Die Einträge der Rubrik: 'Graspop'
Ideenlosigkeit zu Geldscheinen
Metal im Alltag | Autor: Jakob | 25.01.2012 | 4 Kommentare
Es ist eine immer populärer werdende Unsitte von alteingesessenen Bands, ihre Auftritte mit der Aufführung kompletter Alben zu bestreiten. Statt auf frische Ideen zu setzen wird wiedergekäut, nachgemacht und aufgewärmt. Und das stinkt mir ganz gewaltig. »
Dave Grohl · Graspop · Judas Priest · Lemmy · motörhead · Pink Floyd · Queensryche · Reunion · Rock am Ring · slayerBeweisen Sie guten Geschmack OHNE Festival-Merch!
Metal im Alltag | Autor: Iron Anz | 03.09.2011 | 9 Kommentare
Es ist mal wieder so weit. Das Metalcore-Wohlfühlaroma der Festival-Saison ist vorbei. Zumindest die Open Air-Saison. Anfang Oktober rockt der METAL HAMMER natürlich das Way Of Darkness in der Stadthalle Lichtenfels in Metal-Franken. Mittlerweile ist es aber offiziell Herbst und bald beginnt wieder die große Indoor-Saison mit ihren unzähligen Konzerten. Was alleine der Oktober und der November auffahren – Heidewitzka! Und auch während der Indoor-Saison sieht man sie wieder. Die, die guten Geschmack leider vermissen lassen…
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Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 27.06.2011 | 0 Kommentare
Ende, aus vorbei. Gut so. Denn was soll noch kommen, nachdem Slipknot mit dieser Show alles in Grund und Boden gedonnert haben?
Es sieht aus, als hätten sich alle Graspop-Besucher vor der Hauptbühne versammelt, um diesem Ereignis beizuwohnen. Slipknot nach dem Tod von Paul Gray – wie gehen sie damit um, wie wirkt es sich auf die Show aus?
Der Auftritt steht ganz im Zeichen des verstorbenen Bassers. Ein Kleiderständer mit seinem Kostüm und seiner Maske steht statt ihm wie ein Totem auf der Bühne,der neue Bassist Donnie Steele spielt unsichtbar hinter der Bühne. Immer wieder erinnert Corey an seinen verstorbenen Freund; im Publikum laufen tatsächlich bei so manchem Tränen, während auf der Bühne ein wilder Psycho-Zirkus tobt.
Surreal, irgendwie. Und gerade deshalb sehens- und erlebnswert. Der Clown tobt herum, der Mann mit der langen Nase macht obszöne Gesten, das Drumkit steht Kopf und Corey Taylor schreit seinen Hass auf die Welt hinaus. Wahnsinn! Slipknot sind live einfach eine gewaltige Macht.
Überraschung des Abends: Black Metaller Gunnar zeigt sich textsicher und bekennt: „Ich bin eine schwarze Made.“
Mittlerweile haben wir die Made am nächstbesten Bahnhof ausgesetzt und sind unterwegs Richtung Heimat. Noch ein letztes Mal vorbei am Atommeiler, der gleich neben dem Festival-Gelände liegt. Bitte winken und strahlen:
Damit endet diese Blog-Reihe. Einen journalistisch hochwertigeren, ausführlichen Rückblick mit tollen Fotos findet ihr selbstverständlich im nächsten METAL HAMMER. Man liest sich!
Sebastian
Graspop-Blog: The! Priest! Is! Back! Kylesa auch.
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 26.06.2011 | 8 Kommentare
Der Wahnsinn! Zehn Jahre haben alle möglichen Menschen mir erzählt, wie mies Judas Priest live mittlerweile sind. Nun sehe ich sie zum ersten Mal – und es ist ihr bestes Konzert seit Äonen!
Richie Faulkner überzeugt als neuer Gitarrist völlig und lässt KK Downing kaum vermissen. Noch viel wichtiger: Der in den letzten Jahren so angeschlagene Rob Halford singt wie ein junger Gott! Der Starter ‘Rapid Fire’ kam noch etwas wackelig, spätestens bei ‘Judas Rising’ war Halford aber warm und das Publikum verfiel dem Priest-Rausch. An magischen Momenten hat es in den zwei Stunden nicht gemangelt. Are you ready for some Judas Priest-style Heavy Metal?
Unvergesslich: ‘Breaking The Law’, bei dem Halford einfach mal NICHT gesungen hat, sondern das Graspop-Publikum den kompletten Song übernahm. Cool auch selten gehörtes Material wie ‘Starbeaker’ und ‘Blood Red Skies’. Und natürlich die Hits: ‘Victim Of Changes’, ‘The Sentinel’, ‘Painkiller’… Etwas albern war nur das Nostradamus-Kostüm; Sah eher aus wie eine Wärmedecke vom ADAC. Aber egal: Nach diesem Abend sind Judas Priest (wieder) die größte Metal-Band der Welt!
Nach Ozzy hat nach diesem Abend niemand mehr gefragt.
Oh, die zweitbeste Band der Welt ist übrigens Kylesa. Sängerin Laura kam an, meinte „Ihr seid nett. Und wir haben Bier. Kommt doch mal mit.“ Haben wir gemacht. Und es gab noch Bier.
Zehn Minuten später nicht mehr.
Da das Gelände nach en Bieren bereits geschlossen ist, schleichen wir uns durch den Notausgang nach draußen. „Alle gleichzeitig – sie können uns nicht alle zehn aufhalten!“ Aktion geglückt. Auf der Heimfahrt (danke an Martin!) werden noch ein paar Judas Priest-Evergreens angestimmt. Und Tom erklärt mal wieder mit einfachen Worten die Welt: „Wenn du mit Turbonegro-Ohren an die Onkel Tom-Platte rangehst, hat die wirklich Charme.“
Nun also auf zum letzten Graspop-Tag. Wir haben Hoffnung auf bewölktes, aber trockenes Wetter. Und noch ein paar coole Konzerte von Slipknot, Opeth, Kreator und Soilwork. Bleibt dran!
Sebastian
Graspop-Blog: Wackelnde Hintern, Mode-Tipps und Bechersammler
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 25.06.2011 | 0 Kommentare
Wer mal vom Bühnengeschehen abschalten will, findet auf dem Graspop reichlich Gelegenheit dazu. Ein Erfrischungsgetränkehersteller lädt beispielsweise zum fröhlichen Twister-Spielen ein.
Nur ein paar Schritte weiter lockt ein Wildwest-Saloon. Nicht nur mit Bier, sondern auch mit Tanzeinlagen. Viel sehenswerter als die knapp bekleideten, wackelnden Hintern sind aber die Gesichter der sabbernenden Kerle zu Füßen zu der Tänzerin. Ich selbst war natürlich rein beruflich dort.
(Klicken zum Weiterlesen)
Autoscooter · Blaskapelle · Elmo · Festival · Freaks · Graspop · Hintern · Lost · Mode · UnsinnGraspop-Blog: Volle Hütte, leere Flasche
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 25.06.2011 | 0 Kommentare
Es hat regnet nicht mehr! Bis vor kurzem war der Tag geprägt von ekligem Nieselregen, jetzt hängen die Wolken nur noch so rum ohne zu stören. Der Boden ist ein wenig angematscht, aber noch begehbar – Glück gehabt, Graspop!
Weniger Glück hatte Ozzy, der sich bei dem Weter wohl eine Erkältung eingefangen hat. Der Madman hat abgesagt, dafür spielen Judas Priest ein Special-Set (wie Herr Küppers im letzten Blog ja bereits angemerkt hat). Wir sind gespannt…!
Bereits die Hütte gerockt haben die Metalcore-Heroen Suicide Silence. Im Marquee-Zelt war es so bumsvoll, dass man kaum noch reinkam. Die Stimmung bei den 15.000 (!) Fans war entsprechend aufgeheizt, die Band hat einfach alles weggeblasen. Phänomenal! Im Interview danach verrieten Suicide Silence, dass sie schon vor dem Gig eine Flasche Wodka geleert haben. Hat man auf der Bühne nicht gemerkt, im amüsanten Gespräch dann aber doch. Schimpftiraden auf die Download-Generation und Facebook-Pöbler findet ihr auf der nächsten METAL HAMMER-DVD.
Auch Ghost hatten einen magischen Auftritt, der eher einer Zeremonie als einem Konzert glich. Dass Lacuna Coil mittlerweile schon vor Firewind auf die Bühne müssen, spricht nicht unbedingt für ihren Status – überzeugen können Frau Scabbia und ihr süßes Näschen – äh, quatsch: ihre Band aber nach wie vor.
Alles weitere: demnächst. Bis dahin!
Sebastian
Graspop-Blog: Alte, nasse Männer
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 25.06.2011 | 0 Kommentare
Wir blicken zurück auf den restlichen Graspop-Freitag und liefern die ersten Eindrücke vom Samstag!
Wie geil war das denn? Bei Foreigner kam ein Regenguss herunter, wie ihn das Graspop noch nicht gesehen hat. Aber: Nicht nur die alten Herren auf der Bühne haben ohne mit der Wimper zu zucken pitschnass weitergezockt. Auch das Publikum ist ohne Wenn und Aber mitgegangen. Bei ‘I Wanna Know What Love Is’ lagen sich beinharte Metaller und Metalcore-Kids singend in den Armen – ganz großes Kino, und die beste Band des Freitags. Und das in dem Alter!
Journey waren zumindest nicht viel uncooler. Mit ‘Separate Ways’ gings direkt los, im Verlauf folgte Hit und Hit, nicht nur die METAL HAMMER-Mannschaft war begeistert. Trotzdem: Bei Foreigner ging mehr. Wer hätte damit gerechnet? Ich nicht…
Außerdem entdeckt Frank seine dunkle Seite. Gemeinsam mit Jakob guckt er sich die stinkenden Watain an. „Dein einzig gute Black Metal-Band!“ Dagegen kocht während des Korn-Konzerts der Hass bei so manchem Kollegen hoch. „Die überbewerteste Band aller Zeiten. Und was soll das eigentlich mit dem Dudelsack?“ Fragen, die auf die Schnelle nicht zu klären sind.
Die Laune steigt jedoch, als Leimsen endlich mit den Essensmarken auftaucht. Unfritiertes Catering! Ob unsere Mägen das noch gewohnt sind und vertragen? Mit Sicherheit besser als die in der Graspop-Sonne (da schien sie noch…) gegarten Austern, die hier für ein paar Euronen angeboten werden.
Eine ungeile Erfahrung musste Leimsen dann jedoch gleich The Damned Things machen. Die wurden wegen technischer Probleme total verheizt. Kein Gesang, keine Drums, keine P.A., schöne Scheiße alles. Tut um so mehr weh, da ICONOCLAST für ihn mindestens das Album des Jahres ist. Better luck next time.
Iced Earth regeln dafür. Phänomenal, wie das halbe Zelt „Barlow! Barlow!“ skandiert und der sich mit beeindruckender Kraft in der Stimme durch die ‘Something Wicked’-Trilogie schreit. Der Nachfolger wird sich warm anziehen müssen. Gänsehaut! Wenn auch nicht ganz so viel wie bei Foreigner. Ich werde alt…
Soviel von mir, ich übergebe mich an Kollegen Küppers:
Guten Morgen Graspop? Von wegen, Jakob kommt mit betretener Mine in den Frühstücksraum. „Wasn los?“ „Scheisse, Ozzy hat abgesagt“. Tatsächlich, scheisse. Da hat der ein oder andere Teilnehmer der Reisegruppe den Kaffee schon vor dem ersten Schluck auf. Den „Wickler Man“ hat es besonders hart getroffen. „Ach scheisse, Ozzy wollte ich schon immer mal knipsen“. Das Ersatzprogramm: Judas Priest „Special Set“ mit Laser Show und „Belgiens Finest“ Channel Zero. Abwarten und Tee trinken, heißt die Devise.
Der gestrige Abend in Kurzform: Loaded durchwachsen, Parkway Drive regeln total, Volbeat waren vielleicht etwas zu routiniert (Einspruch! Super stimmungsvoller Gig, bei dem es so voll vor der Bühne war wie den ganzen Tag nicht mehr – Sebastian), bei Watain riecht es nicht ganz so streng wie erwartet und die Scorpions… waren die Scorpions.
Eine von vielen Thesen: Klaus Meine ist der Vater von Doro Pesch. Man vergleiche nur die Ansagen. Das restliche Abendprogramm gestaltete sich mit dem Rekordversuch „Wie viele Menschen kriege ich auf einen Balkon“ als durchweg unterhaltsam, aber mit gesittetem Ausgang. Wir sind ja zum arbeiten hier.
Und deshalb: auf in die zu erwartende Schlammschlacht!
Tom Küppers
Graspop-Blog: Küppers rekapituliert
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 24.06.2011 | 0 Kommentare
In einer freien Minten hat Kollege Tom Küppers seine bisherigen Graspop-Erlebnisse zusammengefasst:
MH goes Graspop
Und wieder heißt es, frei nach AC/DC „Bedlam in Belgium“, Reisegruppe METAL HAMMER rüstet sich für drei Tage Metal, Frituur und nochmals Metal. Die Anreise geriet zum üblichen Kindergarten, einer wollte ein Ei, der andere musste mal – nichts was man nicht von eigenen Ausflügen also nicht selbst kennen würde.
Mangels Alternativen stürmte die Bande dann die erstbeste Frituur, besonders Benelux-Neuling Kessler bewies einen wahren Stahlmagen und machte sich dankbar über das her, was die anderen verschmähten. „Boah, ich bleib direkt hier!“ schmatzte er mit vollem Mund, mal sehen ob das in drei Tagen auch noch so ist.
Einchecken für Profis: der Trend in Belgien geht eindeutig entgegen den Nachtportier, stattdessen hängen Agenten-Telefone an der Wand und geheimnisvolle Kombinationen müssen eingetippt werden, bevor sich ein Fach mit den Zimmerschlüsseln öffnet… NOT! Denn anstatt zwei Schlüsseln hielt unser Kosmopolit Sleazies nur einen in der Hand, Ein erneuter Anruf klärte die Lage – der Kellner im Restaurant würde uns helfen. Warum nicht gleich so?
Voller Vorfreude stürmte also Sleazies, Kessler, Krenzen und Lemmy das Zimmer, um dann abrupt von fremden Koffern ausgebremst zu werden., die schrien „Hier ist belegt!“ Das Ende vom Lied: Aufsplitterung. Ein Teil musste die Nacht in 30 KM Entfernung verbringen.
Heute Morgen dann die Reunion und der kollektive Sturm des Festival-Geländes. Leider noch ohne Leimsen, dem ist die Karre verreckt. Den ersten Regenguss haben wir (dank Foreigner) auch schon schadlos überstanden, Journey haben genau so wie die AOR Opas FM die Hauptbühne gerockt. Aus den drei Zelten wird vermeldet, das Sepultura wohl ein ziemlicher Abriss waren, den die ostdeutsche Dampframme Heaven Shall Burn allerdings noch mal toppen konnte. Nur Aussenseiterchanchen auf den Titel „Sieger des Tages“ haben The Dwarves, die Favoriten wie Korn, Volbeat, Parkway Drive oder Iced Earth gehen von den hinteren Positionen aus ins Rennen.
Heute abend dann nach der Arbeit das Vergnügen: die Rückkehr der Hülsung, die METAL HAMMER Familie wieder vereint. Wie bleiben dran.
Tom Küppers
Festival · GraspopGraspop-Blog: Dio Meinungen gehen auseinander
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 24.06.2011 | 0 Kommentare
Entschuldigt das miese Wortspiel in der Überschrift. Aber die Meinungen über den Auftritt der Dio-Tribute Band Dio Disciples auf dem Graspop Metal Meeting könnten unterschiedlicher nicht sein.
Während ein Vertreter der Redaktion ganz hin und weg ist („Dass ich ‚Stargazer’ noch einmal live hören durfte!“) schütteln zwei andere nur den Kopf. Einerseits, weil das Dargebotene musikalisch eher mau ist (es bleibt eben eine Cover-Band), andererseits, weil das Publikum die Band mehr abfeiert als Heaven & Hell mit dem Original-Dio vor wenigen Jahren. Komisch zwar, aber den Leuten gefällts. Da machen auch ein paar kleine Regenschauer nichts aus.
Ja, das Wetter könnte besser sein. Aber was solls – es sind bislang keine Wolkenbrüche zu verzeichnen, also lassen wir es uns gut gehen. So gut wie es geht zumindest. Der Magen hat sich von der gestrigen Frituur-Aktion erholt und hungert. An „richtiges“ Essen kommen wir hier aber nicht ran: Leimsen ist Meister der Essensmarken, ist aber noch unterwegs Richtung Belgien. Also: zurück zur Frituur!
Irgendwie muss man ja Kraft tanken – heute steht noch einiges großes auf dem Plan. Unter anderem die Hard Rock-Helden Journey, einer der letzten Auftritte von Iced Earth mit Matt Barlow, Groovegebolze mit Parkway Drive, Singspielchen mit Volbeat und – die Scorpions. Was die „Vorfreude“ auf diesen Gig angeht, sind die Meinungen mal wieder gespalten. Zumindest auf die (unfreiwillig?) humorigen Ansagen von Herrn Klausi Meine sind wir aber alle gespannt.
Bis die Tage!
Sebastian
Graspop-Blog: Per Anhalter durch die Frituur-Galaxis
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 24.06.2011 | 0 Kommentare
Mittlerweile sind wir auf dem Graspop aufgeschlagen, die ersten Bands spielen bereits und die ersten seichten Regentropfen fallen. Zunächst aber ein Rückblick über die unglaubliche Reise durch ein verrücktes Land, die wir gestern erlebt haben.
Unterwegs auf der A2. Der Weg ist das Ziel. Solche und ähnliche Ausreden fängt man an sich zu suchen, wenn man zehn Stunden im Auto verbringt. Aber wir sind ja nicht umsonst in der Kreativbranche tätig und wissen uns zu beschäftigen.
Jakob fing mit dem „Band-Wurm“ an: Man nehme einen Band-Namen wie Nevermore, der nächste Spieler in der Reihe nennt eine Band, deren Name mit dem Endbuchstaben der vorigen Band beginnt, etwa Ensiferum, der Folgende sucht nach einer Band mit M und so weiter… Vertreibt die Zeit und ist lehrreich: Mir war nicht bewusst, wie viele Bands mit Y es gibt!
Und weil es mehr Spaß macht, wenn mehr Leute mitspielen, haben wir auch noch zwei Anhalter mitgenommen. Herzlich willkommen, Florian und Florian!
Ein Glück für die beiden und die METAL HAMMER-Mannschaft, dass sie musikgebildet sind und gut mitziehen können! Leider mussten wir uns an der Grenze zu Belgien von den beiden verabschieden. Nächster Programmpunkt: Wir kurven durch eine potthässliche und langweilige belgische Stadt, in der alles gleich aussieht und nur das Atomkraftwerk (!) Orientierung verschafft (begleitet von Schimpftirade Jakobs á la „Hier möchte ich nicht mal tot über´n Zaun hängen.“), um Gunnar vom Bahnhof abzuholen.
Der hatte 80 Jahre Verspätung mit der Bahn, ist geladen wie sonst was und begrüßt uns mit „Die sollen alle sterben!“. Gunnar wie wir ihn lieben. Und wir schließen uns an: Nicht nur, dass der Weg zum Hotel ein einziges Labyrinth ist – unser Zimmer ist bereites belegt! Immerhin: Wir kriegen ein anderes Hotel – noch versteckter gelegen zwar, aber egal: wir wollen ja nur pennen. Und Essen!
Tatsächlich finden wir auf der Suche nach dem Hotel zunächst mal eine der legendären Frituur-Buden, die auch nach 22 Uhr och geöffnet hat. Ausgehungert stürzen wir uns in das heiße Fett.
Ich erhalten nach einer Schale Pommes, einem fritierten Käse, einem weiteren fritierten Käse von Jakob und einem fritierten… keine Ahnung… Ding von Frank den Titel „Eisenmagen des Abends“ und bin stolz auf mich und meine erste Frituur-Erfahrung.
18 Stunden später: Ich sitze am Graspop und habe immer noch Bauchschmerzen. Aber es hat sich gelohnt.
Was auf dem Gelände geht, erfahrt ihr im nächsten Blog-Eintrag. Bis dahin!
Sebastian
Graspop-Blog: METAL HAMMER unterwegs nach Belgien
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 23.06.2011 | 0 Kommentare
Fritten! Fett! Und geile Bands! Belgien hat dieser Tage viel zu bieten – und METAL HAMMER ist für euch vor Ort um die Lage zu checken. Das Graspop Metal-Meeting ruft, wir sind seit einigen Stunden unterwegs.
Wir freuen uns darauf, für euch und mit euch zu Parkway Drive und Heaven Shall Burn abzugehen und zu checken, ob Judas Priest noch etwas können und was Slipknot ohne Paul Gray treiben. Dafür beißen wir ernährungstechnisch gerne in den sauren Apfel – oder eben nicht, denn Obst wird’s die nächsten Tage wohl nicht geben. Die restliche Reisegruppe (bestehend aus Jakob, Frank und Fotomann Lemmy, auf dem Gelände stoßen noch Leimsen, Gunnat, Wickler und Küppers zu uns) hat mich zumindest gewarnt: Essen ohne Fritur gibt’s nicht in Belgien und schon gar nicht am Graspop. Ich selbst bin zum ersten mal dort und freudig erregt – hmmmm, Fett!
Wann immer es die Festival-Hektik zulässt wollen wir euch via Blog über den Graspop-Spaß auf dem Laufenden halten. Klickt also immer wieder mal rein! Den vollen Bericht gibt’s natürlichst im nächsten METAL HAMMER.
Gerade gurken wir über die A2 – fast ohne Stau, fast ohne Regen, fast ohne Bier (wir fangen heute mal langsam an!). Jakob hat vor ein paar Kilometern das Steuer übernommen – macht aber weiterhin den DJ und unterhält uns mit Musik und Anekdoten aus Zeiten, zu denen ich noch flüssig war. So kanns weiter gehen!
Bis später mal,
Sebastian
now playing: Journey ‘Separate Ways’
Autobahn · Belgien · Bier · DJ · Festival · Fett · Graspop · Journey · Live-BlogGraspop Finale – METAL HAMMER fährt heim
Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 29.06.2009 | 0 Kommentare
Hallo Autobahn, hallo Roadkill, hallo ihr geistig Dabeiseienden.
Das Graspop Metal Meeting ist vorbei. Schön war es. Und es ist so furchtbar viel auch gar nicht mehr passiert. Epica trieben uns mit Geträller zum Bus zurück, für den Abend vortanken, Children Of Bodom waren gewohnt gut – und hatten mehr Fans wartend, als überhaupt bei Karma To Burn waren.
Marilyn Manson haben Warmaster Flo und euer Geschichten-Onkel beim Trüffelschweinen nur aus den Ohrenwinkeln gehört. Show sah langweilig aus, Songs waren immer dann gut, wenn sie nicht von den letzten beiden Alben waren. Also viel zu selten. Viel schlimmer fanden wir aber, dass es nirgendwo auf dem Gelände mehr Baguettes gab. Alle alle. Also haben wir das komplette Gelände durchgepflügt, Marilyn Manson immer über die Schulter plärrend, und wurden final bei einer Art Pita-Stand fündig. Der hatte zwar keine Baguettes, dafür aber anderen Kram, der nicht frittiert war. Wow.
Über alles weitere bleibe mal der löchrige Mantel des Schweigens gebreitet. Letzter Abend halt. Nach getaner Arbeit mal relaxt anstoßen, „hallo du auch hier und eigentlich auch schon wieder tschüss“ – und irgendwann ins Bett.
Heute? Müde, leidlich fit, Meilenfresse während der mindestens neunstündigen Fahrt im Panzer nach München.
Schön war es trotzdem alles. Und nächstes Jahr sind wir wieder am Start – ihr hoffentlich auch. In Persona auf dem Festival, in Avatar im Blog.
Danke für die Aufmerksamkeit. Der Blog gehört nun euch und eueren Berichten.
MAXIMUM GRÜSSE
Abschied · Festival · Graspop · Tour-TagebuchGraspop Style Blog: Taschen-Special zum fetten Stoner Rock
Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 28.06.2009 | 3 Kommentare
Meine Lieben,
es wird Zeit, dass ihr etwas über die grausame Wahrheit im Anzeigen-Markt erfahrt: mit Metal lässt sich wenig Geld verdienen.
So, jetzt ist es raus.
Und wo steckt Geld drin? Zum Beispiel in Mode. Also sorgen will doch mal gemeinsam dafür, dass etwas Geld reinkommen könnte (hallo potenzielle Anzeigenkunden) – denn Style gibt es natürlich auch in Rock und Metal.
Bei Karma To Burn gab zum Beispiel waren mehr unterschiedliche Taschen und Rücksäcke zu bewundern, als bei einer Neueröffnung von Zara. Glaubt ihr nicht? Hier eine kurzweilige kleine Auswahl:
- Stoner Rock Tasche 3
Graspop Teil 8: Unzählige Bands, Augenzucker und homo-erotische Anmerkungen
Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 28.06.2009 | 0 Kommentare
Meine Besten,
dieser Sonntag ist aaaanstrengend. Ich weiß, Beschweren auf hohem Niveau ist Pussy-Style, aber irgendwer muss es ja machen!
Hier also die Ausrede, warum es jetzt erst ein Update gibt: Lamb Of God müssten genossen, angebrüllt und gehailt werden. Eine verdammte Messe, die sie da wieder abgezogen haben. ‘Set To Fail’, ‘Walk With Me In Hell’, ‘Something To Die For’ – alles da, alles super.
Im Fotograben stand übrigens dieses Mal David Draiman von Disturbed. Foto gibt es davon aber keines, denn das haben wir lieber kurz drauf im kuscheligen Backstage-Raum von Disturbed gemacht: »
DevilDriver · Disturbed · Eths · Festival · God Forbid · Graspop · Homo-Eroktik · Lamb Of God · Suicidal Tendencies · Tour-TagebuchGraspop Blog 7 – Korn, Slipknot, Death Angel, Alk und Boobs-Girls
Unterwegs an der Front | Autor: Tobias | 28.06.2009 | 2 Kommentare
Guten Morgen, hoffentlich ausgeschlafene Daheimgebliebene.
Tag der Graspop Metal Madness läuft grad warm. Ein paar verkaterte Gestalten (wir) haben sich zum Frühstück das gute belgische Brot mit einem diffusen Belag aus Wurst und Käse zusammengerollt, verputzt und versucht, sich damit für den letzten Tag vorzubereiten. Andere, wie Frank, haben lieber die Rock’n’Roll-Variante gemacht. Verande, Kippe, geht schon.
Wer den Dreh aber wirklich raus hat, ist Petra. Sie hat klug und vorausschauend schon am Freitag bei Aldi nen Toaster für zehn Tacken erstanden und genießt nun jeden Morgen knuspriges Etwas, das Toast sein könnte. Respect!
Aber es soll ja nicht nur um unsere kulinarischen Ungenüsse gehen, sondern auch um Musik. Und die konnte gestern ne Menge. Korn haben schlicht und ergreifend das Gelände gepflügt. Meterdicke Riffs wie nichts durch die Menge getrieben und den ganzen Acker einmal auf den Kopf gestellt. Die üblichen Hits, kurz noch ‘One’ von Metallica angespielt und ‘Another Brick In The Wall’ von Pink Floyd komplett – alle außer Frank haben sich gefreut. Der allerdings hat Korn gleich noch mehr als sonst gehasst und seine Verachtung mit einem solchen Strahl tiefsitzender Galle herausgespuckt, dass die Tiraden kaum zu verstehen waren. Alle anderen fanden es trotzdem prima.
So geil sogar, dass Slipknot danach nicht mehr mitkamen. Irgendwie wirkte der Auftritt mal wieder aufgesetzt. Zu viel Show, zu wenig wahre Emotion – da waren Korn intensiver. Auch wenn zum Schluss noch ein Keyboard kaputtgedengelt wurde.
Das wirklich Wahre findet beim Graspop sowieso eher in den Zelten statt. »
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