Die EintrÀge der Rubrik: 'Sabaton'
70000 Tons of Metal – Der vierte und letzte Tag
Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 31.01.2011 | 2 Kommentare
Donnerstag, 27. Januar:
Der letzte Tag auf See beginnt für einige doch recht verhalten. Das besagte Karaoke-Massaker in der Boleros-Bar soll in einigen Fällen bis neun Uhr morgens (!) gedauert haben. Aber was soll’s, auf Festivals muss man nicht so viel schlafen. Obwohl man es ja hier – im eigenen Bettchen – ganz gut kann. Schlimmer als der Kater wiegt jedoch – so ist immer wieder in den Fluren, Aufzügen, Bars und beim Essen zu hören – der Fakt, dass die “Majesty Of The Seas” morgen in aller Frühe wieder im Hafen von Miami einlaufen wird. Anders gesagt: Die meisten Leute würden durchaus noch einen Tag oder zwei dranhängen.
Aber nicht verzagen, gibt ja noch mal ordentlich Wellengang auf den Bühnen. Im Tagesplan, der von Zimmerservice in die Kabinen gelegt wird, geht es zwar mit “Vitality Stretch” im Fitness Center (7:30 Uhr) und “Indoor Cycling” (9 Uhr) los, aber interessant wird es erst mit Circle II Circle auf der kleinen Bühne und Swashbuckle am Pool. Letztere passen mit ihren Spitzhüten, Rüschenhemden und dem Schulterpapagei auf dieses Schiff wie keine zweite Band. Warum jemand eine Ananas auf die PA gestellt hat, muss man aber nicht verstehen (obwohl es zugegebenermaßen schon irgendwie karibisch aussieht).
Swashbuckle
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Unterwegs an der Front | Autor: Leimsen | 26.01.2011 | 4 Kommentare
Montag, 24. Januar, Hafen von Miami:
Endlich ist der Tag gekommen: Heute soll die âMajesty Of The Seasâ ablegen. Dafür müssen alle Mitreisenden, die im nahegelegenden Miami Beach untergekommen sind, vom Hotel mit dem Taxi zum Hafen fahren. Mittlerweile auch dabei, weil gestern angekommen: Sodom mit neuem Trommler Markus âMakkaâ Freiwald, der seinen ersten Gig gleich auf dem Schiff spielen darf. Gitarrist Bernemann macht sich darüber aber keine Sorgen: âWenn er sich verspielt, lassen wir ihn kielholenâ. Einfach.

Die Taxifahrt sollte eigentlich nur 20 Minuten dauern, aber heute gibt es ein Problem: Die Gegend um den Hafen ist komplett gesperrt, weil in einer nahegelegenen Halle eine feierliche Beerdigung für zwei Polizisten stattfindet, die kürzlich in der Gegend im Dienst ermordert wurden. Ein Taxifahrer empfiehlt uns, einfach eine Stunde zu warten. âWirdâs dann besser?â, fragen wir. âNein.â Na toll. Unser Mann scheint aber alle Register zu ziehen und schlängelt sich über Nebenstraßen bis zum Terminal G durch – und da liegt sie: Die âMajesty Of The Seasâ. Weiß, lang, und verdammt groß. Die Dinger sind echt riesig. Die Uferstraße davor ist gesäumt von schwarzgekleideten Gestalten, hier sieht es aus wie auf der Hauptstraße von Wacken. Ebenfalls mittendrin im Strom: Die Musiker. Direkt hinter mir gehen Rage und Forbidden, einen VIP-Eingang gibt es nicht. Großen Aufruhr verursacht das ebensowenig. Cool. Und das soll am ersten Tag auch so bleiben; mehr dazu später. »
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