Graspop 2010 – Die Nachlese
Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 30.06.2010 | 1 Kommentar
Liebe Gemeinde,
leider hatten wir bereits vor der Abreise einen schmerzlichen Verlust zu vermelden. Tobias war verhindert, sodass vollmundig versprochen wurde, ihn per Multi-Autor-Blog an der brutalen Sause teilhaben zu lassen. Funktioniert aber alles nicht, wenn Gunnlord Sauermann mit dem Spindschlüssel zum Laptop in allen Fotogräben zeitgleich weilt, Deutschland gegen England spielt und zur Krönung niemand des Kränzens Passwort kennt. Epic fail also und daher hier die Nachlese in Bildform.
Während wir La Schurer am Duisburger HBF vom ICE-Terror made in Munich abholen, bestellt Anzo per SMS exotische Kaugummis „aus der Heimat“. Gut nur, dass es dort neben Döner und Bier auch derlei Abgedrehtes gibt. In Belgien angekommen, wird der spontan mitgereiste Soundexperte Jochen zwangsakkreditiert, das Kennenlernen der Festihuts kann nur mit sofortiger Dosenverhülsung korrigiert werden. Kränzen ballert einen nach dem anderen auf „Metal-Sprech“ raus, „Vile“ „Death“ eine ganz amüsante Idee ist. Bitte sofort als Rubrik einführen! Änzen will die Nacht durchmachen, aber nachdem unser belgischer Hardcore-Nachbar keinen Bock hat, Death Metal als neue Weltmacht anzuerkennen, hauen wir uns doch lieber aufs Ohr.

In WM-Zeiten per deutsch beflaggter Dose das Revier markiert.
Am Freitag kündigt der Planet bereits großzügige Verbrennungen an, im Hintergrund wundert einen das Kernkraftwerk auch nicht mehr.

Strahlemann und Söhne...
Auf dem Gelände geht vor lauter coolen Bands direkt die Post ab. Thrash feiert ja Comeback, da haben auch die belgischen Kids gleich die stumme Ursel mitgebracht.

Die stumme Ursel hat jetzt auch ein Domizil in Belgien
Jupiler (statt „Jüpiler“ ganz modern „Dschjupeiler“ gesprochen) ist das neue Getränk der Stunde, der Saloon lädt mit netten Bardamen zum Verweilen ein. Bringt uns aber rein nichts, weil wir Slayer bei brüllender Sonne auf der Main Stage sehen müssen und wollen. Oh Wunder, selbst dieses Sakrileg funktioniert ganz vorzüglich.

Der Jupiler Saloon

Einmal Close-Up bitte

Nach Bands wie Walls Of Jericho kommt man etwas lädiert aus dem Zelt.
Terror Beatdown ist ja auch nix für die Schöngefönten. Frank ist übrigens nur insgeheim unser Sleazies, in Wirklichkeit arbeitet er als Sängerdouble sowohl für Job For A Cowboy als auch Unearth, beides Mal ein Topjob.

Essen ist überbewertet, vor allem die ganze Frituur-Verhuurung.
Wok Fusion wird allerdings der nächste große Trend im Proggressive-Mathcore-Genre.

Der Vollpatient hier hat sich selbst mit Absperrband seitlich der Bühne befestigt und drei Tage durchgebangt. Sehr gutes Pensum!

Auf einem großflächig mit Bauzäunen abgesperrten Waldstück wacht ein einsames Männlein am späten Nachmittag auf.
Wir wetten, er hat auch keinen Plan, wie er da gelandet ist. Hätte er einfach mal einen belgischen Passanten samt Auto gekapert, um sich nachts von der Metal Dome-Party zum Camping fahren zu lassen – die sind da recht offen und schmerzfrei.

Der letzte Tag verlangt der ganzen Truppe noch mal alles ab.
Unsere Fotografen Gunnlord und Axel kämpfen mit der totalen Erschöpfung. Der Rest bewegt sich ab jetzt eher in Zeitlupe. Ein Schelm, wer dieses Shirt so langsam zu seiner Grundsprache macht.

Nein, der Typ hier ist nicht unser neuer Kollege Küppers...
…den sieht man nämlich nur mit sportlichem Rauchwerk und einer kessen Ruhrpottgeschichte auf den Lippen. Guter Einstand.

Die mächtigen Kiss entschädigen für alle Wehwehchen. Es hagelt Hits auf Hits.
- 30.06.2010
von Tobias
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Kommentare 1
Welche enthält sehr interessanter Artikel. Kaum zu warten, um etwas Neues zu schreiben. Herzlichen Glückwunsch.
ViaGra am 8. Juli 2010 01:10