Die EintrÀge der Rubrik: 'Wetter'
Wacken 2012: Du kummst hier net raus!
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 04.08.2012 | 0 Kommentare
Gefangen! Kein Entkommen! Wacken wird zur abgeriegelten Zone!
Klingt schlimmer als es ist, aber: Wegen des regierenden Schlammsatans, der dank mehrerer Schauer um Mittag herum nur schlimmer, tiefer, schleimiger, gieriger nach Schuhen wurde, musste zeitweise ein absolutes Fahrverbot verhängt werden. Selbst die Shuttles der Künstler durften nur mit Sondergenehmigung los.
Sinnvolle Sache, denn eines der ersten Bilder, dass sich bei uns beim Gang über den Campground bot, waren im Schlamm versinkende Autos. Unter uns: Ist halt auch nicht die cleverste Idee, einfach mal mitten durch den Glibber fahren zu wollen. Aber wie man es aus Wacken kennt waren umgehend Metalheads am Heck der Wagen geklebt, um zu schieben. Wenn auch nicht immer mit Erfolg.
Nun senkt sich die Abendsonne gerade versöhnlich über das Festival, während Cradle Of Filth ein Best-Of-Programm abfahren. Dimmu Borgir mit Orchester waren beeindruckender und zu der Tageszeit passender, aber sei`s drum. Auch die anderen Bands des Tages konnten durchweg überzeugen. Gamma Ray haben mit einer großartigen Setlist die Sonne herausgekitzelt und Testament hatten natürlich weit mehr als ânurâ ihre neue Thrash-Bombe DARK ROOTS OF EARTH dabei. Napalm Death und Paradise Lost haben sich ein Duell geliefert, indem beide zur selben Zeit auf der Hauptbühne und Party Stage spielten. Zumindest im Wackinger-Dorf klang die Mischung sehr interessant.
Die METAL HAMMER-Crew denkt so langsam ans Aufbrechen. Reste grillen und trinken ist angesagt, die Stimmen für die Scorpions und Amon Amarth geölt und die letzten Interviews werden noch geführt. Was wir mit den Musikern gequatscht haben, lest und seht ihr in nächster Zeit auf metal-hammer.de und im Heft. Wohl gefühlt haben sich in unserer Obhut eigentlich so ziemlich alle, auch wenn Suicide Silence viel lieber Testament geguckt hatten. Zumindest konnten sie aber ein klein wenig zwischen dem Zaun hindurch lauschen.
Profi-Bilder von allen Bands, allen Bühnen, allen Fans und allem, was Wacken ist, findet ihr übrigens schon sehr bald in Hülle und Fülle auf www.metal-hammer.de!
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Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 04.08.2012 | 0 Kommentare
Wacken geht unter. Wo früher mal ein Acker war, erstrecken sich jetzt Schlammbäder so weit das Electric Eye reicht. Dabei gab es gestern, Freitag, immer mal wieder Hoffnung.
Schwere Regenschauer und Traumwetter mit wunderschönem Sonnenuntergang wechseln sich stetig ab â letzteres gibt ein besonders schönes Bild bei Dimmu Borgir. Der Auftritt mit einem großen Orchester ist perfekt getimed: Während der Himmel orange leuchtet, blasten die Norweger Black Metal-Hymnen von der Bühne, hinter ihnen stehen Bläser, Geiger, Chöre (teils in Corpsepaint!) und Co in Reihe. Klingt auch beeindruckend â vor allem dann, wenn das Orchester Raum bekommt und nicht nur Hintergrundatmosphäre zum vordergründigen Finsterwerk ist.
Der Boden ist allerdings schon längst nicht mehr existent: Die Fans stehen geduldig und huldigend bis zum Knöchel im Schlamm. Und zumindest im Moment scheint das niemanden zu stören.
Hammerfall machen mit einem Best-Of-Programm und bei bester Live-Laune ebenfalls keine Gefangenen. âHearts On Fireâ wärmt von innen.
In Flames wärmen auch von außen: Wie gewohnt wird nicht an Feuerwerk und Pyros gespart, zum Auftakt des Konzertes sorgen flirrende 3D-Animationen für offene Münder. Selbst wer die Band auf der letzten Tour gesehen hat kommt nicht zu kurz, für Wacken haben sie sich eine neue Show zurecht gelegt. Die Fans stehen vor beiden Bühnen und genießen, auch Sänger Anders scheint Spaß zu haben.
Seine Nase leuchtet fast heller als die Lichtshow, Sturmfrisur, ein seliges Grinsen und nicht so ganz auf den Punkt kommende Ansagen legen die Vermutung nahe, dass der Whisky-Freund nicht mehr so ganz nüchtern ist. Egal, denn seine Performance ist der Wahnsinn: Er trifft jeden Ton (der Zeilen, die er singt) und hat besonders viel Spaß am Growlen. Supergut!
Dass danach In Extremo auf die Bühne gehen, lässt Anzos Geduldsfaden völlig reißen. Der METAL HAMMER-Stand versinkt ohnehin schon in einer Mixtur aus Matsch, Wasser und Urin, wer es zusätzlich noch wagt, in Sichtweite seine Blase zu entleeren, muss mit harten Wurfgeschossen aus Sadonis Hand rechnen.
Der letzte Wacken-Tag ist mittlerweile angebrochen. Alles ist längst im Schlamm versunken, der graue Himmel macht wenig Hoffnung auf Besserung. Wir machen uns gleich mal auf dem Weg auf den Früher-mal-ein-Acker um zu sehen, was da geht und schwimmt.
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Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 03.08.2012 | 0 Kommentare
Wie nah Freud und Leid doch beieinander liegen. Sanctuary sind zurück â geile Sache doch, wo Nevermore sich selbst zu Grabe getragen haben. Aber hmpf: Selbst Herzblut-Fan Jakob ist enttäuscht: âDas Trauerspiel kann ich mir nicht mit ansehen.â
Dafür gewinnen Kamelot mit voller Punktezahl. Der neue Sänger absolviert auf der Wacken-Hauptbühne erst seine dritte Show mit der Band, ist aber schon voll in seinem Element. Zwar fehlt ihm die große Theatralik seines Vorgängers, das nimmt den Songs aber nichts von ihrer Durchschlagskraft.
Mies wird es erst gegen Ende des Auftritts, als der Regen einsetzt. Ein Wolkenbruch entleert sich über Wacken, minutenlang schüttet es wie aus Eimern. Gut, dass METAL HAMMER alle lieb hat: Für einige durchnässte Fans wird im Stand Platz gemacht. Raus darf natürlich nur, wer ein Abo macht oder ein Shirt kauft. Schöne Metal-Solidarität ;-)
Pünktlich zum Beginn von Overkill hört es auf zu Schütten. Der sowieso schon mit Flüssigkeit vollgesogene Boden nimmt nicht mehr viel auf, riesige Pfützen und der Matschsatan machen sich vor der Bühne breit. Daher ist nicht so viel vor der Hauptbühne los, wie Overkill mit ihrem energetischen Auftritt verdient hätten. Kollege Kranz feiert erst recht.
Auch das Bullhead City-Zelt steht unter Wasser. Praktikant Vince stellt fest: âDarum heißt die Wet-Stage Wet-Stage.â Ein Tipp auch von Volo Enrico: Bei diesen Zuständen nicht mit Flipflops herumlaufen, sonst verpasst man schnell mal sein Broilers-Konzert, weil man nicht durch die Pfützen kommt.
Festival · Kamelot · Matsch · Overkill · Regen · Sanctuary · Wacken 2012 · Wacken Open Air · WetterWacken 2012: 800 Drummer für ein Halleluja
Unterwegs an der Front | Autor: Sebastian | 02.08.2012 | 0 Kommentare
Jetzt. Gehtâs. Los. Das Wacken Open Air 2012 ist in vollem Gange, schon die Hauptbühnen-Eröffnung von Skyline gerät überraschend spaßig. Coverversionen von Journey und Manowar und ein â man kann fast sagen: unvermeidlicher â Auftritt von Doro sorgen für einen guten Start ins Wacken-Wochenende.
Da kann auch ein Regenschauer nicht viel gegen ausrichten, treibt aber eine beschauliche Anzahl anschaulicher Leute an den METAL HAMMER-Stand. Dort verteilen wir wie gewohnt fleißig Hefte und Aufkleber, tätowieren seit neuestem aber auch jeden, der nicht schnell genug die Flucht ergreift.
Und dann wird`s mächtig: Sepultura! Eigentlich: eher so egal, mittlerweile. Kennt man ja alles schon. Allerdings bringt die Band ein bis zwei Dutzend Drummer auf die Bühne, die sich anfühlen wie 800. So einen fetten Drum-Sound gab es selten! Beeindruckend dann auch die Publikumsbeteiligung: Schon am frühen Abend ist das Infield voll âwie mein Mann seinerâ (METAL HAMMER-Interna). Was soll da denn bitte noch gehen, wenn die RICHTIG großen Bands spielen? Warten wirâs ab â am besten unter einem Regenschirm.
Oder â wer kann der kann â auf der super-schicken Toilette in der Artist-Area. Da kommen (neben den Healdinern) nur ein paar Auserwählte hin, kommen dann aber in den Genuss eines topmodernen Klos mit automatischer Schiebetür, futuristischer Optik und Live-Übertragung des Bühnen-Geschehens (siehe Fotos unten). Kann man machen. Geht aber auch ohne ;-)
Kurz angemerkt: Wir würden euch gerne viel regelmäßiger mit viel mehr Fotos versorgen, aber die Internetanbindung hier ist katastrophaler als in Klein-Schwarzenbach-Ost im Jahre 1903. Wir tun aber, was wir können, um euch über alles Wichtige in Wacken auf dem Laufenden zu halten!
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