem Preis fragen. Daf&#252;r bin ich aber auch heute bisher noch mit niemandem verwechselt worden. Vielleicht ist der Fluch ja gebrochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun, was macht der kluge Reisende an einem wei&#223;en Sandstrand vor blaugr&#252;nem Meer, der unbarmherzig von der Sonne zugebr&#246;tzelt wird? Genau, er schl&#228;ft ein! Und zwar nicht im Schatten. Clever. Ein Gl&#252;ck, dass ich so ein Sonnentyp bin (wir erinnern uns). Latin lover, Antonio Panteras und so weiter… Von wegen: Vermutlich bin ich wach geworden vom Geruch frisch angebratenen Schinkens, haha. Aber Gl&#252;ck gehabt, so schlimm war es dann doch nicht, und die schwarzverbrannten Stellen passen zum Shirt. Trotzdem: Lieber zur&#252;ck zur Hafenpromenade mit ungef&#228;hr 12.000 Duty Free-Juwelier-L&#228;den, wo sich die Touristen gegenseitig auf die F&#252;&#223;e steigen. (Lustiger Gedanke: Man sollte hier ein paar Berliner absetzen, damit sie hauptberuflich &#252;ber Touristen schimpfen k&#246;nnen. Hahaha.) Interessanterweise haben noch drei andere Kreuzfahrtriesen vor der Insel festgemacht, die damit &#8211; bei einer Bev&#246;lkerungsst&#228;rke von etwa 55.000 &#8211; von gesch&#228;tzten 15.000 Besuchern &#252;berrollt wird. Dass die Kuschelkreuzfahrer der anderen Schiff sonderbar gucken, als sich die schwarzen Horden &#252;ber den Pier ergie&#223;en, versteht sich von selbst. Dass die Kuschelkreuzfahrer bei der R&#252;ckfahrt am sp&#228;ten Nachmittag aber schon die Pommesgabel in Richtung unseres Schiffes recken, &#252;berrascht da schon mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir kaufen auch ein paar Kleinigkeiten f&#252;r die Daheimgebliebenen, Tinnef gewisserma&#223;en. (Tinnef… ein bisschen ist das ja ein Wort wie &#8220;Pipapo&#8221;, oder? Wei&#223; irgendwer, was das bedeutet? Wenigstens d&#252;rfte das kein versteckter Schweinkram sein. Bei &#8220;Nippes&#8221; w&#228;re ich mir da jedoch nicht allzu sicher.) Auf der Insel, im St&#228;dtchen George Town genau genommen, gibt es ein Hard Rock Café, das wir uns sparen, und eine Burger-Bar in Hafenn&#228;he. Deren Chef schaltet schnell und schmei&#223;t AC/DC auf die Anlage. Das macht die Sache nat&#252;rlich gem&#252;tlich. Und ich hatte mich sogar schon &#252;ber Joe Satriani (!) in einem Tinnef- bzw. Nippes-Gesch&#228;ft gefreut. (Was? Nein, nicht Joe Satriani in dem Laden. Da lief ein Song von ihm. Himmel, ihr wisst doch, was ich meine!) Wirklich tagesf&#252;llend ist das alles aber nicht, also geht es zur&#252;ck auf die &#8220;Majesty&#8221;. Oder wie wir Piraten sagen: &#8220;Time flies when you are having Rum!&#8221; Har, har.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>An Bord werden Inselgeschichten ausgetauscht: So hat zum Beispiel ein erfolgreicher Agent, dessen Name hier nicht genannt werden muss, der aber so &#228;hnlich wie &#8220;Shrek&#8221; klingt, den Programmpunkt &#8220;Delfine k&#252;ssen&#8221; gew&#228;hlt. Soll sehr interessant gewesen sein, aber wir wissen nicht, was seine Frau dazu sagt. Nachtgarm von Dark Funeral (bekannt auch von Negator) zeigt sich sehr begeistert von einem Ausflug auf eine Sandbank weiter drau&#223;en, wo er aus n&#228;chster N&#228;he Rochen beobachten konnte und ihm sogar ein Tier auf die Brust gelegt wurde. Soll abgefahren gewesen sein, weil die Dinger echt gro&#223; werden. Vielleicht hat sich ja folgendes Gespr&#228;ch entsponnen:</p>
<p>&#8220;Hi, ich bin Nachtgarm!&#8221;</p>
<p>&#8220;Hi, ich bin Jochen!&#8221;</p>
<p>Man wei&#223; es nicht.</p>
<p>Unser Mann jedenfalls zeigt Fotos rum, die erneut wieder wahnsinnig t&#252;rkisblaues Wasser zeigen. Das sieht schon gut aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach so einem Tag unterwegs in fremden Kulturen, Nippesl&#228;den und auf der Sandbank &#8220;Chez Jochen&#8221; d&#252;rfte die Meute ausgehungert sein nach METAL. Man glaubt sogar eine gewisse Gespanntheit zu sp&#252;ren, denn um 18 Uhr werden Overkill ihren Poolb&#252;hnen-Gig vom ersten Tag nachholen. F&#252;r die Abteilung &#8220;METAL HAMMER&#8221; steht aber erstmal Essen auf dem Programm, diesmal im bordeigenen Burger-Restaurant Johnny Rocket&#8217;s. Hier zahlt man 5 Dollar extra als &#8220;cover charge&#8221;, kann sich aber sonst wie an Bord &#252;blich nach Herzenslust am Men&#252; bedienen. Und die Burger sind wirklich gut, selbst wenn man dabei &#8220;Slim Fast&#8221; nicht mal denken darf. Das 50ies/60ies-Ambiente stimmt ebenso, bis hin zur Juke Box am Tisch! Einer der Kellner gibt uns einen Tipp: &#8220;W&#228;hlt mal F6!&#8221; Schwupps, gedr&#252;ckt, und mit einem Budweiser Light am Arm gewartet… Randnotiz: Budweiser Light ist ungenie&#223;bar. Es gibt Kulturen, da w&#252;rde man f&#252;r sowas verkloppt werden. Echt. Aber ich schwiff ab (oder schwoff? Thomas &#8220;Schnabel&#8221; Sonder hatte da Bedenken). Denn als der F6-Song &#8211; &#8220;Last Dance&#8221; von Donna Summer &#8211; ert&#246;nt, stellen sich pl&#246;tzlich alle Kellner in eine Reihe und tanzen die Nummer, mit Klatschen und synchronen Moves. Surreal. Aber irgendwie wundert man sich auch nicht mehr. Das ist gut. Und damit zur&#252;ck ins Funkhaus!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Euer</p>
<p>Leimsen</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Der Tag auf See</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 03:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leimsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs an der Front]]></category>
		<category><![CDATA[70000 tons]]></category>
		<category><![CDATA[annihilator]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[tankard]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt geht&#8217;s richtig los mit der Kreuzfahrt: Den ganzen Tag wird sich die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; auf See befinden, auf dem Weg zu den Cayman Islands. Schon morgens fr&#252;h f&#228;ngt deshalb das Bandprogramm an, den Anfang machen Whiplash um 10 Uhr auf der Pool-B&#252;hne. Selbst wenn etliche Verr&#252;ckte bereits (oder noch) am Start sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt geht&#8217;s richtig los mit der Kreuzfahrt: Den ganzen Tag wird sich die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; auf See befinden, auf dem Weg zu den Cayman Islands. Schon morgens fr&#252;h f&#228;ngt deshalb das Bandprogramm an, den Anfang machen Whiplash um 10 Uhr auf der Pool-B&#252;hne. Selbst wenn etliche Verr&#252;ckte bereits (oder noch) am Start sind, darf man sich fragen, ob das nicht ein bisschen fr&#252;h ist. Schlie&#223;lich wird hier niemand durch Sonne, die auf das Zelt ballert, geweckt, sondern jeder kann im eigenen Bettchen schlafen und auch noch gut fr&#252;hst&#252;cken. Aber jeder wie er will…<br />
<span id="more-4863"></span>…und so mancher will sich erstmal etwas Gutes tun. Zugegeben, man sieht in Wacken oder beim Summer Breeze eher wenige Leute, die sich nach getanem Nachtmosh dem morgendlichen Fr&#252;hsport hingeben. Aber ganz doof ist das nat&#252;rlich nicht &#8211; und deshalb erweist sich der Fitnessraum auf dem Schiff keinesfalls als so leer, wie man erwarten k&#246;nnte. Und das Ambiente ist nicht schlecht: Am dem Laufband, &#228;h, laufen und ins Meer gucken. Kann man machen. Und es schadet ja nix, ein paar Corona wieder auszuschwitzen. Auch euer treuer Berichterstatter g&#246;nnt sich ein kleines Sportprogramm. Zyniker d&#252;rfen anmerken, dass er es ja dann f&#252;r dieses Jahr hinter sich hat, aber in Wirklichkeit habe ich nur nach einem Boxkurs gesucht, um dem n&#228;chsten eine reinzuhauen, der mich mit irgendwem verwechselt. Da f&#228;llt mir ein: Auf Fatzebuch schrob jemand etwas von Devin Townsend. Himmel, ist gut jetzt!!! Aber NOCH ist heute nix passiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Tag f&#228;ngt bew&#246;lkt an, was die Chillerei auf dem Oberdeck, gerne im Liegestuhl, gerne mit Fl&#228;schlein am langen Arm, entspannter macht, aber mittags ballert die Sonne ganz ordentlich. Und selbst wenn hoch oben auf dem Schiff, und das Ding ist echt hoch, immer ein Windchen weht, sollte man die UV-Strahlung hier nicht untersch&#228;tzen. Selbst Sonnentypen wie ich denken daran. (Und wenn schon: Rot ist das neue Braun. Quasi.) Die Pools sind ge&#246;ffnet, jede Menge zugehackte Haut ist zu sehen, Wasser um den Popo, Metal um die Ohren. Kann man auch machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Inneren des Schiffes haben die Veranstalter heute einen Merchstand mit Festivalshirts aufgebaut, vor dem sich eine gewaltige Schlange an Kaufwilligen gebildet hat. Wir erinnern uns: 2011 war die Nachfrage so gro&#223;, dass fast neue 70000-Tons-Leibchen nach Cozumel/Mexiko eingeflogen worden w&#228;ren, wenn nicht irgendeine Zollbeh&#246;rde interveniert h&#228;tte. Als Zwischenstopp vor den Caymans w&#228;re alternativ wom&#246;glich Kuba geeignet, das wir am fr&#252;hen Nachmittag mit einigem Abstand passieren. Woher ich das wei&#223;? Naja, ein Ortsschild habe ich nicht gesehen, aber das Handy zeigte pl&#246;tzlich Empfang von &#8220;CubaNet&#8221; oder so &#228;hnlich. Abgefahren. Wieviel die SMSe, die sich in der Zwischenzeit angestaut haben und die jetzt reindengeln, mich kosten, will ich allerdings gar nicht wissen. Ich h&#228;tte das Ding doch ausmachen sollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann lieber Tankard auf der kleinen B&#252;hne gucken: Nachmittags um 3 machen die Frankfurter den Laden erstaunlich voll und bringen eine chaotisch-rumpelnde, aber energische Show an den Start. In diesem Etablissement &#8211; wir erinnern uns: eher f&#252;r die Lounge-Band und so &#8211; muss man Abstriche beim Sound machen, aber Gerre wickelt die Menge trotzdem mit Charme um die Finger. Nach &#8216;Stay Thirsty&#8217; und &#8216;Rules For Fouls&#8217; beschwert er sich dar&#252;ber, dass die bl&#246;den Journalisten seine Band nicht ernst nehmen w&#252;rden. Dabei g&#228;be es doch voll ernste Themen bei Tankwart, voll ernst, und voll Black Metal. Ein Beispiel sei der n&#228;chste Song: &#8220;Die with a beer in your Hand&#8221;. Hm, da hat er wohl Recht. Heute Alcoholic Metal, morgen Feuilleton. Keine Frage. Bei Suffocation auf der gro&#223;en Indoor-B&#252;hne ist tats&#228;chlich weniger los, was die musikalische Leistung der Br&#252;der nicht schm&#228;lert. Auch hier wird ein St&#252;ck den Damen gewidmet (irgendwas mit Ged&#228;rmen, so genau hab ich das nicht verstanden, aber es war sehr nett gemeint), dazu gibt es einen ganz lieben Rat: &#8220;Harte Trinker sollten zu jedem Zeitpunkt eine Schwimmweste tragen!&#8221;. Klingt plausibel. Vermutlich hat jeder hier schon &#252;ber die Reling geguckt und sich gefragt, was passiert, wenn er jetzt von einer Windb&#246;/einem Megariff/einem kleinen Herrenschwips &#252;ber das Gel&#228;nder bef&#246;rdert wird. Ganz klar: Dann ist vorbei. Das Schiff schafft 21 Meilen pro Stunde, und so schnell schwimmt niemand. Vor allem d&#252;rfte das Teil eine ganze Weile brauchen, bis es man gebremst bekommt. Huh, gruselig. Allerdings hat der Kapit&#228;n in seiner Ansprache am Vortag &#252;ber die PA auch gesagt: &#8220;Bleibt unter allen Umst&#228;nden an Bord.&#8221; Aye, aye.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine kleine Ansprache hielt auch der oberste Hotelchef des Schiffes, ein charmanter Holl&#228;nder mit grauen Haaren, vor versammelter Journaille bei einer Pressekonferenz. Die erstaunliche Grundaussage: Nach den Erfahrungen des vorherigen Jahres freut man sich auf der &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; &#252;ber die Headbanger-Fracht, denn die Schwarzgekleideten seien unter dem Strich sogar netter als das sonstige Publikum. Der Mann spricht das wirklich so aus. Respekt. Bei der gleichen Veranstaltung kommen auch ein paar interessante Zahlen ans Licht:</p>
<p>- 51% der Mitfahrer der ersten Cruise haben f&#252;r dieses Jahr erneut ein Ticket gebucht</p>
<p>- Der Anteil der deutschen Besucher ging von 17% auf 25% hoch, sie stellen die am zweitmeisten vertretene Nation nach den US-Amerikanern (von 30% auf 25%).</p>
<p>- Insgesamt sind 55 Nationen an Bord, das sind 6 mehr als 2011.</p>
<p>- Der Altersschnitt reicht von 13 bis 63. Dabei ist der Nachwuchs von Annette Olzon (1,5 Jahre) nicht mitgez&#228;hlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf dem Oberdeck spielen derweil die Pretty Maids vor erstaunlich gro&#223;er Kulisse. Sch&#246;n dabei: Weil der Drummer glatzhaarig ist, hat er sich eine Kappe aus wei&#223; schimmernder Sonnencreme verpasst. Haha. Daf&#252;r haut er rein wie Sau und unterst&#252;tzt eine fette, wenngleich zu laute Performance seiner Combo. Beste Band f&#252;r mich allerdings: Annihilator. Tight wie Sau, geile Setlist, und kein Mensch merkt, dass der neue Drummer (schon wieder einer) gerade seinen ersten Gig mit der Truppe spielt. Sehr sch&#246;n auch: Die Gesichtskirmes von Jeff Waters beim Solieren. Haha!! &#8211; aber nur, wenn man das nicht nachspielen muss. Da k&#246;nnen Riot (der Fluchtinstinkt setzt beim ersten Ton des S&#228;ngers) und Venom (f&#252;r drei Songs sehr charmantes Gerumpel, danach nur noch Gerumpel) nicht mithalten, aber wir wollen uns nicht beschweren. So macht das Spa&#223;, und morgen geht&#8217;s sogar auf Landgang…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Arrrr!</p>
<p>Under Jolly Leimsen</p>
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		<title>Ideenlosigkeit zu Geldscheinen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 18:45:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metal im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Dave Grohl]]></category>
		<category><![CDATA[Graspop]]></category>
		<category><![CDATA[Judas Priest]]></category>
		<category><![CDATA[Lemmy]]></category>
		<category><![CDATA[motörhead]]></category>
		<category><![CDATA[Pink Floyd]]></category>
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		<category><![CDATA[Reunion]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist eine immer popul&#228;rer werdende Unsitte von alteingesessenen Bands, ihre Auftritte mit der Auff&#252;hrung kompletter Alben zu bestreiten. Statt auf frische Ideen zu setzen wird wiedergek&#228;ut, nachgemacht und aufgew&#228;rmt. Und das stinkt mir ganz gewaltig. 
Prinzipiell ist diese Variante der Tour f&#252;r alle Beteiligten eine positive Geschichte: statt mit einem bestenfalls halbgaren neuen Studioalbum durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine immer popul&#228;rer werdende Unsitte von alteingesessenen Bands, ihre Auftritte mit der Auff&#252;hrung kompletter Alben zu bestreiten. Statt auf frische Ideen zu setzen wird wiedergek&#228;ut, nachgemacht und aufgew&#228;rmt. Und das stinkt mir ganz gewaltig. <span id="more-4815"></span></p>
<p>Prinzipiell ist diese Variante der Tour f&#252;r alle Beteiligten eine positive Geschichte: statt mit einem bestenfalls halbgaren neuen Studioalbum durch die Lande zu ziehen, k&#246;nnen sich Bands durch die Beschr&#228;nkung auf bew&#228;hrtes Material des Zuspruchs ihrer Fans sicher sein. Diese wiederum bekommen ein garantiertes Hit-Programm, ohne sich bei unbekannten und/oder ungeliebten Album-Perlen zu langweilen. Und die Veranstalter k&#246;nnen sich durch den schon im Vorfeld garantierten Zuspruch einer profitablen Marge sicher sein. Also ist doch alles Bestens! Ich finde: nein.</p>
<p>Auch <a title="METAL HAMMER Bericht vom Graspop 2011" href="http://www.metal-hammer.de/reviews/konzerte/article105214/graspop-metal-meeting-2011-bilder-vom-samstag.html" target="_blank">ich bin letztes Jahr vor Freude</a> im Kreis gesprungen, als <a title="Judas Priest online" href="http://judaspriest.com/" target="_blank"><strong>Judas Priest</strong></a> Rarit&#228;ten aus ROCKA ROLLA oder RAM IT DOWN ausgepackt haben, jeder hat so seine nostalgische Schwachstelle. Und es gibt Alben, deren Songs zwingend am St&#252;ck aufgef&#252;hrt werden m&#252;ssen, weil sie nur im Kontext der erz&#228;hlten Geschichte funktionieren. Dazu z&#228;hlen die packende &#220;berwachungs-Story<a title="Worum geht´s denn hier?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation:_Mindcrime" target="_blank"><strong> OPERATION: MINDCRIME</strong></a>, und nat&#252;rlich das Jahrhundert-Werk <a title="...und hier? " href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Wall" target="_blank">THE WALL</a>. Doch das sind Ausnahmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/OozVbnN-wTo?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Popul&#228;r wurde die Ein-Album-am-St&#252;ck-Idee durch die allm&#228;chtigen <a title="Slayer online" href="http://www.slayer.net" target="_blank"><strong>Slayer</strong></a>. Die Kalifornier sind sowohl f&#252;r ihr langsames Songwriting als auch f&#252;r ihr exzessives Touring bekannt. Um also den Fans f&#252;r den kommenden Tourausflug etwas Besonderes zu bieten, gab es den Klassiker REIGN IN BLOOD inklusive finaler Blut-Dusche am St&#252;ck. <a title="Slayer STILL REIGNING" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Still_Reigning" target="_blank">Auf DVD gebannt</a> war somit die F&#252;llung der Kriegskasse gesichert. Und als „Erfinder“ der Idee kann man Slayer an der Stelle auch keinen Vorwurf machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/YWv4EnNTDDk?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch was danach an Reunions, Best Of-Shows und Jubil&#228;ums-Konzerten &#252;ber uns hereinbrach, ist langsam nicht mehr witzig. Denn in den meisten F&#228;llen ziehen Kapellen durch das Land, die entweder seit langem kein vern&#252;nftiges Studiomaterial auf die Reihe bekommen oder aber ihren kreativen Zenit l&#228;ngst &#252;berschritten haben. <strong><a title="Monster Magnet online" href="http://www.zodiaclung.com/" target="_blank">Monster Magnet</a></strong> spielten DOPES TO INFINITY, <strong><a title="Fu Manchu online" href="http://www.fu-manchu.com/" target="_blank">Fu Manchu</a></strong> k&#252;ndigen IN SEARCH OF&#8230; an, die Reisegruppe Neunziger-Thrash (bestehend aus Sepultura, Exodus, Heathen, Destruction und Mortal Sin) f&#228;hrt gleich <a title="METAL HAMMER Bericht vom Thrashfest 2011" href="http://www.metal-hammer.de/reviews/konzerte/article125487/live-beim-thrashfest-2011-mit-sepultura-exodus-destruction-u-v-m.html" target="_blank">die f&#252;nffache Nostalgie-Packung</a> auf und <a title="Metallica online" href="http://www.metallica.com" target="_blank">Metallica </a>werden ihre<a title="Rock am Ring 2012" href="http://www.rock-am-ring.com/" target="_blank"> Sommerfestivals</a> mit METALLICA strecken. Unterm Strich: Nichts Neues, nichts Frisches, nichts Aufregendes. Stattdessen erwartet den Fan bew&#228;hrte Nostalgie im &#252;berteuerten Bratwurst-und-Brause-Ambiente.</p>
<p>Was kann man tun? Die Entscheidung liegt bei denen, die die Tickets kaufen und die Konzerte besuchen. Wollen wir uns f&#252;r teures Geld Altbew&#228;hrtes geben, oder ist es aufregender, f&#252;r schmales Geld was Neues zu entdecken? In der sehenswerten LEMMY THE MOVIE-Dokumentation wird Dave Grohl befragt, was der Unterschied zwischen Mot&#246;rhead und anderen Alt-Kapellen ist. Grohl sagt: Statt sich auf die „gute alte Zeit“ zu besinnen und in Nostalgie zu versinken, sitzt Lemmy garantiert irgendwo mit einem Drink in der Hand und schreibt Songs f&#252;r sein n&#228;chstes Album.</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/uxYG7L7Suc8?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und das ist mir pers&#246;nlich allemal lieber als unmotivierte Alt-Rocker, die nichts mehr auf die Kette kriegen und sich mit ihren gr&#246;&#223;ten Hits von damals an meinem Sparschwein festklammern wollen. Denn es gibt so viel mehr Musik da drau&#223;en als die gr&#246;&#223;ten Hits der Siebziger, Achtziger und Neunziger.</p>
<p>Oder irre ich mich?</p>
<p>Gr&#252;&#223;e, Jakob</p>
<p><img src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Avatar-Kranz©Lemmy-IMG_0378.jpg" alt="der Autor des Beitrags" title="Ideenlosigkeit zu Geldscheinen" /></p>
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		<title>70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Musik! Musik! Musik!</title>
		<link>http://blog.metal-hammer.de/70000-tons-metalkreuzfahrt-musik-musik-musik/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 23:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leimsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs an der Front]]></category>
		<category><![CDATA[70000 tons]]></category>
		<category><![CDATA[Cannibal Corpse]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Nightwish]]></category>
		<category><![CDATA[Samael]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht allzu lange nachdem die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; auf offener See angekommen ist, geht bereits die Sonne unter. Jetzt wird&#8217;s gem&#252;tlich. Die ersten Bands haben schon unter Deck gespielt, zwei Orte gibt es dort: Das &#8220;Casino Royale&#8221; d&#252;rfte auf normalen Fahrten als Theater oder &#228;hnliches genutzt werden und sieht ziemlich schick aus. Rote Sessel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht allzu lange nachdem die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; auf offener See angekommen ist, geht bereits die Sonne unter. Jetzt wird&#8217;s gem&#252;tlich. Die ersten Bands haben schon unter Deck gespielt, zwei Orte gibt es dort: Das &#8220;Casino Royale&#8221; d&#252;rfte auf normalen Fahrten als Theater oder &#228;hnliches genutzt werden und sieht ziemlich schick aus. Rote Sessel auf ansteigendem Boden, dazu eine Galerie im Deck dar&#252;ber mit hervorragender Sicht. Nat&#252;rlich ist der Platz vor dem Fotograben von St&#252;hlen befreit worden, denn ein Moshpit inmitten von Mobilar bekommen &#252;blicherweise keinem der Beteiligten, insbesondere dem Mobilar nicht.</p>
<p><span id="more-4859"></span></p>
<p>Im &#8220;Spectrum&#8221; d&#252;rfte vermutlich sonst eine Tanzband zu leichtem Schwoof aufspielen. Gl&#252;cklicherweise wurde der optisch anspruchsvolle Bl&#252;mchenvorhang, der im letzten Jahr hinter den Bands hing, ausgetauscht. Auch hier: Gem&#252;tliche Sessel, goldene Gel&#228;nder, Blick auf&#8217;s Meer &#8211; und eine sehr gut ausgestattete Bar. Hach, Metal kann so sch&#246;n sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nur auf der Pool-B&#252;hne geht noch nix: Die Abdeckung des Beckens ist noch nicht fertig, aber man sieht schon, dass die Veranstalter aufr&#252;sten werden. Das Ganze wird gr&#246;&#223;er und sieht auch immer mehr wie eine Festlandfestivalb&#252;hne aus, mit Bannern an der Seite und solchem Pipapo. (Randnotiz: Was ist das eigentlich f&#252;r ein Wort, &#8220;Pipapo&#8221;? Wenn man so dr&#252;ber nachdenkt, klingt das eher verwirrend. Aber man versteht mich da drau&#223;en, oder? Pipapo. Ist das ne Schweinerei? Lesen hier Kinder mit? Man wei&#223; es nicht. Aufkl&#228;rung gerne an pipapo@marblestone.de). Aber ich bin hier ein bisschen vom Kurs abgekommen, wowarichnochgleich, ach ja, bei der B&#252;hne. Die B&#252;hne ist a) gr&#246;&#223;er und b) noch gar nicht fertig. Um 8 Uhr sollten Overkill auftreten, aber das wird ganz sicher nix. Cannibal Corpse machen f&#252;r ihre Show um 11 schon mal einen Soundcheck, w&#228;hrend die Crew noch die Platten zur Abdeckung des Beckens zusammensetzt und sogar irgendwelche Dachlatten zurechts&#228;gen muss. Wie sich nachher rausstellt, liegt die Verz&#246;gerung zum einen grunds&#228;tzlich daran, dass das Schiff erst Montag morgen wieder in Miami einlief und deswegen die Zeitspanne zum Aufbau ohnehin sehr knapp ausfiel. Vor allem aber hatten die Veranstalter einen Kran f&#252;r Lasten bis zu 5 Tonnen bestellt. Angekarrt wurde aber ein Ger&#228;t f&#252;r bis zu 2,5 Tonnen. Was das bedeutet, k&#246;nnte sogar Ozzy ausrechnen. (Heutzutage, nicht w&#228;hrend der Siebziger.) Wer sich an 2011 erinnert, merkt also: Der Teufel steckt im Detail, explizit: im Kran. Man k&#246;nnte auch sagen: &#8220;Alles h&#228;ngt mal wieder am Kran.&#8221; (Kran &#8211; h&#228;ngen &#8211; haha. Sch&#246;nen Gru&#223; aus Kalau, mit allem Pipapo.) Vielleicht ist auch einfach zuviel Satan an Bord, und jetzt haben wir den Fluch des Krans am Hals. Aber ich schwiff ab. Das Ergebnis liegt n&#228;mlich auf der Hand: Die Poolb&#252;hne wird erst mit mehrst&#252;ndiger Versp&#228;tung fertig. Die Overkill-Show wird verschoben, Schorschgrinder Fisher und die Corpsies m&#252;ssen warten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer sich also nicht ein paar Deck tiefer begeben will, etwa zu Samael, die ganz ordentlich Leute ins &#8220;Spectrum&#8221; ziehen, bleibt an Deck an der frischen Luft oder geht eben essen. Das lohnt sich an Bord, etwa im Windjammer-Restaurant, einem gro&#223;en und guten B&#252;ffet. Was 2011 jedoch so ein bisschen unterging: Das A la Carte-Restaurant mit feinem Tischbesteck und so steht den Mitfahrern nicht nur am letzten Abend offen, sondern immer. Das Essen ist auch hier im Preis inbegriffen, nur gibt&#8217;s hier halt auch die teuren Weine. Nat&#252;rlich f&#228;llt insbesondere hier die Metal-Tracht am st&#228;rksten auf, aber die Horden von Kellnern st&#246;ren sich nicht daran. Wie es sich mit der dauerhaften Geballer-Beschallung aus der eher schwachen PA im Raum verh&#228;lt, wei&#223; ich allerdings nicht. Vielleicht w&#228;ren hier auch gem&#252;tlichere Rock-Kl&#228;nge angebracht. Egal, das Steak kann wirklich was. Ich sage: Ja!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allerdings h&#228;tte ich danach fast meine Konten… Contenance… Gute Laune verloren, als ich in der Bolero-Bar auf dem Weg zur kleinen B&#252;hne folgendes Gespr&#228;ch entspinnt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Durchaus freundlicher Typ: &#8220;Hey, auf dem Paganfest fand ich euch echt geil!&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;H&#228;?&#8221;</p>
<p>Durchaus freundlicher Typ: &#8220;Doch, war super!&#8221;</p>
<p>Ich: &#8220;Da hab ich noch nie gespielt.&#8221;</p>
<p>Durchaus freundlicher Typ: &#8220;Klar, Eluveitie, Mann!&#8221;</p>
<p>Ich (grummelnd): &#8220;Ach, geht doch alle kacken!&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>NOCHMAL VERWECHSELT! KEIN WITZ!!!GIBT&#8217;S DAS??? Sind wir hier bei einem Lookalike-Contest oder ist Seeluft schlecht f&#252;r die Augen? Ich bin nicht Chrigel und seh auch nicht so aus, und er nicht wie ich, selbst wenn er sich das vielleicht w&#252;nscht. Ich bin immer noch Tobias Hansen, verdammt! Halt, nein, bin ich nicht! Jetzt komm&#8217; ich schon selber durcheinander… Mit der Nummer zieh ich irgendwo ganz b&#246;se Freidrinks ab, echt, darauf k&#246;nnt ihr euch verlassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Beruhigungspils. Schnell. Geht an der frischen Luft super, n&#228;mlich auf dem Oberdeck. Da fangen irgendwann auch Cannibal Corpse an. Auf der B&#252;hne: F&#252;nf Musiker, vier H&#228;lse und ein METAL HAMMER-Shirt. Nett. Eigentlich stehe ich auf so Zeug ja eher nicht so, aber das scheppert. Technisch brilliant und vom Schorschgrinder charmant moderiert: &#8220;The next song is dedicated to the ladies, it&#8217;s called &#8216;Fucked With A Knife&#8217;!&#8221; Herzallerliebst, oder? Das Beste aber: Die Ladies insehaus freuen sich tats&#228;chlich lautstark kreischend! Vielleicht ist der Gipfel der Surrealit&#228;t (oder der feuchten Tr&#228;ume eines Extrem-Metallers) erreicht, wenn nicht wenige M&#228;dels in Bikinis volles Programm zu brutalstem Death-Gebolze abgehen…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im &#8220;Chorus Line&#8221;-Theater sind Nightwish dran. Die haben ihren Tr&#246;tenspieler mit auf&#8217;s Schiff gebracht, Madame Olzon sogar ihren Nachwuchs, der mit 1,5 Jahren den j&#252;ngsten Cruise-Teilnehmer abgibt. Schnell wird klar: Die Leute m&#246;gen Nightwish, und die Band hat gro&#223;en Spa&#223;. Was daran liegen mag, dass dies hier der ersten Gig seit 2009 unter dem Namen Nightwish sein soll, wie man h&#246;rt, denn die beiden Aufw&#228;rm-Shows in Kalifornien fanden angeblich unter Pseudonym statt. (Ich frage mich ja, welches das war… &#8220;Nightmare Before Disney&#8221; oder so h&#228;tte ich jetzt vorgeschlagen.) Viel weniger geht bei Vicious Rumours im &#8220;Spectrum&#8221;, daf&#252;r rappelt es an den Bars. Und Candlemass sollen als Nachthappen auf dem Pooldeck gro&#223;artig gewesen sein, sagt man. Aber da musste ich schon ins Bettchen. Zuviel frische Luft, ist man ja nicht so gew&#246;hnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heyho und ne Buddel voll Rum,</p>
<p>Leimsen</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 18:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leimsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs an der Front]]></category>
		<category><![CDATA[kreuzfahrt cruise 70000 tons of metal]]></category>

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		<description><![CDATA[Tag 1: Die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; l&#228;uft aus…
Montag Morgen, Miami Beach, die Frisur sitzt kein St&#252;ck. Knallehei&#223; ist es, aber so geh&#246;rt sich das hier auch. Schwarze Metal-Shirts sind da eigentlich unpraktisch, aber das st&#246;rt die Horden, die sich vor Hotels und Hostels in Taxen zw&#228;ngen, nat&#252;rlich kein St&#252;ck. Um 14 Uhr soll es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tag 1: Die &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; l&#228;uft aus…</p>
<p>Montag Morgen, Miami Beach, die Frisur sitzt kein St&#252;ck. Knallehei&#223; ist es, aber so geh&#246;rt sich das hier auch. Schwarze Metal-Shirts sind da eigentlich unpraktisch, aber das st&#246;rt die Horden, die sich vor Hotels und Hostels in Taxen zw&#228;ngen, nat&#252;rlich kein St&#252;ck. Um 14 Uhr soll es an Bord der &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; gehen, doch schon fr&#252;her stehen wir Schlange am Terminal, das ein bisschen an einen Flughafen erinnert &#8211; mit Warteschlangen und ganz &#228;hnlichen Kontrollen wie in der Luftfahrt. Wie schon im vergangenen Jahr reihen sich die meisten Bands ein, Nightwish und Kamelot etwa, denn eine wirkliche Trennung zwischen Musikern und Fans exisitiert nicht, selbst wenn es diesmal einen Schnell-CheckIn f&#252;r Bands &amp; Crews gibt. Tobias Hansen wird jedoch nicht durchgewunken. &#196;rgerlich! Jeder bekommt seinen SeaPass, eine Plastikkarte, die gleicherma&#223;en zur Identifizierung wie zur Bezahlung an Bord dient, dann geht es einen kurzen Gang entlang, und da liegt sie auch schon: Das (vermutlich) 70.000 Tons schwere Schiff. Das Ding ist echt verdammt riesig. Eine Gangway noch&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Koffereinladerei.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4848" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Koffereinladerei-1024x575.jpg" alt="Am Pier in Miami" width="491" height="276" title="70000 Tons Of Metal Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!" /></a></p>
<p>&#8230;und ich bin drin! Ha! Es sieht (nat&#252;rlich) aus wie im vergangenen Jahr, Teppichb&#246;den, goldene Gel&#228;nder, Personal im schicken Hemdchen&#8230; und aus der PA dringt undefinierbares Death/Thrash-Geboller. Die ersten Biere werden verk&#246;stigt &#8211; sei es aus purer Freude oder um den Kulturschock zu verdauen. Im Gewusel l&#228;uft Jeff Waters von Annihilator vorbei, der auch nicht so ganz sicher zu sein scheint, in was er sich hier hineinman&#246;vriert hat.</p>
<p><span id="more-4847"></span>Erstmal stapfe ich noch oben, an Deck. Im Vergleich zum letzten Jahr scheinen die Kellner noch einen Zacken an Verkaufsfreudigkeit zugelegt zu haben: Lange muss hier keiner ohne Fl&#252;ssignahrung herumstehen. Der gro&#223;e Unterschied zu herk&#246;mmlichen Festivals: Sie wird gebracht, die Fl&#252;ssignahrung. Das hat was. Wenn man denn an einer Stelle stehen bleibt. Ein Bier kostet zwischen 5 und 6 Dollar, was nicht gerade als Schn&#228;ppchen durchgeht, aber f&#252;r die paar Tage wird das schon gehen. Muss ja. 2011 blieben die erwarteten Herzrhythmusst&#246;rungen angesichts der Endabrechnung auch aus. Lassen wir uns &#252;berraschen, und die Luxus-Margerita am Ocean Drive in Miami Beach d&#252;rfte preislich ohnehin schwer zu toppen sein. Ich prangere das an (nachtr&#228;glich). Zudem ist ja auch das Essen sowohl ziemlich gut als auch im Preis inbegriffen.</p>
<p><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Kabine.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4850" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Kabine-575x1024.jpg" alt="" width="345" height="614" title="70000 Tons Of Metal Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!" /></a></p>
<p>Auf dem Oberdeck wird gerade die Pool-B&#252;hne gebaut: Dazu wird eines der beiden Schwimmbecken abgedeckt. Allerdings dauert das wohl noch, zumal das alles auch gr&#246;&#223;er werden soll, h&#246;rt man. Warten wir&#8217;s ab. Ansonsten laufen alle wild durcheinander und freuen sich, die einen auf ihre zweite Fahrt, die anderen &#252;ber das abgefahrene Ambiente. Falls das Bild noch nicht ganz klar sein sollte: Man stelle sich 2000 Metal-Shirts und Camouflage-Buxen in einem Mehr-Sterne-Hotel vor. So wirkt das. Nur mit mehr Wind. Micha Rhein von In Extremo meint jedenfalls: &#8220;Cool, wer hier keine gute Laune hat, ist selber schuld.&#8221;</p>
<p><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Blick-aufs-DeckSMALL.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4852" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Blick-aufs-DeckSMALL-768x1024.jpg" alt="" width="461" height="614" title="70000 Tons Of Metal Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!" /></a></p>
<p><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Poolb&#252;hnenbaustelle.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4849" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Poolb&#252;hnenbaustelle-768x1024.jpg" alt="" width="507" height="675" title="70000 Tons Of Metal Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!" /></a></p>
<p>Sehr schnell wird klar, dass sehr, sehr viele der Erst-Kreuzfahrer von 2011 erneut gebucht haben, auch soll es wesentlich mehr Europ&#228;er geben. Das zusammen erkl&#228;rt vielleicht, dass die Cruise vollst&#228;ndig ausverkauft ist. Zudem fielen die Reaktionen auf die erste Runde ja fast &#252;berall gro&#223;artig aus. Allerdings kostet dieses Festival soviel wie ein Urlaub, weswegen auch viele &#8211; etwa Dennis &amp; Carina aus Deutschland, die 2011 bei uns im Heft waren &#8211; einfach zwei Wochen in Florida herumreisten, bevor sie das Schiff betreten haben. Die genauen Zahlen zur &#8220;Rebooking&#8221;-Quote (hat nix mit Turnschuhen zu tun) und zur L&#228;nderverteilung werde ich noch in Erfahrung bringen.</p>
<p>Ein Kommentar am Rande: Das Gen&#246;rgel der Metal-Gesinnungspolizei, eine solche Unternehmung sei &#8220;untrue&#8221; und nicht Metal und bl&#246;d, sind zu kurz gegriffen. Nach der Logik d&#252;rfte es auch keine Special-Sonder-Limited-Boxsets irgendwelcher Alben geben, weil die sich auch nicht jeder leisten kann oder will. Grunds&#228;tzlich gilt: Wer das bl&#246;d findet, soll nicht mitfahren. Zumal man hier ja auch was geboten bekommt, was zB f&#252;r bei irgendwelchen VIP-Packages auf Touren (viele Dollars f&#252;r ein 5-Minuten-Meet&amp;Greet, ein Shirt und bisschen Soundcheck gucken) eher nicht gilt. Ende des Kommentars.</p>
<p>Ersten Eindr&#252;cken nach sind auch mehr Damen und Paare an Bord. Ein zynischer Kommentar vernehme ich dazu: &#8220;Einige von denen scheinen ja zu allem entschlossen!&#8221; Was soll das denn hei&#223;en? Die meisten d&#252;rften sich n&#228;mlich denken: &#8220;Wieso??? Das Dekollete ist nicht zu gro&#223;! Ist doch hei&#223; hier, und knappe Bekleidung ist wichtig f&#252;r die Luftzirkulation!&#8221; Man muss eben auch mal praktisch denken, echt jetzt. So Hitzeschlag, auch und insbesondere am Brustkorb, ist sicher gef&#228;hrlich. Schlimme Seefahrerkrankheit, vermutlich.</p>
<p>Aber wo waren wir? Ach ja. An Deck. Und da h&#246;rt man auch von Kamerateams gro&#223;er Sender, die wieder da sein sollen. RTL hatte im vergangenen Jahr einen Bericht vom Schiff gebracht, der sich &#8211; erwartungsgem&#228;&#223; &#8211; vor allem auf die (vernachl&#228;ssigbaren) Ballermann-Einlagen an Bord konzentrierte, diese sogar explizit suchte und angeblich herzustellen versuchte. Das zeugte nat&#252;rlich von gro&#223;er Klasse und journalistischer Kompetenz, weswegen Ger&#252;chte kursieren, der Sender sei dieses Mal nicht an Bord gelassen worden. Was lustig w&#228;re. (Aber nicht stimmt.) Fest steht allerdings, dass sich sogar CNN f&#252;r die Cruise interessiert.</p>
<p>Nach der obligatorischen und verpflichtenden Notfall&#252;bung beginnt es im Bauch der &#8220;Majesty Of The Seas&#8221; dann zu rumoren &#8211; und das Riesending legt ab. Dieses Jahr ist es noch hell, als wir am Pier vorbeifahren und auf offenes Gew&#228;sser schippern. Derweil machen sich die ersten Bands bereit, etwa Grave Digger auf einer der Indoor-B&#252;hnen. Auf der coolen Pool-B&#252;hne sollen Overkill um 8 Uhr losbretten, aber hier scheint es ein paar Probleme zu geben. Nun ja, man kann das positiv betrachten: Weder Band noch Publikum k&#246;nnen jetzt noch weg! :)</p>
<p><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Noch-in-der-Parkl&#252;cke.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4853" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Noch-in-der-Parkl&#252;cke-768x1024.jpg" alt="" width="461" height="614" title="70000 Tons Of Metal Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!" /></a></p>
<p><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Sch&#252;ssMiami.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4854" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/Sch&#252;ssMiami-1024x768.jpg" alt="" width="614" height="461" title="70000 Tons Of Metal Kreuzfahrt: Das Schiff legt ab!" /></a></p>
<p>Euer</p>
<p>Sonnentyp #1, Latin Leimsen</p>
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		<title>70000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt: Mehr Abend davor&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 02:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leimsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs an der Front]]></category>

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		<description><![CDATA[Miami Beach wird schw&#228;rzer. Nein, das Wetter passt sich nicht dem deutschen Winter an, aber die Anzahl der Metal-Shirts steigt signifikant, denn morgen geht&#8217;s los. Irgendwo am wei&#223;en Sandstrand gibt&#8217;s auch ne Party, h&#246;rt man.
&#160;
Virgin Steele trudeln ein, Dark FunForAll ebenso, zusammen begibt man sich auf die Suche nach einem Abendessen. Doch so eine gro&#223;e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Miami Beach wird schw&#228;rzer. Nein, das Wetter passt sich nicht dem deutschen Winter an, aber die Anzahl der Metal-Shirts steigt signifikant, denn morgen geht&#8217;s los. Irgendwo am wei&#223;en Sandstrand gibt&#8217;s auch ne Party, h&#246;rt man.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Virgin Steele trudeln ein, Dark FunForAll ebenso, zusammen begibt man sich auf die Suche nach einem Abendessen. Doch so eine gro&#223;e Reise- bzw. Rumlatschtruppe ist nicht zusammenzuhalten. Die D&#252;sterheimer wollen auf die Uferstra&#223;e (Ocean Drive), die Melodic Metaller laufen mit bis zum Art Deco-Viertel mit Galerien (auch Sonntagabends nat&#252;rlich ge&#246;ffnet) und etlichen Restaurants.</p>
<p><span id="more-4836"></span></p>
<p>Doch die Auswahl ist eingeschr&#228;nkt: Nur Etablissements mit Football-&#220;bertragung sind genehm. Aha. Dann geht es eben zum Mexikaner, wo wir &#8211; wir lernen von gestern &#8211; vorsichtig bestellen. So ein Bier kann ja nicht soviel kosten wie der Monster-Margerita von gestern. (Weil Kollege K&#252;ppers &#252;brigens keine Lust hatte, sich anhand des gestrigen Hinweises den Preis auszurechnen, steht unten die Aufl&#246;sung. Faule Socke.) Vor dem Restaurant l&#228;uft uns dann Gerre von Tankard &#252;ber den Weg und erz&#228;hlt etwas von &#8220;Cooles Shirt, dass du da gestaltet hast!&#8221;. Nett, nur: Ich hab kein Tankard-Shirt gestaltet. Wie denn? Mit dem Farbkasten? Bin ich also schon wieder verwechselt worden? Oder macht Tobias Hansen Shirt-Design? Oder sind die einfach alle v&#246;llig verwirrt? Himmel!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Egal aber, keine Zeit, muss Bier bestellen. Sierra Nevada Pale Ale gerne, bitte, danke. Hat Zakk Wylde 1999 in L.A. mal einigen Jungjournalisten (darunter eurem Berichterstatter) empfohlen und auch pers&#246;nlich aus einer Plastikt&#252;te gezogen und kredenzt. Und wenn der Meister spricht, dann merkt man sich das.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf dem R&#252;ckweg kommen wir an Miami Ink vorbei, einem Tattooladen, der irgendwann und -wo schon mal im Fernsehen war. Und weil das Hirn nach Sierra Nevada umgezogen ist, reift sofort der Plan, mir Zakk Wyldes Bart auf den Oberarm t&#228;towieren zu lassen. Wer h&#228;tte noch nicht daran gedacht? Nur hat Kat von D heute Abend gar keinen Dienst an der Nadel, wie es scheint, also ziehen wir entt&#228;uscht ab. Dass die Dame eigentlich bei L.A. Ink arbeitet, also paar tausend Meilen westlich, dringt nicht bis nach Sierra Nevada vor. Was soll&#8217;s… Ab ins Bettchen, morgen ist Kreuzfahrt! Kann auch jetzt mal losgehen!</p>
<p><a href="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/MiamiInk.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4839" src="http://blog.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2012/01/MiamiInk.jpg" alt="" width="384" height="288" title="70000 Tons Of Metal Kreuzfahrt: Mehr Abend davor..." /></a></p>
<p>Nacht,</p>
<p>Leimsen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Aufl&#246;sung:</p>
<p>95 Nasty</p>
<p>- 67 Seas In Your Eyes</p>
<p>- 3 Days in Darkness</p>
<p>= 25 Dollar</p>
<p>= Sauerei</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nach dem verrecken Bands entdecken</title>
		<link>http://blog.metal-hammer.de/nach-dem-verrecken-bands-entdecken/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 19:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktions-Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Dir en Grey]]></category>
		<category><![CDATA[Dum Spiro Spero]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[J-Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geht hier nicht um den eigenen Exitus und die Nach-Tod-Entdeckung von Bands, sondern um aufgel&#246;ste Bands, an denen man erst und pl&#246;tzlich Gefallen findet, als es schon zu sp&#228;t ist. Nicht wegen der Aufl&#246;sung, so b&#246;se wollen wir nicht sein, sondern einfach nur NACH der Band-Aufl&#246;sung. So b&#246;se ist n&#228;mlich das Schicksal manchmal.
Mir ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht hier nicht um den eigenen Exitus und die Nach-Tod-Entdeckung von Bands, sondern um aufgel&#246;ste Bands, an denen man erst und pl&#246;tzlich Gefallen findet, als es schon zu sp&#228;t ist. Nicht wegen der Aufl&#246;sung, so b&#246;se wollen wir nicht sein, sondern einfach nur NACH der Band-Aufl&#246;sung. So b&#246;se ist n&#228;mlich das Schicksal manchmal.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img title="Dir en Grey - Dum Spiro Spero" src="http://www.metal-hammer.de/incoming/article117832.ece/ALTERNATES/s300/Dir+En+Grey%2C+Dum+Sprio+Spero%2C+Cover.jpg" alt="Dir en Grey - Dum Spiro Spero" width="300" height="300" /><p class="wp-caption-text">Dir en Grey - Dum Spiro Spero</p></div>
<p>Mir ist das gerade k&#252;rzlich passiert – ich fuhr auf dem Rad durch Berlin und h&#246;rte Musik. Shuffle. Pl&#246;tzlich dringen <a title="Offizielle Seite von Dir en Grey" href="http://www.direngrey.co.jp/" target="_blank">Dir en Grey</a> aus den Kopfh&#246;rern und es folgten diverse Schock-Momente. Nicht sch&#246;n, h&#228;tte mich fast gegen einen poshen Mercedes fahren lassen, der wild hupend auswich und verd&#228;chtig nah an den recht hohen Bordstein kam. Was war passiert? Hier die Auswertung der Blackbox „Erinnerung“:</p>
<ol>
<li>Igitt, Dir en Grey.</li>
<li>Wie zum Teufel kommen Dir en Grey auf den Player?</li>
<li>Warum gef&#228;llt mir das eigentlich?</li>
</ol>
<p>Ich versuche es jetzt nachtr&#228;glich mit Sch&#246;nrederei – das Album DUM SPIRO SPERO ist einfach besser, als der alte Mist. Deswegen war es vollkommen normal und richtig, bei Auftritten der Band schnell wegzugehen, bei Songs schnell wegzuskippen.</p>
<p>Und doch: Dieses eine letzte Album ist fett. Und die Band aufgel&#246;st. Problem kennen wohl die meisten Musik-Fans.</p>
<p>Die Moral der kleinen Geschichte ist aber: dank Post-Geschehniss-Rationalisierung ist es gut, dass Dir en Grey aufgel&#246;st sind. Jetzt kann ich gar nicht mehr in die Verlegenheit kommen, einen weiteren ihrer Auftritte furchtbar zu finden und kann mich damit begn&#252;gen, einfach dieses eine Album zu m&#246;gen. Gl&#252;ck gehabt.</p>
<p>[Update in eigener Verwunderung:] Warum auch immer ich dachte, Dir en Grey h&#228;tten sich aufgel&#246;st. Irgendwie war ich mir sicher, aber da war wohl der Wunsch Vater des Gedanken. Bei so vielen grauenvollen Auftritten darf sich das schonmal w&#252;nschen. Wobei das Album&#8230;</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/qpuYs1DE97k?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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