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Summer Breeze 2008 – Teil 2

Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 15.08.2008 | 1 Kommentar

Summer Breeze Nachwuchs Ehrung

Summer Breeze Nachwuchs Ehrung

Noch während die gestressten Headbanger in der Stauschlange vorwärtskriechen, geht in der Zeltbühne bereits die erste Riff-Action ab. Der Nachwuchswettbewerb zieht schon die ersten Heerscharen an – die Deathcoreler Fuck Your Shadow From Behind gewinnen vor den Melodic-Deathern Bloodwork.

Danach steht die Metal Blade-Nacht an: Anima rocken fett, allerdings fehlt etwas der Esprit der Platte, Lay Down Rotten feuern mit ihrem ‛Heartwork’-Cover aus allen Rohren, Hail Of Bullets lassen wie schon beim Party.san ihren Stalingrad-Kugelhagel auf die Meute los.

The Rotted hauen ebenfalls derbe ins Mett, was aber nichts ist gegen den Pit bei Born From Pain. Fleshcrawls Sound ist nicht ganz so dick, wohl aber Todesklassiker wie ‛As Blood Rains…’ und ‛Soulskinner’.

Am nächsten Morgen hat sich nicht nur der Stau in Wohlgefallen aufgelöst, sondern auch jeglicher Anreisestress. Die Fans sind bester Laune, ein guter Teil schon mittags gut angetrunken. Gesänge schallen über den matschigen Zeltplatz, und so manche machen sich einen Spaß daraus, um die Autos, die sich im Schlamm festgefahren haben, herumzutanzen.
Dann macht auch schon das Festival-Gelände auf, und Fuck Your Shadow From Behind, die Gewinner-Band vom Mittwoch, eröffnet das Festival einer fetten Portion Gemetzel. Danach rocken die Schweden-Damen von All Ends, bevor die Emils Bulls mit ihrer Version von Megadeths ‛Symphony Of Destruction’ für die ersten Fäuste, aber auch Stirnrunzeln ob des manchmal schiefen Gesangs sorgen.

Auch am METAL HAMMER-Bus tut sich einiges: Nach dem Forumtreffen laufen die ersten Bands zur Autogrammstunde ein. Lay Down Rotten schreiben fleißig ihre Signaturen auf die Zettel, Despised Icon auch, aber der fetteste Andrang herrscht bei Helloween und vor allem Arch Enemy.

Musikalisch geht es auf der Hauptbühne Schlag auf Schlag. Robert Müller ist zwar nicht hundertprozentig von der Qualität der Saltatio Mortis-Songs überzeugt, findet aber zumindest, dass sich dort in den ersten Reihen die hübschesten Mädchen getummelt haben. Das kann man von Negura Bungets Gig im Partytent zwar nicht behaupten, dafür haben die einen Gastmusiker mit an Bord: Thelemnar von Secrets Of The Moon kann dank der spendablen Aushilfe der Drone-Jungs trotz mangelnden eigenen Equipments mit auf der Bühne trommeln.

Soilwork sind einmal mehr die perfekte Festival-Band – auch wenn am Anfang Sound-Probleme den Genuss trüben. Danach aber hagelt es nicht nur Hits, sondern auch Stagediver des Todes. Während der Großteil der METAL HAMMER-Crew danach zu Recht den Kollegen Chris Hector mit seiner Doom-Band Ahab anfeuert, muss Herr Müller sich mit Behemoth vergnügen. Kein Wunder, dass er von ‛Christians To The Lions’ begeistert ist. Auch die obligatorische Bibelzerfetzung ist wieder am Start. Passend dazu gibt’s Ansagen der Marke “Scream For Me, Deutschland!” Kommt gut an. Und dann kommen dann noch Songs wie das unkaputtbare ‛From The Pagan Wastelands’, so dass der Gig als Erfolg verbucht werden kann.

Paradise Lost fangen zwar lahm an, doch bei ‛As I Die’ wird’s nicht nur heftiger, sondern die Sonne geht auch in wunderschönem Rot unter. Fast schon romantisch. Außerdem fährt die Band nun weitere Klassiker auf: ‛Pity The Sadness’ und ‛Embers Fire’ sind am Start. Und dank des positiven Feedbacks kommt auch bei neueren Songs wie ‛Never For The Damned’ Mitklatschatmo auf. Dennoch ist insgesamt nicht so viel los wie bei Arch Enemy, die zuvor die Main Stage zerrockt haben. Angela Gossow ist einfach ein Energiebündel: Die zierliche Sängerin versteht es, die Fans so anzufeuern, dass schließlich ein wahres Stagediver-Meer über die Köpfe der Banger hinwegbrandet.

Zum Abschluss des Abends gibt einmal Ruhiges mit Cult Of Luna, kurz beschrieben von Robert mit den Worten “Wall Of Sound, aber nicht transzendent”. Danach wacht auch Warmaster Flo wieder aus seinem mehrstündigen Erholungsschlaf auf. Despised Icon zerschmettern sich, die Bühne und die Fans. Und den Warmaster. Der ist der Fahrer, also geht’s danach gleich ins Bett.

Summer Breeze - ein Festival für Jung und Alt

Summer Breeze - ein Festival für Jung und Alt

Festival · summer breeze

  • 15.08.2008

von Tobias

Kommentare 1

...das war nicht die Snare von Drone, sondern eine vom Summer Breeze! ;-) Mein fehlendes Equipment war noch irgendwo unterwegs! Aber Sticks hatte ich dabei... :-)´

Thelemnar am 19. November 2008 18:49

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