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Horror-Sequels im Selbsversuch – Wrong Turn 4

Unterwegs an der Front | Autor: Flo | 20.02.2012 | 2 Kommentare

Zugegeben, überhaupt auf die Idee zu kommen, dass ein Film dessen Filmtitel eine Zahl höher als zwei beinhaltet auch nur im Ansatz gut sein könnte, ist gelinde gesagt schon ein bisschen gewagt. Aber was solls, das Cover zeigt eine Hand im Schnee mit abgeschnittenem Daumen, auf der Rückseite stehen Schlagworte wie: Schockierend, Blutig, Gnadenlos. Schauen wir mal.

Das Setting ist ja auch erstmal ganz nett – ein Sanatorium in dem zombieeske Freaks eingesperrt werden die sich natürlich befreien können und die Belegschaft erstmal zerschnetzeln. Ok. Kann man mal machen. Das ganze passiert natürlich irgendwann in den Siebzigern – Cut, Zeitsprung – Gegenwart.

Da stellt sich zum erstenmal Unwohlsein ein, nämlich in dem Augenblick als die Protagonisten vorgestellt werden – allesamt völlig gehirnamputierte Ami-College-Teenies, die von “Schauspielern” dargestellt werden, die allesamt vielleicht minimal besser spielen als Hartholz, wohlwollend gesagt. Eigentlich verspürt man sofort den Wunsch, sie mögen doch bitte möglichst schnell massakriert werden, dass man sich dieses belanglose Gequatsche nicht länger anhören muss. Ab da werden wirklich alle Horror-Klischees bemüht – die Nervensägen machen einen hippen Ausflug auf ihren hippen Schneemobilen, verfahren sich natürlich und landen – wer hätts gedacht – in diesem alten Sanatorium, das selbstredend seit den 70′ern leer steht – und wer hätts gedacht – die Zombiefreaks vom Anfang leben da immer noch und ernähren sich von Kartoffeln und Menschen. Na gut, die ersten Nervensägen werden relativ zügig gekillt, was gut ist, aber wenn man nur einen einzigen Horrorfilm in seinem Leben gesehen hat sollte man so ein paar Grundverhaltensweisen gelernt haben. Eine davon ist: Löse die Gruppe nicht auf – ist schon ein bisschen sicherer als alleine. Machen die Doofköppe natürlich trotzdem ständig – einer nach dem anderen wird gemeuchelt – langweilig.

Der einzig vom Splatterfaktor “lustige” Moment ist eine Art Kannibalenfondueszene in der ein durchaus bemitleidenswerter Kerl bei lebendigem Leib zu Fonduestücken verarbeitet wird, die dann mit Zwiebeln und Kartoffeln verspeist werden. Das wars. Zwei überleben. Fertig. Wenn also jemand lust auf einen völlig belanglosen Schwachmatenstreifen hat, der von restlos uninspirierten Menschen gemacht wurde – bitte anschauen.

Bild: Constantin Film

Bild: Constantin Film

Film · horror · Splatter · Turn · Wrong

  • 20.02.2012

von Flo

Kommentare 2
stimmt nicht

Es überlebt keiner selbst die beiden Mädchen sterben am Ende durch enthauptung :)

Bad Warrior am 2. März 2012 14:44

stimmt nicht

Ja, im Nachhinein habe ich das auch erfahren. Die gesehene deutsche Version ist wohl hier und da ein bisschen geschnipselt - wohingegen ich das Ende, bei dem alle sterben, bei weitem besser finde! Vielleicht finde ich ja meinen Frieden mit dem Film wenn ich die Uncut-Version sehe :) Aber danke für die Info!

Flo am 2. März 2012 15:17

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