„Metal ist den Opern und Sinfonien sehr nah“
Metal im Alltag | Autor: Tobias | 03.02.2010 | 0 Kommentare
Die junge Sopranistin Anna Prohaska feiert momentan diverse Erfolge – und verblüfft die große weitere Presselandschaft mit ihrer Affinität zum Metal. Metal sei schließlich den Opern und Sinfonien sehr nah, erklärt sie im Zeit.de-Interview:
ZEIT ONLINE: Sie mögen aber auch noch ganz andere Musik, etwa Heavy Metal.
Prohaska: Das ist gar nicht so ungewöhnlich. Durch seine Dramatik und Emotionalität kommt Metal den Opern und Sinfonien oft sehr nahe. Viele Metal-Bands arbeiten deshalb längst mit klassischen Orchestern zusammen. Techno und Elektropop sind davon viel weiter entfernt.
ZEIT ONLINE: Welche Bands sind Ihre momentanen Favoriten?
Prohaska: Früher hörte ich viel Metal und Industrial Rock gehört, zum Beispiel die norwegische Band Dimmu Borgir, Rammstein und Einstürzende Neubauten. Inzwischen bin ich aber eher auf dem Blues-Trip. Ich mag die Band Calexico, die US-Countryrock mit mexikanischen Rhythmen mischt. Oder ich höre Afro Celt Sound System, die afrikanische Musik mit keltischen Instrumenten kombinieren. Weltmusik kann die Kluft zwischen Klassik und populärer Musik wunderbar überbrücken. Der bretonische Harfenist Alain Stivell, den ich sehr schätze, spielt auf einem seiner Alben nicht nur traditionelle keltische Weisen, sondern auch Stücke von Händel.
Metal-Fans sind halt überall! Eine Welt-Unterwanderung…
- 03.02.2010
von Tobias
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