Die EintrÀge der Rubrik: 'iced earth'
Summer Breeze 2012: Stinkbomben und Erkentnisse
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 16.08.2012 | 0 Kommentare
Die Elite-Mitarbeiter des METAL HAMMER und die hartgesottenen Fans sind schon seit Mittwoch am Summer Breeze unterwegs, während es den Blog-Beauftragten erst heute nach Dinkelsbühl verschlagen hat. Doch schon wenige Stunden auf dem sonnen- und bierdurchfluteten Gelände bringen Metal-Weisheiten in mörderischen Mengen:
Iced Earth haben endlich wieder einen Frontmann!
Die kurze Rückkehr des Rothaarigen war ja schön und gut â aber was der neue Mann am Mikro abliefert, ist der Wahnsinn! Natürlich ist Matt Barlow âeigentlichâ unersetzlich â aber richtig vermissen kann ihn nach dieser Vorstellung niemand mehr ernsthaft. Während Sänger-Söldner Ripper Owens zwar beeindruckend sang, aber sonst wenig Präsenz auf der Bühne zeigte, ist Stu Block eine wahre Frontsau. Da stört sogar das selten dämliche Südstaaten-Bandana von Jon Schaffer kaum noch.
Die Kassierer werden brav
Während ihrer Autogrammstunde am METAL HAMMER-Stand haben sie noch nicht mal ihren Penis rausgeholt. Die Enttäuschung ist groß. Dies gilt nicht für von Fans mitgebrachten Postern, die des Wölfis Glied zeigen.
We Butter The Bread With Butter werden alt
Sie haben Haare im Gesicht.
Boxen aufhängen will gelernt sein
Der Blog-Meister selbst hat es noch nicht bis zur Summer Breeze-Zeltbühne geschafft. Mehrere Ohrenzeugen aber warnen: Lieber erstmal nicht. Offenbar sind die Lautsprecher im Zelt… nicht… optimal aufgehängt…. man könnte wohl auch sagen: falsch. Statt nach vorne strahlen sie den Sound nach oben ab, wo er sich an der Zeltdecke bricht und mehr so zu Grütze wird. Wir checken das spätestens bei Ghost Brigade nach.
Rauchbomben stinken â aber auch nicht so schlimm
Arschlöcher gibt es überall. Eines meinte es besonders gut und legte eine Rauchbombe vor unserem Stand ab. Als hätten wir in der Wacken-Pissrinne nicht genug Gerüche abbekommen. Nun, die Augen tränten ein wenig, nachdem sich das gröbste aber verzogen hatte, roch es eigentlich ganz nett nach Sauna-Aufguss. Wenn die Sonne morgen genauso brüllt wie heute, hätten wir das gerne nochmal und machen uns sogar nackt. Sauna und so.
Wir brauchen mehr Nutten
Die Excrementory Grindfuckers kündigen uns die Freundschaft. Statt Fassbier schenken wir nur AC/DC-Bier aus Dosen aus und haben nicht mal genügend Prostituierte für alle am Start. Gunnar wirft erzürnt ein: “Wieso? Langt doch für alle!” So gehen die Wahrnehmungen auseinander.
Vince kriegt nicht genug
Praktikant Vincent setzt sein in Wacken lieb gewonnenes Hobby vor und tätowiert Mädchen. Schön, dass wir ihm etwas beibringen konnten.
Excrementory Grindfuckers · Festivals 2012 · iced earth · Nutten · summer breeze · We Butter The Bread With ButterMetal ist Religion? Dann ab in die Metal Church!
Metal im Alltag | Autor: Jakob | 31.08.2011 | 1 Kommentar
Hallo alle,
während wir hier gerade auf der Brücke der MS METAL HAMMER die letzten Stahl-Nägel in die kommende Ausgabe donnern, ploppt mir das Riff von âBeyond The Blackâ der sträflich unterschätzten Metal Church (allein der Name ist Welt!) ins Kleinhirn. Wieso wurden die eigentlich so sträflich vernachlässigt? Das ändern wir. Jetzt. »
iced earth · Metal Church · Nevermore · Power Metal · Queensryche · SeattleGraspop-Blog: Alte, nasse Männer
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 25.06.2011 | 0 Kommentare
Wir blicken zurück auf den restlichen Graspop-Freitag und liefern die ersten Eindrücke vom Samstag!
Wie geil war das denn? Bei Foreigner kam ein Regenguss herunter, wie ihn das Graspop noch nicht gesehen hat. Aber: Nicht nur die alten Herren auf der Bühne haben ohne mit der Wimper zu zucken pitschnass weitergezockt. Auch das Publikum ist ohne Wenn und Aber mitgegangen. Bei âI Wanna Know What Love Isâ lagen sich beinharte Metaller und Metalcore-Kids singend in den Armen â ganz großes Kino, und die beste Band des Freitags. Und das in dem Alter!
Journey waren zumindest nicht viel uncooler. Mit âSeparate Waysâ gings direkt los, im Verlauf folgte Hit und Hit, nicht nur die METAL HAMMER-Mannschaft war begeistert. Trotzdem: Bei Foreigner ging mehr. Wer hätte damit gerechnet? Ich nicht…
Außerdem entdeckt Frank seine dunkle Seite. Gemeinsam mit Jakob guckt er sich die stinkenden Watain an. âDein einzig gute Black Metal-Band!â Dagegen kocht während des Korn-Konzerts der Hass bei so manchem Kollegen hoch. âDie überbewerteste Band aller Zeiten. Und was soll das eigentlich mit dem Dudelsack?â Fragen, die auf die Schnelle nicht zu klären sind.
Die Laune steigt jedoch, als Leimsen endlich mit den Essensmarken auftaucht. Unfritiertes Catering! Ob unsere Mägen das noch gewohnt sind und vertragen? Mit Sicherheit besser als die in der Graspop-Sonne (da schien sie noch…) gegarten Austern, die hier für ein paar Euronen angeboten werden.
Eine ungeile Erfahrung musste Leimsen dann jedoch gleich The Damned Things machen. Die wurden wegen technischer Probleme total verheizt. Kein Gesang, keine Drums, keine P.A., schöne Scheiße alles. Tut um so mehr weh, da ICONOCLAST für ihn mindestens das Album des Jahres ist. Better luck next time.
Iced Earth regeln dafür. Phänomenal, wie das halbe Zelt âBarlow! Barlow!â skandiert und der sich mit beeindruckender Kraft in der Stimme durch die âSomething Wickedâ-Trilogie schreit. Der Nachfolger wird sich warm anziehen müssen. Gänsehaut! Wenn auch nicht ganz so viel wie bei Foreigner. Ich werde alt…
Soviel von mir, ich übergebe mich an Kollegen Küppers:
Guten Morgen Graspop? Von wegen, Jakob kommt mit betretener Mine in den Frühstücksraum. âWasn los?â âScheisse, Ozzy hat abgesagtâ. Tatsächlich, scheisse. Da hat der ein oder andere Teilnehmer der Reisegruppe den Kaffee schon vor dem ersten Schluck auf. Den âWickler Manâ hat es besonders hart getroffen. âAch scheisse, Ozzy wollte ich schon immer mal knipsenâ. Das Ersatzprogramm: Judas Priest âSpecial Setâ mit Laser Show und âBelgiens Finestâ Channel Zero. Abwarten und Tee trinken, heißt die Devise.
Der gestrige Abend in Kurzform: Loaded durchwachsen, Parkway Drive regeln total, Volbeat waren vielleicht etwas zu routiniert (Einspruch! Super stimmungsvoller Gig, bei dem es so voll vor der Bühne war wie den ganzen Tag nicht mehr – Sebastian), bei Watain riecht es nicht ganz so streng wie erwartet und die Scorpions… waren die Scorpions.
Eine von vielen Thesen: Klaus Meine ist der Vater von Doro Pesch. Man vergleiche nur die Ansagen. Das restliche Abendprogramm gestaltete sich mit dem Rekordversuch âWie viele Menschen kriege ich auf einen Balkonâ als durchweg unterhaltsam, aber mit gesittetem Ausgang. Wir sind ja zum arbeiten hier.
Und deshalb: auf in die zu erwartende Schlammschlacht!
Tom Küppers
70000 Tons of Metal – Der vierte und letzte Tag
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 31.01.2011 | 2 Kommentare
Donnerstag, 27. Januar:
Der letzte Tag auf See beginnt für einige doch recht verhalten. Das besagte Karaoke-Massaker in der Boleros-Bar soll in einigen Fällen bis neun Uhr morgens (!) gedauert haben. Aber was soll’s, auf Festivals muss man nicht so viel schlafen. Obwohl man es ja hier – im eigenen Bettchen – ganz gut kann. Schlimmer als der Kater wiegt jedoch – so ist immer wieder in den Fluren, Aufzügen, Bars und beim Essen zu hören – der Fakt, dass die “Majesty Of The Seas” morgen in aller Frühe wieder im Hafen von Miami einlaufen wird. Anders gesagt: Die meisten Leute würden durchaus noch einen Tag oder zwei dranhängen.
Aber nicht verzagen, gibt ja noch mal ordentlich Wellengang auf den Bühnen. Im Tagesplan, der von Zimmerservice in die Kabinen gelegt wird, geht es zwar mit “Vitality Stretch” im Fitness Center (7:30 Uhr) und “Indoor Cycling” (9 Uhr) los, aber interessant wird es erst mit Circle II Circle auf der kleinen Bühne und Swashbuckle am Pool. Letztere passen mit ihren Spitzhüten, Rüschenhemden und dem Schulterpapagei auf dieses Schiff wie keine zweite Band. Warum jemand eine Ananas auf die PA gestellt hat, muss man aber nicht verstehen (obwohl es zugegebenermaßen schon irgendwie karibisch aussieht).
Swashbuckle
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