Die Einträge der Rubrik: 'Festivals 2012'
Summer Breeze 2012: Wir spielen Wikinger und Indianer
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 19.08.2012 | 0 Kommentare
Das war’s also schon wieder? Schade. METAL HAMMER bewegt sich Richtung Berlin. Bevor wir im eher mittelgut klimatisierten Auto dahinschmelzen und noch die letzten Erinnerungen an den Summer Breeze-Abschluss verlieren, ein letzter Blog-Eintrag.
Was wir noch sagen wollten:
Amon Amarth obsiegen auch auf leisen Sohlen
Leider war der Sound beim Samstags-Headliner Amon Amarth nicht überall optimal. Lag vielleicht daran, dass im Infield so viel los war wie während des ganzen Festivals nicht und sich die Fans wirklich bis ins letzte Eck drängten – so Körper schlucken ja was an Lautstärke (Veranstaltungstechniker mögen an dieser Stelle bei Bedarf korrigierend aufschreien). Blöd war’s trotzdem, dass man sich selbst am METAL HAMMER-Stand fast normal unterhalten konnte und sogar die Pyros lauter knallten als Johans Schlachtrufe. Aber: Ein guter Song ist ein guter Song und wir haben die Texte ja nicht umsonst auswendig gelernt. Also ein leiser, aber legendärer Siegeszug für die Wikinger-Armee.
Traurig macht fröhlich
Katatonia als Abschluss der Hauptbühnen-Shows: Zu schön für Worte.
Feuerwerk: Ooooooh!
Zum Finale des 15. Jubiläums fährt das Summer Breeze noch einmal richtig auf. Feuerwerk – schön und gut, ist nett, kennt man aber. Aber was da abgefackelt wurde war eine gigantische Glitzer-Sensation. Da vergisst man sogar mal kurz sein Zynisches-Arschloch-Syndrom und steht nur mit offenem Mund und funkelnden Augen unter dem Feuerregen.
Sauce Hollondaise ist Leben
Wenn der Pommesstand um zwei Uhr nachts keine Käsesoße mehr hat, macht das gar nichts, wenn es als Ersatz Sauce Hollondaise gibt. Es wurde von METAL HAMMER-Mitarbeitern berichtet, die ihr Gesicht in die leere Pommestüte gruben, um noch eine Zungenspitze voll abzubekommen.
Frühstück mit den Village People
Wir leben halt doch in Bizarro-Welt. Oder wie kommt’s, dass man beim Frühstück in der Pension zuerst mit Pink Floyd, direkt danach mit den Village People beschallt wird? Und alle es toll finden? Und zwei von vier Leuten den Häuptling am tollsten finden? Wir glauben nicht an Restalkohol. Obwohl…:
Macht der Gewohnheit
Die Stimme der Vernunft: „Bitte was, du hast dir zum Frühstück gleich wieder einen Sekt eingeflößt?“
Die Stimme des Praktikanten: „Aber nur ein kleines Glas, damit das Zittern aufhört.“
–
In diesem Sinne: Ihr hattet hoffentlich so viel Spaß auf dem Summer Breeze 2012 wie wir. Viele, viele, viele Bilder vom Festival findet ihr schon bald auf metal-hammer.de und natürlich im METAL HAMMER.
Alkohol · amon amarth · Festivals 2012 · Feuerwerk · Katatonia · summer breeze · Village PeopleSummer Breeze 2012: Wissen macht scharf
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 18.08.2012 | 0 Kommentare
Wissen ist Macht. Die Macht ist Metal. Also: Wissen ist Metal.
Macht dass das Infotainment- und Wissenschaftsmagazin Galileo zu einem Metal-Magazin? Eigentlich nicht, aber wir helfen ja gerne aus: Weil ein Film-Team dem Pro7-Publikum gerne die Faszination Metal nahebringen will, haben sie METAL HAMMER-Mitarbeiter zur Hilfe gerufen und auf dem Summer Breeze um Auskunft gebeten.
Dabei kam raus: Weder der Galielo-Reporter noch meine Wenigkeit waren bisher Crowdsurfen. Liegt bei mir ehrlich gesagt daran, dass ich Angst habe, meine Haare könnten sich irgendwo verknoten. Aber was tut man nicht für den TV-Ruhm… Die Crowdsurfing-Versuche und hoffentlich einigermaßen souveränen Metal-Erklärungen folgen im Lauf des Jahres auf Pro7. Wir sind so gespannt wie ihr.
Auf den Bühnen stehen mit Amon Amarth, Sick Of It All, Katatonia und Hatesphere noch einige schöne Dinge an. Einen großen Teil des Tages hat die METAL HAMMER-Crew aber mit sich selbst zugebracht.
Björn berichtet ganz aufgeregt von der tollen australischen Sportart „Zwergen-Weitwurf“ uns stellt die Frage in den Raum: Ist das menschenverachtend oder doch nur zwergenverachtend?
Wir haben außerdem gelernt: Als Journalist nimmt man keine Geschenke an – schon aus gesundheitlichen Gründen! Die Freude war zwar groß, als ein Plattenfirmen-Mitarbeiter uns die Reste seines Falafel-Tellers anbot, auch der Hinweis „Achtung, scharf“ schreckte uns nicht unbedingt ab. Er hätte aber gerne noch expliziter betonen können, WIE scharf das Ding ist. Tränen flossen, Lachen wurde zu Schreien, Gaumen zu Feuerbällen, Mägen zu Klumpen. Aber Spaß macht’s halt doch. Nukleare Sadomaso-Falafel für alle!
Nur Lothar macht’s richtig, hält sich aus allem raus und spritzt sich dank einer filigranen Pflanzenbestäuber-Ventilator-Konstruktion selber an.
Schlimme Entdeckung außerdem im VIP-Bereich: das Versager-Kamel. Es kennt Electronica, House, Techno, HipHop und Indie. Von Metal hat es aber keine Ahnung. Öfter mal Galileo schauen, du schmutziges Huftier!
Festivals 2012 · Galileo · History Of Metal · Metal-Wissen · summer breezeSummer Breeze 2012: Krabben in Flammen
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 18.08.2012 | 0 Kommentare
Puh, wie konnten wir vergessen, DAS zu erwähnen: Die erste band für das Summer Breeze 2013 ist bereits bestätigt! Nächstes Jahr werden In Flames in Dinkelsbühl ein Hit-Feuerwerk entzünden. Wir freuen uns schon jetzt darauf.
Wobei wir uns auch am Freitag weder über Mangel an Hits noch über zu wenig Feuer beschweren können. Immortal, jemand? Schöner Krabbengang, schön ‘Tyrants’, schön ‘Damned In Black’. Songs über Feuer, Eis und Kälte und Dunkelheit unter riesigen Pyros zu singen muss man erst mal bringen. Wir feiern hart.
Wie auch vorher bei Dark Tranquillity. Björn und der Blogger eures Vertrauens wollen nur mal kurz vor die Bühne gucken und eigentlich gleich wieder gehen, wenn kein Hit kommt. Es wird dann doch ein Heabang-Fest bis zum Ende des Konzertes – obwohl ‘Lost To Apathy’ fehlt. Björn ist selbst am nächsten Tag noch hin und weg: „Für den Sänger von Dark Tranquillity hab ich ja eine Schwäche.“ Anja stöhnt: „Mein Gott Björn, jetzt werd halt endlich schwul.“
Allerdings müssen sich Dark Tranquillity warm anziehen, denn in der Zeltbühne zeigt sich, dass starke Konkurrenz heranwächst: Bei Insomnium ist die Hölle los. Im VIP-Zelt gleichfalls, denn Prakti Vince mosht beim Auftritt von Mambo Kurt die erste Reihe um. Corvus Corax bringen unterdessen die Erlösung für Herrn Zahn: Endlich ist weniger vor der Bühne los, er traut sich raus um etwas zu essen zu besorgen.
Nun ist der letzte Tag angebrochen, die Sonne knall nochmal mit allem was sie hat, und wir knallen zurück. Gunnar versucht, beim unfreiwilligen Hören Betontod nicht alle Gehirnzellen zu verlieren und textet Songs für deren neues Album:
„Ich sitz hier auf der Schüssel
und halte meinen Rüssel
Jetzt wird abgeklopft
Damit‘s nicht in die Hose tropft“
Identitätsrock ist hiermit hochoffiziell Krieg.
Betontod · Dark Tranquillity · Festivals 2012 · Immortal · In Flames · Insomnium · mambo Kurt · summer breeze · Summer Breeze 2013Summer Breeze 2012: Freude und Leid in Stereo
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 17.08.2012 | 1 Kommentar
Schön ist: Sonne. Der Feind ist: Sonne. Den ganzen Tag in der Hitze auf dem Summer Breeze-Feld herum zu hängen kann einen fertig machen – aber das Publikum macht’s schlau und legt einfach ein bisschen später los.
Während der ersten Bands geht zwar direkt vor den Bühnen schon ein bisschen was. Dort, wo sonst Menschen in der Sonne flacken und Bier und Eimer-Getränke schlürfen herrscht lange Zeit gähnende Leere.
Bands wie Roterfeld und Mono Inc. machen die Situation ehrlich gesagt auch nicht viel besser. Highlight des letztgenannten Gigs war dann auch die Einsicht des Frontmanns: „Das mit dem Mitsingen lassen wir heute dann doch lieber.“ Am METAL HAMMER-Stand stöhnt es: „man hätte noch so viel mehr lassen können.“
Crowbar machen zwar mit ordentlich Bass Druck, viel reißen können sie gegen die gelbe Sau von oben leider auch nicht. Und doch schmilzt das Eis so langsam, mehr und mehr Leute tauchen auf dem Gelände auf. Auch vorm METAL HAMMER-Stand knubbelt es sich. Die Autogrammstunden von Eskimo Callboy und Within Temptation schlagen ein wie Bombe, das Ende der Schlange ist von unserer Position aus nicht mehr auszumachen. Ein dickes SORRY an alle Fans, die nicht mehr zu ihrem Autogramm kamen. Leider haben die Bands einen engen Terminplan.
Unterdessen entsteht im Mini-Biergarten hinter dem METAL HAMMER-Stand die Idee eines Ableger-Heftes: In HEADBANGER’S HEALTH werden vor der Festival-Saison Sonnencremes auf ihre Open Air-Tauglichkeit geprüft, Fitnesstipps gegen den Nachsaison-Bierbauch gegeben und Riffer und Rocker auf ihre Gesundheit und Sportlichkeit getestet. Sollte laufen.
Soeben zertramüpeln die Fans zu Jasta vs Windstein das Gras vor der Hauptbühne – einige Highlights wie Immortal, Dark Tranquillity, Ahab und Within Temptation stehen noch bevor. Oh, und Corvus Corax. Freude und Leid.
Festivals 2012 · Jasta · Mono Inc · summer breeze · Windstein
Summer Breeze 2012: Satanische Eisblumen
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 17.08.2012 | 0 Kommentare
„Oh toll – krieg’ ich die Brüste dazu auch noch?“ grinst Chrigel in Menge, als ein BH auf die Eluveitie-Bühne fliegt. Die Stimmung ist ausgelassen bei den Folk Metallern, die ihr zehnjähriges Jubiläum feiern und am heutigen Freitag ihr neues Album mit alten Songs veröffentlichen. Vor wenigen Jahren noch mussten sie am Nachmittag auf die Bretter, gestern Abend hatten sie eine Headliner-Positionen inne. Nicht so schlecht.
Und ehrlich gesagt stimmungsvoller als Behemoth kurz vorher. So mancher Kollege, der Nergals Truppe dieses Jahr schon auf anderen Festivals erlebt hat, beklagte die weniger beeindruckende Show. Egal: ‘Ov Fire And The Void’ geht ab, Kreuze brannten und der Leibhaftige hatte Laune.
Entwarnung bei Ghost Brigade: Wie es scheint, hat irgend jemand die Lautsprecher an der Zeltbühne doch noch richtig aufgehängt. Wunderbarer Sound, wunderbare Melancholie, obwohl die Band auf der Bühne absolut nicht aussieht wie sie klingt. Im Publikum kuscheln die Pärchen, während unglückliche Singles in Selbstmitleid baden.
Kein Mitleid gibt’s bei Subway To Sally: Die METAL HAMMER-Mannschaft ist voll dabei, Anzo und Zacke schmettern im Chor „Sieben mal fleicht’ ich dein Haar um den alten Apfelbaum“, während Blog-Basti sich in eine Eisblume verwandelt. Viel zu schön für den Tag.
Viel zu schön auch das Wetter gerade, am Freitag Vormittag. Um die 26 Grad, ein paar Wölkchen am Himmel – perfektes Festival-Klima! In diesem Sinne: Prost am Breeze und bis später.
Behemoth · Eluveitie · Festivals 2012 · Ghost Brigade · Subway To Sally · summer breezeSummer Breeze 2012: Stinkbomben und Erkentnisse
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 16.08.2012 | 0 Kommentare
Die Elite-Mitarbeiter des METAL HAMMER und die hartgesottenen Fans sind schon seit Mittwoch am Summer Breeze unterwegs, während es den Blog-Beauftragten erst heute nach Dinkelsbühl verschlagen hat. Doch schon wenige Stunden auf dem sonnen- und bierdurchfluteten Gelände bringen Metal-Weisheiten in mörderischen Mengen:
Iced Earth haben endlich wieder einen Frontmann!
Die kurze Rückkehr des Rothaarigen war ja schön und gut – aber was der neue Mann am Mikro abliefert, ist der Wahnsinn! Natürlich ist Matt Barlow „eigentlich“ unersetzlich – aber richtig vermissen kann ihn nach dieser Vorstellung niemand mehr ernsthaft. Während Sänger-Söldner Ripper Owens zwar beeindruckend sang, aber sonst wenig Präsenz auf der Bühne zeigte, ist Stu Block eine wahre Frontsau. Da stört sogar das selten dämliche Südstaaten-Bandana von Jon Schaffer kaum noch.
Die Kassierer werden brav
Während ihrer Autogrammstunde am METAL HAMMER-Stand haben sie noch nicht mal ihren Penis rausgeholt. Die Enttäuschung ist groß. Dies gilt nicht für von Fans mitgebrachten Postern, die des Wölfis Glied zeigen.
We Butter The Bread With Butter werden alt
Sie haben Haare im Gesicht.
Boxen aufhängen will gelernt sein
Der Blog-Meister selbst hat es noch nicht bis zur Summer Breeze-Zeltbühne geschafft. Mehrere Ohrenzeugen aber warnen: Lieber erstmal nicht. Offenbar sind die Lautsprecher im Zelt… nicht… optimal aufgehängt…. man könnte wohl auch sagen: falsch. Statt nach vorne strahlen sie den Sound nach oben ab, wo er sich an der Zeltdecke bricht und mehr so zu Grütze wird. Wir checken das spätestens bei Ghost Brigade nach.
Rauchbomben stinken – aber auch nicht so schlimm
Arschlöcher gibt es überall. Eines meinte es besonders gut und legte eine Rauchbombe vor unserem Stand ab. Als hätten wir in der Wacken-Pissrinne nicht genug Gerüche abbekommen. Nun, die Augen tränten ein wenig, nachdem sich das gröbste aber verzogen hatte, roch es eigentlich ganz nett nach Sauna-Aufguss. Wenn die Sonne morgen genauso brüllt wie heute, hätten wir das gerne nochmal und machen uns sogar nackt. Sauna und so.
Wir brauchen mehr Nutten
Die Excrementory Grindfuckers kündigen uns die Freundschaft. Statt Fassbier schenken wir nur AC/DC-Bier aus Dosen aus und haben nicht mal genügend Prostituierte für alle am Start. Gunnar wirft erzürnt ein: “Wieso? Langt doch für alle!” So gehen die Wahrnehmungen auseinander.
Vince kriegt nicht genug
Praktikant Vincent setzt sein in Wacken lieb gewonnenes Hobby vor und tätowiert Mädchen. Schön, dass wir ihm etwas beibringen konnten.
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