Rock am Ring Blog: Guano Apes, Billy Talent, Chris Cornell
Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 07.06.2009 | 2 Kommentare
Vor der Mainstage ist es proppevoll, die von den Toten erweckten Guano Apes zocken ihren Überhit “Lords Of The Boards“ und fast alle da unten Hüpfen. Kein Wunder, den Song kennt man seit Jahren aus jeder Bauerndisse. Muss ihnen erstmal jemand nachmachen! Genau wie einen Gig nach mehreren Jahren Abstinenz, bei dem so viele Leute da sind. Aber leider wirkt der Auftritt alles in allem doch etwas blutarm. Da kann sich Sandra Nasic noch so sehr vor den Fotografen auf dem Boden wälzen und noch so viel silberner Glitterflitter im Hintergrund hängen – so wirklich rocken die Guano Apes nicht. Solide ja, Rock’n’Roll nein.
Das bisschen, was von Chris Cornell zu sehen war, war ebenfalls nicht besser. Meistenteils schmachtet er natürlich vor sich hin, brüllt sich dann eher unpassend durch „Show Me How To Live“ von Audioslave und kann – Überraschung Überraschung – nicht überzeugen. Eigentlich hat der Mann doch eine richtig gute Stimme, aber da hört man heute nicht allzu viel von. „Spoonman“ hin oder her.
Dafür rennen nach den Guano Apes scharenweise Fans richtig vorderem Bühnenteil. Ja, sie rennen. Der Grund ist klar: Billy Talent spielen jetzt. Mit ihrem zweiten Album haben sie sich so zum Shootingstar gekreischt, dass die ganzen Kurzen jetzt lauthals steil gehen. Wie der Gig wird, erfahrt ihr später. Wisst ihr doch ;-)
Aus Spädda!
Billy Talent · Chris Cornell · Festival · Guano Apes · Rock am Ring · Tour-Tagebuch- 07.06.2009
von Tobias
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Kommentare 2
Guano Apes bei Rock am Ring war eine katastrophe wenn ihr mich fragt!!!!! ich habe selten eine so große kluft zwischen band und frontfrau gesehen wie gestern bei mtv live@RAR. Die tante trifft kaum einen ton,versemmelt jeden schrei, kann KEIN wort richtiges englisch (redet aber mit einem zu 90% deutschen publikum englisch!!!), stellt dem publikum konsequent dämliche fragen und kriegt eine 10-track-setlist durcheinander. die OBER-FRECHEIT allerdings ist, das sandra nasic es seit über 13 Jahren nicht schafft, den größten HIT der Band (open your eyes) selbst zu singen. seit eben dieser zeit wandert ihr Mikro beim Refrain (dem EINZIGEN gänsehaut-moment der Apes!!) immer in Richtung Publikum. diese Frau ist komplett talentfrei aber posed wie Doro Pesch auf Koks!!!!!! die reaktion des Publikums war dementsprechend verdienterweise mau. Mich ärgert es nur für den Rest der Band, denn die spielen tight und souverän Ihr Set!!!! Bring Back I.O.!!!!!!!!!!!!
svenjah am 8. Juni 2009 11:50
Also ich finde Svenjah hat auf jeden fall recht, denn es ist wirklich so, dass bei den ganzen Refrains (auch bei Loard of the Boards) kein Ton von ihr kommt und das Publikum nicht wirklich viel rüber bringen kann...vorallem auch bei dem ovben genannten Loard of the Boards hat völlig der Ansatz bei beginn gefehlt. Jedoch muss ich auch dazu sagen, dass die Guano Apes mal viel besser waren und Sandra deffinitiv ne bomben Stimme hat und den Refrain von open your eyes jawohl auch noch hinbekommen sollte...Jedoch ist Machen und Können ne andere Sache. Deswegen würde ich sagen man sollte ihnen noch eine Chance geben und darauf hoffen, dass sie wieder so werden wie früher und sich auch wieder besser verstehen, damit die Koordination zwischen Band und Sandra wieder stimmt.
Andy am 14. Juni 2009 20:59